Mehr Power für die Abwehr
Anwendungsbeobachtung: Selen steigert Lebensqualität bei einer Krebstherapie
(djd). Angst, Unsicherheit, Ohnmacht - kaum eine andere Krankheitsdiagnose geht mit so vielen Emotionen einher wie Krebs. Zwar stehen moderne Methoden zur Behandlung der lebensbedrohlichen Erkrankung zur Verfügung, doch eine Fülle von damit verbundenen Nebenwirkungen erschwert häufig den Alltag der Patienten. Bestrahlung und Chemotherapie greifen in das Immunsystem ein und schwächen den Organismus. Vor allem die chemische Behandlung zieht ungewünschte Wirkungen nach sich, weil Zytostatika nicht nur die Krebszellen angreifen, sondern auch gesundes Gewebe schädigen. Eine gesteigerte Infektanfälligkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen lassen schon einfachste Tätigkeiten zur Anstrengung werden. Depressionen, Erschöpfung, Müdigkeit und Appetitlosigkeit sorgen dafür, dass sich Betroffene oft immer mehr zurückziehen und kaum noch am sozialen Leben teilnehmen.
Lebensqualität steigern
Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Eine aktuelle deutsche Anwendungsbeobachtung gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die Lebensqualität von Krebspatienten während der Therapie deutlich steigern lässt. Und zwar mit Selen. Denn wie Studien belegen, gehen Tumorerkrankungen häufig mit verminderten Selenwerten einher. In der jüngsten Untersuchung wurden die teilnehmenden Krebspatienten zur Verbesserung der Immunkompetenz im Rahmen der Tumornachsorge oder zur Begleitung der Therapie über durchschnittlich 15 Wochen mit 200 bis 300 Mikrogramm Selen in Form von schnell verfügbarem Natriumselenit, wie etwa in Cefasel nutri (in Apotheken erhältlich), behandelt. Wie die Ergebnisse zeigen, konnten die Selenwerte der Patienten damit erfolgreich erhöht werden. Gleichzeitig waren deutlich weniger Patienten von therapiebegleitenden Nebenwirkungen betroffen. Das Auftreten von Schleimhautentzündungen, Hautreaktionen und Erbrechen ging um nahezu die Hälfte zurück. Durchfälle traten bei den beobachteten Teilnehmern um gut 40 Prozent seltener auf. Die Infektanfälligkeit ging um knapp 30 Prozent und Depressionen um 25 Prozent zurück. Auch die Intensität der Nebenwirkungen konnte reduziert werden - im Schnitt sogar um mehr als 50 Prozent. Damit besserten sich die Lebensqualität sowie der körperliche und geistige Gesundheitszustand der Studienteilnehmer deutlich.
Die Anwendungsbeobachtung im Detail
Von Juli 2009 bis Mai 2010 wurde die Behandlung von knapp 700 ambulanten Krebspatienten bei rund 240 Ärzten in Deutschland dokumentiert. Zwei Drittel der Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 75 Jahren waren Frauen. Die meisten von ihnen (rund 70 Prozent) hatten Brustkrebs, die übrigen Darmkrebs, gynäkologische oder andere Tumoren. Ein Großteil der Männer (rund 40 Prozent) war an Prostatakrebs erkrankt, gefolgt von Darm- oder Lungenkrebs. Zu Beginn der Untersuchung wiesen mehr als ein Drittel aller Studienteilnehmer Selenwerte unterhalb eines zuvor definierten Normbereichs auf. Ein Wert oberhalb der Normgrenze konnte nicht einmal bei einem Prozent der Patienten festgestellt werden. Am Ende des Beobachtungszeitraums wurden keine Werte mehr unterhalb des Normbereichs ermittelt.
Aktiv gegen den Krebs
Mit einem angemessenen Verhalten können Krebspatienten selbst viel tun, um ihre Lebensqualität zu steigern. So trägt eine ausgewogene Vollwertkost mit viel Obst und Gemüse, die alle wichtigen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthält, maßgeblich dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Ganz wichtig ist körperliche Aktivität, denn sportliche Betätigung stärkt das Herz-Kreislauf-System und die Abwehrkräfte und baut zugleich Ängste, Stress und niedergeschlagene Stimmungen ab. Kreative Tätigkeiten wie Tanzen, Malen oder Basteln bieten Ablenkung und Entspannung und fördern zugleich die Konzentration und das seelische Gleichgewicht. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann hilfreich sein. Selbsthilfegruppen bieten breite Unterstützung. Gemeinsame Unternehmungen lassen die Erkrankung in den Hintergrund treten und können eine positive Lebenseinstellung wecken. Regelmäßige Entspannungsübungen - Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung - helfen beim Abbau von Ängsten, führen zu einer höheren Ausgeglichenheit und fördern die körperliche und seelische Stabilität.
Mehr Krebserkrankungen zu erwarten
Krebs ist eine unberechenbare Krankheit. Nach den Zahlen der Deutschen Krebshilfe erkranken jedes Jahr 450.000 Menschen in Deutschland neu daran - rund 216.000 Menschen sterben jährlich an ihrer Tumorerkrankung. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebskrankheiten bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen wird. Der Grund: Die Menschen werden immer älter und Krebs ist eine Erkrankung, von der insbesondere ältere Menschen betroffen sind. Schon jetzt gilt der zumeist bei älteren Männern (ab 69 Jahre) auftretende Prostatakrebs mit rund 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr als die häufigste Krebsart beim Mann. Frauen sind durch Brustkrebs gefährdet - jährlich treten rund 60.000 neue Erkrankungen auf. 40 Prozent der betroffenen Frauen sind jünger als 60 Jahre.
Unverzichtbarer Radikalfänger
Selen kommt in allen menschlichen Körperzellen vor und ist zentraler Bestandteil vieler Enzyme, die für verschiedene Stoffwechselvorgänge verantwortlich sind. Das Mikrospurenelement schützt vor Zellschädigungen, unterstützt die optimale Funktion des Immunsystems und steigert die Aktivität der natürlichen Killerzellen. Fehlt Selen, ist die antioxidative Abwehr beeinträchtigt. Freie Radikale, die während der Tumorbehandlung verstärkt gebildet werden, können gesunde Zellen schädigen und die Immunabwehr herabsetzen. Mehr Infos: www.selen-info.de.
Darüber hinaus geht eine gute Selenversorgung mit einem geringeren Krebsrisiko einher. Bei einem Selenmangel kann das Krebsrisiko sogar um das Zwei- bis Sechsfache steigen. Experten empfehlen deshalb Menschen zur Krebsprävention die Einnahme von täglich bis zu 200 Mikrogramm Selen in Form von sofort verfügbarem Natriumselenit.
Weitere Informationen: www.selen-info.de
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