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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Zu Hause ist es doch am schönsten

Das Umkehrdarlehen als Option zur Finanzierung altersgerechter Umbaumaßnahmen
Eine Umfrage unter Bundesbürgern im Alter ab 65 Jahren ergab, dass 33 Prozent von ihnen die Umkehrhypothek dafür verwenden würden, ihre Pflege im Alter zu finanzieren. Foto: djd/ImmoKasse

Eine Umfrage unter Bundesbürgern im Alter ab 65 Jahren ergab, dass 33 Prozent von ihnen die Umkehrhypothek dafür verwenden würden, ihre Pflege im Alter zu finanzieren. Foto: djd/ImmoKasse

(djd). Die meisten Bundesbürger möchten bis ins hohe Alter in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben. Doch bei Senioren ändern sich durch körperliche Einschränkungen oft die Wohnbedürfnisse. Marion Beede ist Wohnberaterin für Senioren. Sie sagt: "Um den Alltag im bisherigen Zuhause weiterhin zu bewältigen, helfen in manchen Fällen nur bauliche Maßnahmen, etwa der Einbau einer bodengleichen Dusche. Oft müssen Ausstattungsmängel wie eine veraltete Kohlenheizung behoben werden, und in anderen Fällen reichen schon einfache Hilfsmittel wie WC-Aufsätze oder Stützgriffe aus, um den Umzug ins Altersheim zu vermeiden. Was sinnvoll ist, hängt immer vom Einzelfall ab."

Finanzielle Möglichkeiten eingeschränkt

Vom Einzelfall hängen aber auch die finanziellen Möglichkeiten ab. Und da sieht es gerade bei älteren Haus- und Wohnungseigentümern nicht immer rosig aus. Wo das ganze Vermögen ins Eigenheim investiert wurde, konnte oft nur wenig für die private Altersvorsorge getan werden. Das Ergebnis: Das Haus ist abbezahlt, aber die Mittel zum altersgerechten Umbau fehlen.

In dieser Zwickmühle standen vielen Hauseigentümern bislang nur zwei Möglichkeiten offen: Entweder sie verkauften ihre Immobilie und zogen in eine kleinere, aber seniorengerechte Wohnung um. Oder sie blieben unter oft beschwerlichen Umständen daheim - und mussten ihr Eigentum dann doch irgendwann verkaufen, weil es nicht mehr so weiterging.

Keine Zinsen, keine Tilgung

Mit einem sogenannten Umkehrdarlehen beziehungsweise der Umkehrhypothek "ImmoRentenPlus" beispielsweise bietet sich Immobilienbesitzern ab 65 Jahren ein Ausweg aus diesem Dilemma an. Sie können einen Teil des im Haus gebundenen Vermögens in Bargeld verwandeln, ohne das Haus verkaufen zu müssen.

Je nach Alter der Darlehensnehmer werden bis zu maximal 35 Prozent des geschätzten Immobilienwerts als Darlehen ausgezahlt. Dabei gilt grundsätzlich: Je älter die Darlehensnehmer sind, desto höher ist dieser Prozentsatz. Das sogenannte Umkehrdarlehen wird wie jede "normale" Hypothek im Grundbuch eingetragen. Die Immobilie wechselt aber nicht den Eigentümer. Die Auszahlung ist steuerfrei.

Der größte Vorteil dieses Konzepts liegt für Bezieher einer kleinen Rente darin, dass weder Tilgung noch Zinsen fällig werden, solange die Darlehensnehmer in ihrem Haus wohnen. Erst wenn die Immobilie verkauft, verschenkt oder vererbt wird, muss das Darlehen inklusive Zinsen zurückgezahlt werden. Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-65666766 gibt es weitere Informationen.

So geht die Rechnung auf

Das Umkehrdarlehen ist für den deutschen Markt zwar ungewohnt, aber rechnerisch leicht zu verstehen. Während der gesamten Laufzeit werden keine Tilgungsraten gezahlt. Die Zinsen können wahlweise einmal jährlich gezahlt werden oder aber gegen eine Gebühr gestundet. Beides muss also erst am Ende der Laufzeit getilgt werden.

Wenn die Laufzeit mit dem Tod der Darlehensnehmer endet, können die Erben das Darlehen ablösen und die Immobilie nutzen. Oder aber sie veräußern die Immobilie und können danach über die Differenz aus Verkaufserlös und Darlehensbetrag verfügen. "Wichtig ist den meisten Darlehensnehmern dabei", so Lutz Delius, Geschäftsführer der Immokasse, "dass sie sich nicht überschulden können. Selbst wenn sich mit den angefallenen Zinsen ein Darlehensbetrag aufsummiert hat, der den Wert der Immobilie überschreitet, haftet nur diese und kein sonstiges Vermögen. Die Nachkommen müssen das Erbe also nicht ausschlagen."

Freie Verfügbarkeit

Wofür ein Umkehrdarlehen eingesetzt wird, können die Darlehensnehmer im Übrigen frei entscheiden. Dazu führte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Immokasse eine Umfrage unter Bundesbürgern ab 65 Jahren durch, die im eigenen Haus oder in einer eigenen Wohnung leben. 33 Prozent der Befragten würden die Umkehrhypothek dafür verwenden, ihre Pflege im Alter zu finanzieren. Immerhin 27 Prozent würden in den alters- oder behindertengerechten Umbau der eigenen Immobilie investieren. In die Renovierung oder Modernisierung der Immobilie würden 13 Prozent das Geld stecken.

Weitere Informationen: www.immokasse.de

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Altersvorsorge
  • Darlehen
  • Geld
  • Haus
  • Renovierung
  • Senioren
  • Ältere Menschen (Zielgruppe)
verfasst am 05.07.2010