Garten
Artikel vom 28.01.2015

Schritt für Schritt erklärt: Rasengitter verlegen

Rasengitter aus Kunststoff schaffen grüne Flächen und bieten zugleich genug Stabilität für das Auto. Die Verlegung ist ganz einfach möglich. Foto: djd/Gutta Werke
Rasengitter aus Kunststoff schaffen grüne Flächen und bieten zugleich genug Stabilität für das Auto. Die Verlegung ist ganz einfach möglich. Foto: djd/Gutta Werke

Grüne Inseln im Stadtbild schaffen, wo vorher noch grauer und unansehnlicher Beton das Bild prägte: Gerade Stellplätze von Autos eignen sich sehr gut dafür, mehr Grün in Städte und Wohnsiedlungen zu holen. In Verbindung mit einer festen Tragschicht und speziellen Rasengittern lassen sich versiegelte Flächen wieder aufbrechen und dauerhaft begrünen. Die Verlegung ist einfach und kann vom erfahrenen Heimwerker mühelos selbst übernommen werden. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie Rasengitter verlegen können.

Rasengitter verlegen und Flächen begrünen

Warum ist es überhaupt sinnvoll, betonierte oder gepflasterte Flächen wie Stellplätze oder Hofeinfahrten wieder zu begrünen? Dafür sprechen gleich mehrere Gründe: Zunächst gefällt den meisten die Optik einer dichten, sattgrünen Rasenfläche einfach besser als grauer Beton - wenn der Rasen erst einmal aufgegangen ist, sind die Rasengitter aus Kunststoff nicht mehr sichtbar, es bildet sich ein dichter, grüner Teppich. Der zweite wesentliche Grund betrifft den Umweltschutz: Wo Flächen betoniert oder gepflastert sind, kann Regenwasser nicht mehr in den Boden versickern beziehungsweise ablaufen. Die wichtige Ressource Regenwasser landet somit direkt in der Kanalisation - und kann bei Starkregen zu Problemen bis zu Überschwemmungen führen. Aus diesem Grund gehen Kommunen vielfach bereits dazu über, für versiegelte Flächen Gebühren zu erheben. Grund Nummer drei dafür, Rasengitter zu verlegen, hängt direkt damit zusammen: Wer Flächen wieder entsiegelt und begrünt, kann Abgaben und somit bares Geld sparen.

Rasengitter verlegen in wenigen Stunden

Doch wie werden Rasengitter verlegt? Dies ist im Grunde einfacher, als viele denken würden. Wenn ein paar helfende Hände mit anpacken, ist die Arbeit - je nach Größe der Fläche - in wenigen Stunden erledigt. Das gesamte Material, das Sie benötigen, um Rasengitter zu verlegen, finden Sie in Baumärkten in der Nähe:

  • Kies oder Schotter, um die etwa 30 Zentimeter dicke Tragschicht auszubringen
  • Sand/Brechsand Gemisch für die Bettung
  • die Rasengitter aus Kunststoff, beispielsweise von den Gutta Werken
  • die Rasensaat und Erde
  • als Leihgerät idealerweise einen Rüttler zum Befestigen des Untergrunds
Die Verankerung der Kunststoff-Rasengitter im Boden, die Tragschicht aus Kies und die Begrünung sorgen für die notwendige Stabilität. Foto: djd/Gutta Werke
Die Verankerung der Kunststoff-Rasengitter im Boden, die Tragschicht aus Kies und die Begrünung sorgen für die notwendige Stabilität. Foto: djd/Gutta Werke

Schnelles und kräftiges Rasenwachstum

Das Verlegen selbst ist einfach: Zunächst sollten Sie dazu für einen planen, tragfähigen Untergrund sorgen, nachdem der bisherige Bodenbelag entfernt wurde. Eine etwa 30 Zentimeter dicke Kies- oder Schotterschicht schafft Stabilität, darauf folgt eine Schicht Sand/Brechsand. Anschließend werden die 50 mal 50 Zentimeter großen Rasengitter aus Kunststoff verlegt. Darauf folgt die Rasensaat - und schon sechs Wochen später kann die Einfahrt oder der Stellplatz voll belastet werden. Wichtig dabei ist, gerade nach der Aussaat, gründlich und regelmäßig zu wässern. So kann der Rasen schnell angehen und kräftig wachsen. Aufgrund der offenen Konstruktion der Rasengitter wird sich das Grün dann schnell mit dem Untergrund verwurzeln. Die Kunststoffgitter wiederum dienen als Fixierung und bewirken, dass die Fläche stabil genug für Pkw-Abstellplätze, Einfahrten oder auch Gartenwege ist. Noch ein Tipp: Sogar zur Befestigung von Böschungen oder Uferbereichen können die Rasengitter genutzt werden.

drucken
Kommentare
botMessage_toctoc_comments_9210