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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Wenn der Kollege "Präsentismus" hat

Viele Arbeitnehmer schleppen sich trotz Krankheit ins Büro
Vorsicht: Wer sich im Büro schnäuzt, steckt vielleicht die Kollegen an. Foto: djd/Weleda

Vorsicht: Wer sich im Büro schnäuzt, steckt vielleicht die Kollegen an. Foto: djd/Weleda

(djd). Wer an einem Wochentag mit Halsweh und Schnupfen aufwacht, hat die Wahl: Krank zur Arbeit oder besser im Bett bleiben? Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den Job. Arbeitsmediziner nennen dieses Phänomen Präsentismus: Obwohl ein Mitarbeiter krank ist und sich elend fühlt, schleppt er sich zur Arbeit. Gründe dafür sind die Angst vor Arbeitslosigkeit, Termindruck oder ein stark ausgeprägtes Pflichtbewusstsein. Doch wer sich elend fühlt, ist in der Regel unproduktiv und neigt zu Fehlern. Zudem besteht die Gefahr, Kollegen zu infizieren.

Keine schweren Geschütze

Betroffene möchten die meist harmlosen Beschwerden so schnell wie möglich loswerden. Hier können bekannte Hausmittel wie reichlich Trinken, Soleinhalationen, Erkältungsbäder oder die bewährte Hühnersuppe die Beschwerden lindern. Darüber hinaus stehen natürliche Arzneimittel zur Verfügung. So rät die Kasseler Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. med. Sabine Schäfer: "Bei Erkältungssymptomen gebe ich meinen erwachsenen Patienten gerne Infludo. Die Mischung mit ausgewählten Heilpflanzenauszügen lindert akute Beschwerden und stärkt die Selbstheilungskräfte."

Im Büro Hände schütteln ist tabu

Wenn sich der Gang zur Arbeit trotz Erkältung nicht vermeiden lässt, ist es wichtig zu wissen, dass sich Erkältungsviren vor allem über Tröpfcheninfektion verbreiten. Bei einem Husten- oder Niesanfall daher besser den Raum kurz verlassen und danach Hände waschen. Zudem sollten Erkältete ihr Büro gut lüften, die Heizung runterdrehen und auf Begrüßungsrituale wie Händeschütteln oder Umarmungen verzichten. Wer allerdings unter Schüttelfrost und Fieber leidet, gehört ins Bett. Einem infektgeschwächten Körper droht durch Überanstrengung oder Verkühlung die Gefahr von Folgeerkrankungen.

Weitere Informationen: www.weleda.de

Fakten in Kürze

Erkältung oder Grippe?

- Grippaler Infekt: Er wird durch über 200 verschiedene Virus-Typen hervorgerufen und beginnt meist mit Frösteln, Schnupfen und Unwohlsein. Erwachsene erkranken durchschnittlich dreimal jährlich. Er ist unangenehm, aber meist harmlos und nach einer Woche überstanden.

- Echte Grippe: Sie wird von einem Influenza-Virus verursacht und beginnt mit hohem Fieber und starken Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen. Die Viren haben die ungünstige Eigenschaft, dass sie sich ständig verändern können. Hier sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Arzneimittel
  • Büro
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  • Naturheilmittel
  • Therapie
verfasst am 13.09.2010