Bauen
Artikel vom 18.08.2016

Mineralwolle für die Dachdämmung: Wirksam zu jeder Jahreszeit

Wärmedämmung funktioniert in beide Richtungen: Im Winter hält sie die teure Heizenergie im Haus, im Sommer bleibt die Hitze draußen. Wichtig im Zusammenhang mit Wärmeschutz etwa bei der Dachdämmung ist dabei vor allem die geringe Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs, hier kann vor allem Mineralwolle mit hervorragenden Werten punkten. Wir erklären Ihnen, warum Mineralwolle sowohl im Sommer als auch im Winter gerade bei der Dachdämmung ihre wohltuende Wirkung entfalten kann.

Kind hilft Vater beim Dachdämmen mit Mineralwolle
Mit dem Einbau einer Mineralwolle-Dämmung bleiben nicht nur die unerwünschte Sommerhitze, sondern auch Lärm und Geräusche draußen. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

Wärmeschutz: Dachdämmung aus Mineralwolle hält Hitze draußen

Der Sommer 2016 zeigte sich von seiner eher wechselhaften und oftmals nassen Seite, längere Hitzeperioden wurden in den meisten deutschen Regionen nicht verzeichnet. Vielen Bundesbürgern dürfte dies gar nicht unrecht gewesen sein, denn zumindest im Haus stören schon Temperaturen ab 24 Grad Celsius das Wohlbefinden. Am deutlichsten spürbar wird dies unterm Dach, Sparren und Dachsteine setzen der Wärme von draußen kaum etwas entgegen. Auch ungedämmte Außenwände lassen in heißen Sommern lästige Hitze ins Haus dringen. Dagegen lässt sich etwas unternehmen, denn eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle hält im Sommer ebenso die Hitze draußen wie im Winter die Heizwärme im Haus. Mehr Informationen gibt es beispielsweise beim Fachverband Mineralwolleindustrie (FMI).

Dachdecker dämmt Dach
Eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle hält im Sommer die Hitze draußen und im Winter die Wärme im Haus. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

Die Wirkung von Mineralwolle funktioniert im Sommer und im Winter nach dem gleichen Prinzip: Der Dämmstoff leitet nur geringe Wärmemengen weiter, ganz gleich, von welcher Seite der Dämmschicht sie kommen. Wie wirksam er die Wärme aufhält, sieht man daran, zu welcher Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) er gehört - je kleiner der Wert, desto besser. Mineralwolle kann hier mit Werten bis hinab zur WLS 032 punkten. Damit lassen sich Bauteile sehr effizient gegen Wärmeverluste im Winter und zugleich gegen eindringende Hitze im Sommer fit machen.

Dachdämmung: Wärmeschutz als Gesamtpaket

Die Außenhülle des Hauses besteht aber nicht nur aus Dachziegeln oder Mauern, sondern hier findet die Wärme ihren Weg auch durch Fensterflächen. Was im Winter als passiver Wärmegewinn willkommen ist, soll im Sommer draußen bleiben. Deshalb kann man etwa durch einen zusätzlichen Sonnenschutz vor den Fenstern ganz nach Bedarf die Einstrahlung steuern, bei einem Neubau können großzügige Dachüberstände die Fassaden beschatten. Hitzeschutz ist also dann am wirksamsten, wenn man das Haus ganzheitlich betrachtet: Mit der Mineralwolle-Dämmung als zentralem Bestandteil entsteht ein wirksames Hitzeschutzpaket, das gleichzeitig Behaglichkeit bietet und wertvolle Energie einspart.

Mineralwolle spart auch im Sommer Energie

Dass man sich während der Sommermonate in der Wohnung behaglicher fühlt, ist nicht der einzige Effekt einer Dämmung aus Mineralwolle: Klimaanlagen oder Ventilatoren müssen seltener zum Einsatz kommen. Das zahlt sich in barer Münze aus, denn Strom ist die teuerste Energieform, die man im Haus verbrauchen kann. Mit steigenden Durchschnittstemperaturen wird dieser Aspekt weiter an Bedeutung gewinnen, denn je häufiger Hitzewellen kommen, desto häufiger muss auch eine Klimaanlage anspringen. Mit dem Einsatz von Mineralwolle handelt man hier besonders vorausschauend, denn eine fachgerecht eingebaute Dämmung aus Stein- oder Glaswolle zeigt über Jahrzehnte die gleiche Wirkung wie am ersten Tag. Dabei ist der Dämmstoff ohnehin besonders wirtschaftlich, und je teurer Energie wird, desto deutlicher macht sich der Spareffekt bemerkbar.

ungedämmter Dachstuhl von innen, am Boden liegt Dämmmaterial
Sparren und Dachsteine setzen unterm Dach der Wärme von draußen kaum etwas entgegen - Abhilfe kann eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle schaffen. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie
Ansicht eines ungedämmten Dachstuhls
Mit Mineralwolle lassen sich Bauteile ebenso effizient gegen Wärmeverluste wie gegen eindringende Hitze fit machen. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

Das gilt erst recht, wenn man den Zusatznutzen einer Mineralwolle-Dämmung berücksichtigt: Wegen der hervorragenden Schallschutz-Eigenschaften bleiben nicht nur Hitze, sondern auch Lärm und Geräusche draußen. Das alles erreicht man mit einem nichtbrennbaren Dämmstoff, der auch einen aktiven Beitrag zum Brandschutz leistet. Kühle Wohnräume mit einem angenehm niedrigen Geräuschpegel und einem Plus an Sicherheit - so macht jeder Sommer Spaß.