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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Glamourös, sportlich und verspielt

Bademode 2010 - viel Abwechslung und raffinierte Details
Ökologische Bademode ist auf dem Vormarsch. Foto: djd/Adolf Riedl

Ökologische Bademode ist auf dem Vormarsch. Foto: djd/Adolf Riedl

Von unserer dtd-Korrespondentin Beate Fuchs

(dtd). Vor über 70 Jahren sorgte er für Empörung und wurde heftig bekämpft, heute ist er aus der Bademode nicht mehr wegzudenken: der Bikini. Doch Jahr für Jahr bedeutet der Bikinikauf auch eine neue Herausforderung für die Frauen. Meist müssen erst unliebsame Pfunde schwinden, bevor man sich im neuen Zweiteiler zeigt. Inzwischen gibt es glücklicherweise so viele verschiedene Formen bei Hose und Oberteil, dass sich für jede Figur die optimale Hülle findet. Auch in dieser Saison wird "frau“ bestimmt fündig werden, - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein einheitlicher Trend lässt sich bei der diesjährigen Bademode allerdings nicht feststellen.

Retro-Look

Neu ist der elegante Retro-Look, der wohl eine Hommage an die Anfangszeiten des Bikinis darstellt. Die ehemaligen 50er Jahre leben hier noch mal richtig auf. Angesagt sind glamouröse Bikinis mit breitem Bund und über die Taille gehenden Hosen. Edel wirken goldfarbene Applikationen und Stickereien. Auch sportliche Formen und Neckholder- Bikinis in warmen Natur- und Brauntönen liegen voll im Trend. Geschmückt werden sie oft mit kleinen Ringen, Gürtelschnallen oder Strasssteinen.

Asymmetrische Badeanzüge und auffallende Monokinis

In den vergangen Jahren wurde er oft totgesagt, doch inzwischen ist er wieder zurück: Der Einteiler. Darüber werden sich bestimmt viele Frauen freuen, die sich im Bikini unwohl fühlen. Asymmetrische Schnitte und grafische Muster sorgen beim Badeanzug dafür, dass auf ganz modische Art und Weise einige Pölsterchen kaschiert werden. Aufregend sind die neuen Cut-out-Badeanzüge, die tiefe Einblicke gewähren und oft hohe Beinausschnitte haben.

Auf dem Vormarsch ist der Monokini, bei dem Oberteil und Höschen raffiniert miteinander verbunden werden. Interessante Applikationen und ein asymmetrisches Design sorgen dafür, dass der Monokini bestimmt zum "Hingucker“ wird. Allerdings sollte die Trägerin bei diesem auffallenden Trend schon über die passende Figur verfügen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren finden sich in der Bademode auch weiterhin Tankinis, die vor allem bei etwas Frauen mit weiblichen Rundungen beliebt sind. Ein kleiner Bauch lässt sich damit nämlich gut verstecken.

Knallige Farben und exotische Muster

Farblich ist in dieser Saison alles möglich: Ob puristisch in Schwarz und Weiß oder fröhlich in Knallfarben wie Pink, Orange und Gelb. Weitere Trendfarben 2010 sind ein kräftiges Grün, Mittelbraun, Lila und viele Blautöne. Wem Schwarz und Weiß allein zu langweilig ist, der greift zu gelben Accessoires. Auch die Muster zeigen eine große Vielfalt. Angesagt sind niedliche Tupfenprints, sportliche Streifen, auffallende grafische und exotische florale Muster. Weitere Trendthemen sind Bademode in Jeans-Optik oder im Ethno-Look.

Da man ja nicht nur im Wasser eine gute Figur machen will, sondern auch beim Promenieren am Strand zeigen will, dass man modisch in ist, ist das "Obendrüber“ ebenfalls wichtig. Long-Shirts mit farbenfrohen Prints, die perfekt zum Bikini oder Einteiler passen, längere Kleider im Hippie-Look, Tuniken, raffiniert geschlungene Pareos oder lässig-sportliche Shorts zählen zu den Must-Haves in diesem Sommer. Ein passender Sonnenhut ist modisches Accessoires und Sonnenschutz zugleich.

Männer zeigen Haut

Männer zeigen in diesem Sommer mehr Haut, die Badehosen werden wieder knapper. Besonders angesagt sind elegante schmale Shorts. Doch auch die schon bekannten Surfershorts der 80er Jahre feiern ein Comeback. Häufig sieht man sie mit großflächigen Blumenmustern. Wer es etwas dezenter mag, wählt die altbekannten, aber dennoch modischen Steifen und Karomuster. Auch klassisch maritim in Blau und Weiß bleibt aktuell. Der modebewusste Mann greift in dieser Saison allerdings eher zu knalligen Farben.

Umweltfreundliche Bademode

Schicke Bikinis aus der Plastikflasche

(dtd). Schnitte und Farben der Badebekleidung variieren von Jahr zu Jahr. Doch auch bei den Materialien hat sich einiges getan. Wer nahtlos bräunen will und dennoch "angezogen“ sein will, greift zu Solar Bademoden. Das Gewebe dieser Bikinis und Badehosen besteht aus tausenden, winzigen Poren, die wie eine Schutzcreme etwa die Hälfte des Sonnenlichts ausfiltern. Der Lichtschutz entspricht etwa einem Faktor von vier bis acht. Auf dem Vormarsch sind inzwischen auch umweltfreundliche Bademoden wie etwa die Kollektion „Greenbay“ des Labels Olympia. Die Beachwear wird aus einem Garn hergestellt, das aus recycelten PET-Flaschen gesponnen wird.

Die Qualität der Bikinis, Badeanzüge, Shorts, T-Shirts und Hosen muss sich nicht verstecken. Die Faser ist besonders dünn und weich. Sie nimmt Farben sehr gut auf und hat eine große Brillanz und Farbkraft. Das fröhliche Dessin der Kollektionen zeigt, dass ökologische Mode nicht langweilig sein muss.

Auch Shorts aus Bambusfaserviskose gehören zu der neuen Produktlinie. Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen und regeneriert sich sofort nach der Ernte, ohne weiteres Zutun. Es ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar und belastet den Boden kaum. Besonders toll an der Bademode: Der Stoff ist UV-absorbierend, so dass die für die Haut gefährliche UV-Strahlung kaum durchkommt. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Tragekomfort. Die Bermudashorts sind feuchtigkeitsabsorbierend, atmungsaktiv und auf natürliche Weise antibakteriell. Schweiß- und Geruchsbildung werden so vermieden.

(Bilder 1 und 2)

Fakten in Kürze

Modische Links

Modeportale:
http://www.bademode.net
http://www.fashion-base.de
http://www.fashion.de
http://www.woman-modetrend.de
http://www.fashion-guy.de

Bücher zur Geschichte der Bademoden:
Timm, Werner: Vom Badehemd zum Bikini, Verlag: Husum, 1999
Berger, Beate: Bikini. Eine Enthüllungsgeschichte, Mareverlag, 2004
verfasst am 17.03.2010