Inflation reißt Lücken in die Altersvorsorge
Frühstarter können mit niedrigen Sparbeiträgen den Zinseszinseffekt nutzen
(djd). Steigende Inflationszahlen, wie sie viele Banker und Volkswirte für die kommenden Jahre voraussagen, haben große Auswirkungen auf angesparte Rentenguthaben. So bewirkt eine jährliche Geldentwertung von drei Prozent, dass 1.000 Euro Ersparnis in 20 Jahren noch einen Gegenwert von 554 Euro besitzen, nach 30 Jahren sind es sogar nur noch 412 Euro.
Rentner von Kaufkraftverlust besonders betroffen
"Damit im Alter keine Versorgungslücke klafft, müssen Rentensparer den Kaufkraftverlust bereits bei der Planung ihrer Zusatzrente berücksichtigen", rät Marten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge in Köln sind Rentner vom Kaufkraftverlust sogar besonders betroffen: Denn sie fragen vor allem jene Dienstleistungen ab, die sich zuletzt überproportional verteuert haben. Der Untersuchung zufolge gibt ein Haushalt im Vergleich zu 1978 rund 31 Prozent mehr für Miete sowie sechs Prozent mehr für Bildung, Freizeit und Unterhaltung aus. Die Ausgaben für Gesundheit haben sich demnach in diesem Zeitraum um rund 30 Prozent verteuert. Dieser Trend wird sich nach Ansicht der Kölner Experten fortsetzen: Die Ausgaben für Freizeit und Unterhaltung beispielsweise dürften um jährlich vier Prozent steigen.
Aus niedrigen Raten wird eine stolze Summe
Wer den Gürtel im Alter nicht deutlich enger schnallen will, sollte also frühzeitig mit privater Vorsorge beginnen. Niedrige Sparbeiträge summieren sich mit der Zeit zu einem stolzen Kapitalstock, dieser verzinst sich von Jahr zu Jahr immer üppiger. Dieter Sprott, Rentenexperte bei den Ergo Direkt Versicherungen, verdeutlicht diesen Effekt an einem Rechenbeispiel: "Um bei unserer 'Zusatz-Rente' mit 60 Jahren auf eine Kapitalabfindung inklusive nicht garantierter Gewinne von 50.000 Euro zu kommen, müsste ein 25-Jähriger monatlich lediglich 55,98 Euro zurücklegen. Wer dagegen erst mit 45 Jahren anfängt, müsste monatlich schon 209,32 Euro sparen, um dieselben 50.000 Euro Abfindung zu erlangen." Alle Infos zu dieser Altersvorsorge: www.ergodirekt.de
Weitere Informationen: www.ergodirekt.de
Fakten in Kürze
Die Rentner und der FiskusAuch der Fiskus nagt an der Rente, jedes Jahr werden immer mehr Ruheständler steuerabgabepflichtig. Seit 2005 ist mindestens die Hälfte der gesetzlichen Rente steuerpflichtig. Mit jedem Jahr steigt dieser Anteil. Wer 2010 Rentner wird, für den sind 60 Prozent seiner Rente steuerpflichtig, für Neurentner im Jahr 2040 werden es 100 Prozent sein. Ob eine Steuererklärung abzugeben ist oder nicht, entscheidet die Höhe der jährlichen steuerpflichtigen Einkünfte. Die Grenze liegt für 2009 bei 7.834 Euro für Alleinstehende und 15.668 Euro für Ehepaare.
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