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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Leben und wohnen im Alter

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Sturzgefahr. Gerade glatte Oberflächen im Badezimmer stellen eine besondere Gefahr dar. Foto: djd/supergrip

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Sturzgefahr. Gerade glatte Oberflächen im Badezimmer stellen eine besondere Gefahr dar. Foto: djd/supergrip

(djd). In zehn Jahren wird jeder zweite Deutsche über 50 Jahre alt sein. Statistisch gesehen haben diese Menschen, wenn sie in den Ruhestand gehen, noch gut 20 Jahre - oder rund ein Viertel - ihres Lebens vor sich. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem gleichzeitigen Rückgang familiärer Netzwerke stehen die Wohn- und Betreuungsangebote für Senioren auf dem Prüfstand. Immer weniger Menschen sind bereit, im Falle der Pflegebedürftigkeit in ein Heim umzusiedeln. Sie wollen vielmehr möglichst lange und weitestgehend selbstbestimmt ihr Leben in den eigenen vier Wänden verbringen.

Wohnumfeld bestimmt die Lebensqualität

Gerade im Alter bestimmt das eigene Wohnumfeld entscheidend die Lebensqualität. Auch wenn die Wohnung oder das Haus längst viel zu groß geworden sind, ziehen es viele Senioren vor, so lange wie möglich in ihrem angestammten Zuhause zu bleiben, wo ihnen die Nachbarschaft und die Umgebung vertraut sind. Daneben wächst die Bereitschaft bei einer Reihe älterer Menschen, sich noch einmal ganz neu zu orientieren. Sie machen sich schon frühzeitig Gedanken darüber, wie und wo sie später wohnen und leben möchten, und treffen beizeiten Entscheidungen, um ihre Wohn- und Lebenssituation im Alter selbst aktiv zu bestimmen. Denn selbst wenn umfassende Pflege einmal nötig werden sollte, ist dank ambulanter Pflegedienste das Heim nicht unbedingt die einzige Alternative.

Neue Wohnformen

Bereits heute gibt es in Städten und Gemeinden eine Reihe von alternativen Wohnformen, die den Wünschen der "neuen Alten" entsprechen. Neben den immer zahlreicher werdenden Angeboten von betreutem Wohnen bilden sich vielerorts Senioren-Wohngemeinschaften oder Projekte, wo Jung und Alt unter einem Dach zusammenleben und sich gegenseitig helfen, frei nach dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark und auch nicht einsam." Daraus entwickeln sich Gemeinschaften mit familienähnlichen Strukturen - Gemeinschaftsküche und -bad - oder auch abgeschlossene Wohneinheiten mit einem zentralen Gemeinschaftsraum, bei denen der Gedanke wechselseitiger Unterstützung im Vordergrund steht. Im Falle der Pflegebedürftigkeit einzelner WG-Mitglieder leisten ambulante Dienste von Wohlfahrtsverbänden oder Privatanbietern die nötige professionelle Hilfe. Deshalb ist auch nicht die Pflegebedürftigkeit das größte Problem der Senioren-Wohngemeinschaften, sondern der Mangel an bezahlbarem und geeignetem Wohnraum. Rat, Hilfe und Kontaktadressen finden Interessierte bei der Bundesvereinigung Forum für gemeinschaftliches Wohnen im Alter e.V. in Berlin (Telefon: 030-31016683, www.fgwa.de).

Neuralgischer Punkt: Badezimmer

Ein wichtiger Faktor für ein positives Lebensgefühl ist die selbstständige Körperpflege. Deshalb gilt es, einige wesentliche Punkte bei der Planung eines Bades für Senioren zu berücksichtigen. Vor allem muss der Raum so dimensioniert sein, dass er auch für Rollstuhlfahrer oder Benutzer von Gehhilfen genügend Platz bietet. Wichtig: Die Tür sollte sich immer nach außen öffnen lassen, damit eine gestürzte Person den Zugang nicht versperren kann und Hilfspersonen jederzeit eintreten können.

Badewanne oder Dusche sollten mit Haltegriffen ausgestattet werden, um ein müheloses Ein- und Aussteigen zu gewährleisten. Viele ältere Menschen bevorzugen ohnehin Duschkabinen, weil das Baden in der Wanne als zu mühsam empfunden wird. Eine innerhalb der Kabine angebrachte, ausklappbare Sitzgelegenheit bringt zusätzlichen Komfort.

Vorteilhaft sind Waschtische, die beispielsweise auch das Waschen der Haare im Sitzen ermöglichen. Der Fachhandel bietet dafür eine Reihe von höhenverstellbaren Waschtischen oder sogenannte elektrische Waschtischlifter an. Einhebel-Mischbatterien und Handbrausen erweisen sich im Seniorenbad zudem als überaus zweckmäßig. Erhöhte Toilettensitze werden von älteren Menschen als besonders angenehm empfunden. Durch den Einbau eines wandhängenden WCs lässt sich die Höhe individuell festlegen.

Sturzgefahr minimieren

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Sturzgefahr. Während jüngere Menschen oft mit einem blauen Fleck davonkommen, verletzen sich Ältere häufig ernsthaft. Besonders folgenschwer sind Brüche des Hüftgelenks, an deren Folgen viele ältere Patienten sogar sterben. An vielen Stürzen sind äußere Umstände - lockere Teppiche, schlechte Beleuchtung und vor allem rutschige Untergründe - maßgeblich beteiligt. Um beispielsweise emaillierte Badewannen, Duschtassen und mineralische Bodenbeläge - wie Fliesen, Naturstein oder Granit - trittsicher zu machen, bedarf es nicht unbedingt einer Komplettsanierung des Bades. Für glatte und nassglatte Flächen hat sich eine nachträgliche Anti-Rutsch-Behandlung bewährt. Dazu bietet der Fliesen- und Natursteinfachhandel spezielle Flüssigkeiten (http://www.supergrip.de) an, mit denen die Flächen satt eingestrichen werden. Durch eine chemische Reaktion verändert beispielsweise SuperGrip die Oberflächenstruktur im mikroskopischen Bereich, so dass Fliesen und Badezimmerkeramik dauerhaft und preisgünstig ihre Rutschgefahr verlieren.

Weitere Informationen: www.supergrip.de

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Senioren
  • Unfallprävention
  • Wohnen
  • Ältere Menschen (Zielgruppe)
verfasst am 20.01.2010