Mit Vorsorge Erblindungen vermeiden
Am 13. Oktober 2011 ist der "Tag der Sehkraft"
(djd). Der weltweite "Tag der Sehkraft" wurde 1998 ins Leben gerufen. Am jeweils zweiten Donnerstag im Oktober geht es speziell um die Verhinderung vermeidbarer Fälle von Erblindung. Ein Beispiel dafür ist das Glaukom, auch Grüner Star genannt. Rund eine Million Deutsche leiden daran. Etwa jedem zehnten Betroffenen droht mit zunehmendem Alter die Erblindung. Dr. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde aus Potsdam, erläutert, warum die Gefahr so oft nicht erkannt oder unterschätzt wird: "Bei den Betroffenen gibt es kein Frühwarnsystem."
Ab 40 zur Glaukom-Vorsorge
Die Schädigung der Netzhaut beziehungsweise der Sehnervenfasern beginnt nach den Worten von Dr. Rasch in Bereichen, die vom Sehzentrum etwas entfernt sind. Zudem sei der Gesichtsfeldausfall nicht gleich vollständig, sondern beginne allmählich. Umso wichtiger sei deshalb eine Früherkennung, denn praktisch jeder jenseits der 40 sei ein potenzieller Patient. Ab diesem Lebensalter sollte man deshalb einmal pro Jahr die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung - also eine Messung des Augeninnendrucks - beim Augenarzt vornehmen lassen. Wird ein Glaukom früh erkannt, lässt es sich heute mit modernen Mitteln sehr gut behandeln: in der Regel durch eine Augendruckabsenkung mit Augentropfen. Zu einer Glaukom-Operation, so Dr. Rasch, werde in der Regel erst dann geraten, wenn sich mit Tropfen der Augeninnendruck nicht ausreichend senken lasse.
Vorsorge wird von den Kassen nicht übernommen
Die Glaukom-Vorsorge wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Mit einer privaten Augenzusatzversicherung kann man sich solche Vorsorgeleistungen aber ganz oder teilweise ersetzen lassen. "Eine solche Zusatzversicherung sollte Leistungen für augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen enthalten, aber auch Leistungen für Sehhilfen", erklärt Kathrin Sorger von den Ergo Direkt Versicherungen. "Außerdem sollte die Zusatzversicherung eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation unterstützen und bei unfallbedingter Erblindung einspringen." Beim Fürther Direktversicherer gibt es Augenversicherungen ohne Wartezeit und Gesundheitsprüfung.
Weitere Informationen: www.ergodirekt.de
Fakten in Kürze
Veranlagung kann vererbt werdenNach den Worten von Dr. Volker Rasch entsteht ein Glaukom aus einem Missverhältnis des Augeninnendrucks zum Blutdruck: "Durch einen relativ erhöhten Augeninnendruck verschlechtert sich die Durchblutung des Sehnervs, seine Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen wird gestört." Die Sehnerven- und Netzhautfasern seien quasi unterernährt. Die Veranlagung für ein Glaukom kann im übrigen vererbt werden - vor allem über die Mütter. Falls ein Glaukom bei ihr bekannt ist, ist eine frühzeitige Vorsorgeuntersuchung besonders zu empfehlen.
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