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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

"Böckinger Feldg'schrei" verspeisen?

Kulinarische Entdeckungsreisen durch baden-württembergische Weinlandschaften
Bei Weinfesten kann man baden-württembergische Lebensart, vorzügliche heimische Tröpfle und viele landestypische Spezialitäten genießen. Foto: djd/Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand e.V.

Bei Weinfesten kann man baden-württembergische Lebensart, vorzügliche heimische Tröpfle und viele landestypische Spezialitäten genießen. Foto: djd/Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand e.V.

(djd). Wo Wein wächst, gedeiht auch die Kulinarik. In den Weinlandschaften zwischen Kraichgau und Stromberg (http://www.kraichgau-stromberg.de), Neckartal (http://www.HeilbronnerLand.de) und Hohenlohe (http://www.hohenlohe.de) etwa locken nicht nur Trollinger, Lemberger, Grauburgunder, Riesling, Silvaner und andere edle Tropfen. Auch regionale Spezialitäten, zu denen heimische Weine besonders gut munden, laden zu Genießerreisen durch die baden-württembergischen Anbaugebiete ein. Vorausgesetzt, man versteht als Tourist, was es da eigentlich zu essen gibt.

Rotwein mit Geschrei?

Während die berühmten Spätzle fast jedem ein Begriff sind, klingen die Dialektnamen vieler Gerichte rätselhaft. Was sind zum Beispiel "Herrgottsb'scheißerle"? Und "Trollinger-Lemberger mit Böckinger Feldg'schrei" - das bedeutet hoffentlich nicht, dass beim Servieren oder Trinken des leckeren halbtrockenen Rotweins martialisches Gebrüll ertönen muss? Keineswegs: Hinter der fantasievollen Bezeichnung verbirgt sich ein auch als "Gaisburger Marsch" bekannter schwäbischer Eintopf mit Rindfleisch, Kartoffeln und Spätzle, der in Deutschlands Rotweinregion Nummer eins, dem HeilbronnerLand, "Böckinger Feldg'schrei" heißt.

Listige und exquisite Genüsse

Die "Herrgottsb'scheißerle" dürften viele als Maultaschen kennen. Der Legende nach wurden die würzigen Teigtaschen im Kloster Maulbronn erfunden: Da in Klöstern während der Fastenzeit kein Fleisch erlaubt ist, soll ein listiger Koch den verbotenen Genuss als Kräuter-Teigfüllung in einem Nudelteig versteckt haben. Daher auch der volkstümliche Name "Herrgottsb'scheißerle".

Auf Anhieb verständlich sind dagegen landestypische Delikatessen wie der Spargel, zu dessen Hochburgen das an der deutschen Spargelstraße gelegene Bruchsal gehört. Ein fruchtiger Weißwein passt hervorragend zum König der Gemüse. Auch als Krönung exquisiter Tafelfreuden aus der Genießerregion Hohenlohe empfehlen Kenner heimische Weißweine: Zum mit Kräutern gratinierten Milchferkelrücken ist Riesling oder Silvaner ideal, die feine Säure des Grauburgunders harmoniert wunderbar mit Zanderfilet auf Blattspinat.

Weitere Informationen: www.heilbronnerland.de, www.kraichgau-stromberg.de, www.hohenlohe.de

Fakten in Kürze

Ein Muss für Genießer

... sind die Besenwirtschaften und Weinfeste im Ländle. Dort kann man Baden-Württemberger Lebensart, vorzügliche Weine aus regionalem Anbau und viele landestypische Spezialitäten genießen. Für die zertifizierten Weinfeste und Besenwirtschaften sind Qualität und Vielfalt sogar garantiert.

Mehr über Weinfeste, "Besen" und spezielle gastronomische Schlemmerangebote finden Interessierte im WeinErlebnisPlaner und anderen Broschüren der drei Touristikgemeinschaften und im Internet:

- http://www.kraichgau-stromberg.de
- http://www.HeilbronnerLand.de
- http://www.hohenlohe.de

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verfasst am 25.03.2010