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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Der Turbo fürs Immunsystem

Neue Studie: Selen kann Krebstherapie erträglicher machen
Nicht nur nasskaltes Winterwetter stellt die Abwehrkräfte auf die Probe. Auch Krebstherapien können das Immunsystem massiv schwächen. Foto: djd/Cefak

Nicht nur nasskaltes Winterwetter stellt die Abwehrkräfte auf die Probe. Auch Krebstherapien können das Immunsystem massiv schwächen. Foto: djd/Cefak

(djd). Wer gesund durch die Erkältungssaison kommen will, braucht eine intakte Immunabwehr. Allerdings können die körpereigenen Abwehrkräfte mehr, als nur Viren oder Bakterien in Schach zu halten. Bestimmte Zellen des Immunsystems sind sogar in der Lage, Krebszellen zu erkennen und zu vernichten. Diese natürlichen "Killerzellen" arbeiten jedoch nur optimal, wenn Spurenelemente wie beispielsweise Selen in ausreichender Menge vorhanden sind. Einer neuen Studie zufolge ist das Mikrospurenelement nicht nur für die Vorbeugung von Bedeutung, sondern kann auch während der Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Niedrige Selenspiegel bei Krebs

Im Vergleich zu gesunden Personen weisen Krebspatienten häufig verminderte Selenspiegel auf. Dies kann ernährungsbedingt sein, aber auch durch die Krankheit oder die Therapie hervorgerufen werden. Während der Tumorbehandlung, die mit einer Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie einhergeht, kann es zur verstärkten Bildung freier Radikaler kommen. Zugleich werden die Selenspiegel reduziert. Dies verringert die antioxidative Abwehr, verstärkt die Schädigung gesunder Zellen und setzt die Immunabwehr herab. Nebenwirkungen werden ebenfalls begünstigt.

Selen kann Lebensqualität von Krebspatienten steigern

Eine bundesweite Anwendungsbeobachtung bei 680 Krebspatienten belegt, dass die tägliche Gabe von circa 200 Mikrogramm Selen als Natriumselenit, wie es beispielsweise in Cefasel 200 nutri enthalten ist, unerwünschte Begleiterscheinungen der Chemo- oder Strahlentherapie reduzieren kann. Damit lassen sich Lebensqualität und Gesundheitszustand der Betroffenen merklich verbessern. Durch die Erhöhung der Selenspiegel ging die Infektanfälligkeit um rund 30 Prozent zurück. Das Auftreten von Übelkeit konnte um knapp 40 Prozent reduziert werden, Erbrechen sogar um nahezu 50 Prozent. Die Ausprägung der insgesamt zwölf kontrollierten Symptome nahm während der Behandlung mit Selen um mehr als die Hälfte ab.

Weitere Informationen: www.cefak.com

Fakten in Kürze

Selen ist nicht gleich Selen

Selen ist ein wichtiger Bestandteil aller selenabhängigen Proteine, die im Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle spielen (Informationen unter http://www.selen-info.de). Dabei ist Selen nicht gleich Selen. Um negativen Effekten beispielsweise bei einer Krebstherapie entgegenzuwirken, ist anorganisch gebundenes Selen wie Natriumselenit, das in seiner Dosierung den Behandlungsphasen angepasst wird, optimal geeignet. Natriumselenit wird vom Körper wesentlich schneller und effektiver verwertet und ist somit für den Körper besser geeignet als organisch gebundenes Selen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Gesundheit
  • Krebs
  • Mineralstoffe
  • Therapie
verfasst am 01.10.2010