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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Andere Länder, andere Regeln

Vor der Fahrt in den Urlaub sollte man sich gründlich informieren
Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste dürfen auf keiner Auslandsreise fehlen. Foto: djd/Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste dürfen auf keiner Auslandsreise fehlen. Foto: djd/Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

(djd). Europa wächst zusammen. Spätestens an den Grenzen, die man heute fast überall ohne Schlagbaum und ohne Passkontrolle überqueren kann, ist dies unübersehbar. Dennoch gibt es auch heute noch eine ganze Reihe von unterschiedlichen Regeln, die Autofahrer bei Reisen ins benachbarte europäische Ausland berücksichtigen müssen.

Das Auto vor Reiseantritt checken

Warndreieck und Verbandskasten gehören unbedingt in den Kofferraum. Vor der Reise sollte man das Verfallsdatum des Erste-Hilfe-Sets kontrollieren und es gegebenenfalls ersetzen - sonst können Bußgelder drohen. Auch eine Warnweste ist unverzichtbar. In etlichen Ländern ist sie sogar Pflicht, für mehr Sicherheit bei einer Panne sorgt sie auf jeden Fall. Das Mitführen eines Feuerlöschers ist beispielsweise in Bulgarien, Griechenland, Lettland, Litauen und der Türkei zwingend vorgeschrieben, ein Set mit Ersatzlampen muss in Spanien, in den meisten Balkanländern und Russland mit an Bord sein. Vor Reiseantritt empfiehlt sich auf jeden Fall ein Urlaubs-Check im Kfz-Meisterbetrieb. Die Profis kontrollieren Reifenprofil, Bremsbeläge, Beleuchtungsanlage und Flüssigkeitsstände und überprüfen auch die Ausrüstung. Unter www.kfz-gewerbe.de gibt es viele Adressen sowie weitere Tipps und Informationen.

Ohne Vignette kann es teuer werden

In Italien, Bulgarien und den meisten anderen Balkanländern, auf dem Baltikum und in Skandinavien muss das Fahrzeuglicht auch am Tag eingeschaltet sein. Informieren sollte man sich zudem rechtzeitig über Mautpflichten, denn in vielen Ländern ist das Befahren der Autobahnen kostenpflichtig. Einige Länder kassieren direkt an der mautpflichtigen Strecke. In Österreich und der Schweiz, Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei, Rumänien und Bulgarien besteht dagegen eine Vignettenpflicht, die Vignette muss also im Vorfeld besorgt werden. Wer ohne erwischt wird, zahlt teilweise saftige Bußgelder.

Zum Teil deutlich teurere Strafen als in Deutschland drohen auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen im Ausland. Da die Geschwindigkeitsbegrenzungen von Land zu Land unterschiedlich sind, sollte man sich vorher genau informieren oder auf die Beschilderungen achten, die in der Regel an jeder Grenze zu finden sind. Größte Vorsicht ist generell beim Genuss alkoholhaltiger Getränke geboten. In Tschechien, der Slowakei, Rumänien und Estland gilt sogar ein striktes Alkoholverbot am Steuer, in einigen anderen Ländern liegt die Promillegrenze mit 0,2 deutlich niedriger als in Deutschland.

Weitere Informationen: www.kfzgewerbe.de

Fakten in Kürze

Das gehört in den Kofferraum

Ein Erste-Hilfe-Set mit nicht abgelaufenem Verfallsdatum ist in allen europäischen Ländern Pflicht, das gilt auch für das Warndreieck. Manche Länder schreiben sogar zwei Warndreiecke vor. Eine Warnweste darf ebenfalls nicht fehlen. Auch die grüne Versicherungskarte, für den Fall der Fälle einen mehrsprachigen Unfallbericht - ihn gibt es bei den meisten Kfz-Versicherern - und eine Kamera zur Dokumentation eines Unfalls sind sinnvoll. Ein Ersatzlampenset aus dem Kfz-Meisterbetrieb erspart die mühsame Suche, auch ein Feuerlöscher sollte zur Grundausstattung im Auto gehören.

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verfasst am 04.02.2011