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Artikel vom 19.05.2017

Elektrokabel verlegen: 5 Tipps für Ihre smarte Hausplanung

Ein Paar sitzt mit drei Kindern gemütlich auf dem Sofa und schaut Fernsehen bzw. auf die eigenen Tablets und Smartphones.
Dank eines zukunftssicheren Strom- und Datennetzwerks können alle Familienmitglieder gleichzeitig auf Smart-TV, Heimkinosysteme oder ihren PC zugreifen und Daten, Filme, Musik oder Spiele abrufen. Foto: djd/Fränkische Rohrwerke/Getty

TV-Streaming per Internet, die permanente Nutzung des Smartphones zum Mailen, Chatten und Surfen. Smart-Home-Funktionen, die Jalousien oder die Waschmaschine steuern, benötigen ebenfalls eine Internetverbindung: Die Zukunft ist digital und vernetzt - und stellt somit hohe Anforderungen an Datennetzwerke im Eigenheim. Lesen Sie, wie Sie Elektrokabel zukunftssicher verlegen können - sowohl im Neubau als auch in der Sanierung - und welche grundsätzlichen Möglichkeiten es gibt.

1. Tipp: Elektrokabel unter Putz verlegen

Die klassische Lösung ist es, Elektrokabel unter Putz zu verlegen. Die Kabelführung selbst ist somit im Eigenheim unsichtbar, nur Steckdosen und Schalter sind an der Wand zu sehen. Damit ist diese Lösung die erste Wahl für Neubauten, da man hier die Kabelverlegung flexibel organisieren kann, bevor Wände ihr "Finish" erhalten. Schwieriger wird die Unterputz-Verlegung in der Sanierung: Dafür müssten jeweils Wände nachträglich aufgeschlitzt werden. Das bedeutet viel Schmutz, Lärm und Arbeitsaufwand für das Wiederverputzen und Tapezieren.

Grafik der elektronischen Vernetzung in einem Haus.
Beim Neubau bereits an spätere Erweiterungen denken: Wenn hinter jeder Steckdose bereits eine Datenleitung verlegt ist, können Hausbesitzer ihr Heimnetzwerk jederzeit erweitern oder geänderten Bedürfnissen anpassen. Foto: djd/Fränkische Rohrwerke

2. Tipp: Elektrokabel auf Putz verlegen

Die Aufputz-Verlegung ist eine verbreitete Lösung für die Sanierung. Vorteil: Sie müssen keine Wände aufschlitzen lassen. Nachteil: Anschließend sehen Sie die Kabelführung auf der Wand in Form eines Kabelkanals - nicht jedem gefällt das. Daher ist es gerade im Neubau wichtig, vorausschauend zu planen, denn Steckdosen und Anschlüsse kann man nie genug haben. Da die Ausstattung mit Unterhaltungselektronik im Wohnzimmer, aber auch mit elektrischen Helfern etwa in der Küche immer mehr wird, sollten Sie entsprechend genügend Anschlüsse vorsehen.

3. Tipp: Elektrokabel und Optische Faser gleichzeitig verlegen

Ein dritter Weg ist es, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Um das Zuhause fit für neue Technologien zu machen, eignen sich Lösungen wie etwa das "Datalight"-System der Fränkischen Rohrwerke. Basis des Systems ist ein 2,2 Millimeter dünnes, dennoch robustes Lichtwellenleiterkabel aus Kunststoff, eine Polymer Optische Faser, die Daten im Haus mit 1 Gigabit pro Sekunde Geschwindigkeit übertragen kann. Für Neubauten oder umfassendere Sanierungen ist sie bereits in ein Leerrohr für die Elektroinstallation integriert. So erhalten Sie ein zukunftssicheres Strom- und Datennetzwerk in einem Installationsschritt. Bei einer Nachrüstung wird die Datenleitung separat verlegt, zum Beispiel in Fußbodenleisten oder direkt unter dem Boden. Über das Lichtwellenleiter-System können Nutzer problemlos gleichzeitig auf Smart-TV, PC und Drucker zugreifen, über das Internet telefonieren und Daten, Filme, Musik oder Spiele abrufen.

Querschnitt durch ein Einfamilienhaus mit Keller, Erdgeschoss, 1. Stock und Dachboden und darüber Symbole mit elektronischen Medien.
Die Basis für das leistungsstarke Hausnetz bildet ein dünnes, dennoch sehr robustes Lichtwellenleiterkabel aus Kunststoff, eine Polymer Optische Faser, die Daten im Haus mit 1 Gigabit pro Sekunde übertragen kann. Foto: djd/Fränkische Rohrwerke

4. Tipp: Das Netzwerk flexibel erweitern oder anpassen

Da der Elektriker im Neubau das Elektroinstallationsrohr mit der integrierten Datenleitung verlegt, reduzieren sich die Arbeitsschritte, Bauherren sparen somit bares Geld. Hinter jeder Steckdose ist eine Datenleitung verlegt, Hausbesitzer können durch einfachen Austausch des Steckdoseneinsatzes ihr Heimnetzwerk jederzeit erweitern oder neuen Bedürfnissen anpassen.

5. Tipp: So schaffen Sie genug Bandbreite für mobile Geräte

Auch Smartphones und Tablets greifen künftig auf Anwendungen zurück, die hohe Datenvolumina benötigen. Diese können über WLAN nur über höhere Frequenzen übertragen werden. Technisch ermöglichen das heute schon die ersten 5-Gigahertz-WLAN Router. Weil die höhere Frequenz jedoch die Durchdringung durch Wände erschwert, ist für das Haus der Zukunft ein dezentrales WLAN-System eine geeignete Lösung: Es umfasst mehrere, in der Wohnung verteilte WLAN-Access-Points, die durch den Lichtwellenleiter ideal versorgt werden.

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