Garten
Artikel vom 01.11.2014

Hochbeet anlegen - und ganzjährig frisch ernten

2 kleine Hochbeete, in denen Salat und Kräuter angepflanzt sind.
Frisches Gemüse frei Haus: Hochbeete ermöglichen eine kontinuierliche Ernte. Foto: djd/www.gartenfrosch.com

Der eigene Garten ist für viele das schönste Hobby überhaupt. Hier findet man Abstand vom sonst so hektischen Alltag und kann mit dem Anbau von eigenem Obst und Gemüse zudem etwas für die gesunde Ernährung tun. Besonders erfolgreich und bequem funktioniert das mit einem Hochbeet. Das Gärtnern ist ohne lästiges Bücken möglich, die spezielle Konstruktion sorgt zudem für kräftiges Wachstum - und das sogar über das gesamte Jahr. Erfahren Sie, wie Sie ganz einfach selbst ein Hochbeet im Garten anlegen können und was bei der Planung zu beachten ist.

Eine Frau mit Hut schneidet lächelnd Kräuter ab.
Kräuter pflücken ohne Bücken: Die angepasste Höhe des Hochbeetes ermöglicht ein rückenschonendes Arbeiten. Foto: djd/www.gartenfrosch.com
Ein kleines Gewächshaus, dessen Glaselemente offen stehen.
Bei warmen Temperaturen und zur Vermeidung eines Wärmestaus lassen sich die Glaselemente nach Bedarf öffnen. Foto: djd/www.gartenfrosch.com

Hochbeet anlegen und erfolgreicher gärtnern

Das Prinzip, das den Hochbeeten etwa von Gartenfrosch zugrunde liegt, ist schnell erklärt: Eine rechteckige Holzkonstruktion - in diesem Fall aus unbehandeltem, heimischem Qualitäts-Lärchenholz - wird befüllt und damit bepflanzbar gemacht. Viele Gärtner haben sich bereits mit dem Gedanken befasst, ein Hochbeet anzulegen. Beispielsweise als Wachstumshilfe zum Start in das Gartenfrühjahr oder als Beet nur für den Kräutergarten. Oder einfach aus praktischen Gründen: Schließlich ermöglichen Hochbeete mit ihrer Höhe ein Gärtnern ohne krummen Rücken - ein wichtiges ergonomisches Plus. Durchdachte Hochbeet-Systeme aus hochwertigen Materialien machen die Anlage eines Hochbeetes einfach. Zum Aufbau ist noch nicht einmal Werkzeug erforderlich.

Ernten selbst bei Frost und Schnee - so geht’s

Wer plant, ein Hochbeet anzulegen, will es meist ganzjährig nutzen. Das ist unkompliziert und umweltfreundlich möglich - die richtige Pflanzenauswahl vorausgesetzt, ganz ohne energieintensive Wärmezufuhr: Ergänzt um ein Treibhaus als Aufsatz, sind im Hochbeet etwa Salate im Winter vor Schnee und Wind geschützt. Die Wärme, die unter dem Glasdach erhalten bleibt, genügt für das gewünschte Wachstum von Feldsalat oder weiteren Wintersalaten wie Endiviensalat und auch Zuckerhut. Wirklich gut gelingen auch Asia-Salate wie Mizuna und Frizzy-Joe. Um Stauwärme und zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, lassen sich die Fenster einfach hochklappen. Wer es besonders bequem haben möchte, kann automatische Lüfter installieren, so dass sich die Dachklappe bei Wärme selbsttätig hebt. Dies erfolgt ohne elektrischen Strom auf rein mechanische Weise. Wie es funktioniert, zeigt dieses Video:

Hochbeet anlegen: Tipps für die eigene Planung

Um ein Hochbeet anzulegen, sind einige grundsätzliche Überlegungen wichtig:

1. Die passenden Maße des Hochbeets festlegen

Die Höhe des Beetes sollte zu den eigenen Körpermaße passen - das sorgt für ein bequemes und ergonomisch gutes Gärtnern. Bei einer Körpergröße von 160 bis 180 Zentimetern beispielsweise empfehlen die Hochbeet-Experten von Gartenfrosch eine Höhe von 80 Zentimetern. Wer kleiner als 160 Zentimeter ist, fährt mit einer Beethöhe von 70 Zentimetern gut. Großgewachsene Gärtner von über 180 Zentimeter können bei einer Beethöhe von 90 Zentimetern bequem arbeiten. Ist das Beet ringsherum zugänglich, liegt die optimale Breite des Hochbeetes bei ca. 120 Zentimeter - so ist alles mit einem Handgriff gut zu erreichen. Sind die passenden Maße gefunden, lässt sich das neue Hochbeet etwa bei Gartenfrosch direkt online bestellen - das Sortiment bietet außerdem nützliche Extras wie den Gewächshausaufsatz oder ein genau abgestimmten Bewässerungsset.

Ein Hochbeet in einem Garten
Hochbeete sind nicht nur eine praktische Hilfe für den Hobbygärtner - sondern auch optisch ein Gewinn. Foto: djd/www.gartenfrosch.com
Ein Mann steht in einem Garten mit 3 Kleingewächshäusern und öffnet das Fenster eines Hauses.
Hier wachsen Pflanzen bei jedem Wetter: Ein Kleingewächshaus sorgt für gesunde Nahrungsmittel in Bio-Qualität aus dem eigenen Garten. Foto: djd/www.gartenfrosch.com

2. Den passenden Standort finden

Wichtig ist es vor allem, dass das Hochbeet an seinem zukünftigen Standort mit genügend Sonne versorgt wird. Mindestens ein halber Tag Sonnenscheindauer pro Tag sollte es schon sein. Zudem sollte der Standort eben und einfach zugänglich sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Hobbygärtner den Standort frei wählen - dort, wo nach eigenem Geschmack das schmucke Hochbeet am besten zur Geltung kommt. Schließlich ist das hübsche Beet aus robustem Holz auch ein Blickfang im privaten Gartenreich.

3. Die passende Erstbefüllung vornehmen

Die Erstbefüllung des Hochbeetes kann klassischerweise mit verrottbaren Gartenabfällen erfolgen, die Schicht für Schicht aufgetragen werden. Nicht minder wirksam, aber einfacher ist es, im Beet zunächst Scheitholz aufzuschichten und dann alles mit Qualitätserde aufzufüllen. Um die Lücken zwischen den Scheiten zu füllen, wird die Erde zwischendurch mit dem Gartenschlauch eingeschlämmt. Die Gartenerde verbindet sich mit dem Mutterboden des Gartens und ermöglicht Regenwürmern den ungehinderten Zugang ins Beet. Wie jeder Gärtner weiß, erfüllen gerade diese kleinen Helfer wichtige Aufgaben. Sie verdauen abgestorbene Pflanzenreste und tragen dazu bei, den Boden vertikal zu öffnen. Nach der Befüllung kann der Gärtner das Hochbeet direkt bepflanzen und sich schon bald über üppige Erträge freuen.