Bauen
Artikel vom 19.05.2017

6 Tipps, wie Sie beim Hausbau Kosten senken können

Effektiv die Hausbau Kosten mit einem Flachdach senken
Flachdächer sind nicht nur zeitlos modern, sie schaffen im Obergeschoss mehr Wohnraum auf gleicher Grundfläche. Aufgrund ihrer geringeren Grundfläche sparen sie im Vergleich zum Steildach bis zu 30 Prozent Wärme. Als Umkehrdach konzipiert verdoppeln sie auch noch die Lebensdauer der Dachhaut. Foto: djd/www.xps-waermedaemmung.de

Laut Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) sind Kostensteigerungen beim Neubau durch die erhöhten energetischen Anforderungen entstanden. Kostentreiber sind hier die Gebäude- und Anlagentechnik, während die Kosten für die Dämmung gleichgeblieben sind und sogar dazu beitragen, Baukosten zu senken. Diese 6 Tipps können dabei helfen, die Kosten beim Hausbau zu senken.

1. Tipp: Den Grundriss auf die Situation anpassen

Jeder Quadratmeter kostet dreimal: Beim Bau, beim Unterhalt und ein Leben lang bei den Energiekosten. Bauherren sollten vorher überlegen, wieviel Haus sie wirklich zum Leben benötigen, denn: Eine kompakte Bauweise begünstigt eine einfachere Statik, zusammen mit der richtigen Materialauswahl spart dies bereits viel Geld vor dem Bau. Teuer hingegen werden Extras wie Dachgauben sowie Sonderwünsche.

Die Hausbau Kosten lassen sich mit einer Dachterasse auf dem Flachdach senken
Ein Flachdach als Gründach zu gestalten, schafft neue Nutzfläche, die so einen ganz besonderen Charme erhält. Die technische Ausführung als Umkehrdach verlängert die Lebensdauer des Daches etwa um das Doppelte, da es unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, verrottungsfest sowie besonders druckstabil ist. Foto: djd/www.xps-waermedaemmung.de/panthermedia
Hausbau Kosten senken mit Bodendaemmung
Bodenplatte sowie Keller lassen sich im Gegensatz zur Wand oder dem Dach im Nachhinein nicht bzw. nur sehr eingeschränkt dämmen. Extruderschaumstoff ist unempfindlich auch bei feuchtem Erdreich und druckstabil. Der Boden fühlt sich nie "fußkalt" an und so spart man ganz nebenbei Heizkosten, ein Leben lang. Foto: djd/www.xps-waermedaemmung.de

2. Tipp: Gute Dämmung - kleinere Heizungsanlage

Ein höherer Dämmstandard ist eine einmalige Mehrinvestition, die sich dreifach rechnet: Der daraus resultierende niedrigere Heizbedarf ermöglicht die Planung einer kleiner dimensionierten Heizung, die preiswerter sowie ein Leben lang sparsamer im Verbrauch ist. Eine exzellente Dämmung steigert den Wiederverkaufswert des Hauses. Im Boden und als Flachdachdämmung muss sie nicht gewartet werden, sondern hält ein Hausleben lang.

3. Tipp: Flachdach als Gründach

Ein Flachdach schafft mehr Quadratmeter Wohnraum auf gleicher Fläche, aufgrund der Möglichkeit, zwei Vollgeschosse ohne Dachschrägen effizient nutzen zu können. Der Dachaufbau kann zudem als Dachgarten genutzt werden, oder zur Energieerzeugung. Zusätzlich muss in vielen Kommunen Niederschlagswassergebühr oder ein Ausgleich zur Flächenversiegelung gezahlt werden, die mit einer Gründachfläche gegengerechnet werden können. Die geringere Dachfläche schlägt sich zudem unmittelbar in den Material- und Baukosten und dauerhaft im geringeren Energieverbrauch nieder.

4. Tipp: Langlebigkeit garantiert: Umkehrdach

Das Fraunhoferinstitut hat berechnet: Bei einem als Umkehrdach konzipierten Gründach schützt eine obenliegende Wärmedämmung die sensible Dachhaut doppelt so lange wie bei einem konventionellen Flachdach. Der Vorteil des Umkehrdachs ist, dass die Dachabdichtung durch die Wärmedämmplatten einerseits vor mechanischen sowie andererseits vor thermischen Einflüssen geschützt wird. Zudem verrottet das Material aus Extruderschaum (XPS) nicht.

Die Hausbau Kosten mit einem Gruendach senken
Mit einem geeigneten Dachaufbau inklusive passender und druckbeständiger Dämmung ist die Nutzung eines Flachdachs als Dachterrasse oder Gründach problemlos möglich. Foto: djd/FPX Fachvereinigung

 

5. Tipp: Bodenplatte dämmen ist wichtig

Eine Bodendämmung spart jedes Jahr Energiekosten, wieviel entscheidet sich in Planung und Bau. Bis zu 30 Prozent Energie kann somit mehr im Haus behalten werden. Norbert Buddendick von der Fachvereinigung Extruderschaumstoff (FPX e.V.) rät: "Eine optimal gedämmte Bodenplatte funktioniert ein Hausleben lang. Im Gegensatz zur Außenwand ist eine nachträgliche Dämmung der Bodenplatte nicht mehr möglich. Im Vergleich dazu ist Heiz- und Haustechnik wartungsintensiv und muss nach spätestens 15 bis 20 Jahren wieder komplett erneuert werden."

6. Tipp: Ein Keller kann Kosten sparen

Durch die ständig steigende Nachfrage in Großstädten werden bebaubare Grundflächen immer rarer, kleiner und teurer. Wer über ein Home-Office, einen Hobbyraum oder ein Spielzimmer nachdenkt, kann dies mit dem Bau eines Kellers realisieren. Dieser ist unter den genannten Bedingungen deutlich preiswerter und oft die einzige Möglichkeit, keine Kompromisse bei der Planung der anderen Wohnräume eingehen zu müssen: Laut Initiative Pro Keller lassen sich mit einem Einsatz von zehn Prozent mehr Geld rund 40 Prozent mehr Raum gewinnen. Extruderschaumstoff bietet als Dämmmaterial Sicherheit: Er ist druckstabil und erfüllt selbst im feuchten Erdreich über Jahrzehnte seine Funktion.

drucken
Kommentare
botMessage_toctoc_comments_9210