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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Wenn der Körper sich selbst zerstört

Hashimoto Thyreoiditis: Immunsystem greift Schilddrüsengewebe an
Hormonelle Veränderungen, wie die Wechseljahre, begünstigen das Auftreten von Hashimoto Thyreoiditis. Foto: djd/Cefasel

Hormonelle Veränderungen, wie die Wechseljahre, begünstigen das Auftreten von Hashimoto Thyreoiditis. Foto: djd/Cefasel

(djd). Autoimmunerkrankungen sind durch eine falsche Programmierung des menschlichen Abwehrsystems gekennzeichnet. Sie können jedes Organ betreffen. Die häufigste Autoimmunkrankheit der Schilddrüse ist Hashimoto Thyreoiditis. Unter der genetisch bedingten Schilddrüsenentzündung leiden deutlich mehr Frauen als Männer. Im Verlauf der Erkrankung ist das Gewebe der Schilddrüse chronisch entzündet - unter Umständen längere Zeit sogar unbemerkt. Der Körper bildet aus unbekannter Ursache Antikörper gegen ein Schilddrüsenenzym und treibt die Zerstörung der Schilddrüsenzellen voran. Als Folge wird das Gewebe zerstört und die Hormonproduktion reduziert, was zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führt.

Zerstörung der Schilddrüse

Am Ende des chronischen Entzündungsprozesses kann es zu einer kompletten Zerstörung der Schilddrüsenzellen kommen. Damit kommt die Produktion von Schilddrüsenhormonen zum Erliegen, die dann medikamentös ersetzt werden müssen. Ob die Krankheit auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter www.selen-info.de gibt es weitere Informationen. Veränderungen der Sexualhormone nach einer Geburt, in der Pubertät und nicht zuletzt in den Wechseljahren können zu einem Ausbruch führen. Darüber hinaus werden Virusinfektionen, starker Stress, immunstimulierende Medikamente oder die längerfristige Einnahme von hochdosiertem Jod als Auslöser diskutiert. Auch ein Mangel an Selen kann das Auftreten der Erkrankung begünstigen.

Ursächliche Behandlung

Durch Selen können die entzündlichen Veränderungen der Schilddrüse positiv beeinflusst werden. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge erweist sich der möglichst frühzeitige Einsatz des Mikrospurenelements als vielversprechend. Untersuchungen der Universität München zeigen, dass die Entzündungsaktivität durch die kontinuierliche tägliche Einnahme von Selen in Form von Natriumselenit, wie beispielsweise in Cefasel 200 nutri, gesenkt werden kann. Neben der klassischen Therapie mit Schilddrüsenhormonen wird damit nach Ansicht von Experten auch eine ursächliche Behandlung der Hashimoto Thyreoiditis möglich.

Weitere Informationen: www.cefak.com, www.selen-info.de

Fakten in Kürze

Schilddrüse und Jod

Schilddrüsenerkrankungen können auf unterschiedliche Weise entstehen. So ist Jodmangel eine der Ursachen für die Bildung eines Kropfs. Durch den Einsatz von jodiertem Salz ist das Auftreten der Jodmangelstruma deutlich zurückgegangen. Patienten mit Hashimoto Thyreoiditis sollten jedoch auf die Zufuhr von Jod in Form von Salz oder Tabletten verzichten, da Jod den Autoimmunprozess verstärkt. Schwangerschaft und Stillzeit bilden allerdings eine Ausnahme, denn die kindliche Schilddrüse sollte ausreichend mit Jod versorgt sein, damit kein frühkindlicher Kropf entsteht.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Arzneimittel
  • Gesundheit
  • Therapie
verfasst am 21.06.2011