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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Bewegung für gesunde Venen

Frauen ab den Wechseljahren stärker gefährdet
Viel Bewegung ist maßgeblich für die Venengesundheit. Foto: djd/Gynokadin

Viel Bewegung ist maßgeblich für die Venengesundheit. Foto: djd/Gynokadin

(djd). Walken, radeln, wandern - sobald die Tage wärmer werden, geht es endlich wieder raus. Die Aktivität im Freien tut nicht nur der Seele gut, sie trägt auch maßgeblich zur Venengesundheit bei. Kaum etwas ist einer gesunden Venentätigkeit so abträglich wie langes Sitzen - das gilt fürs Büro wie für die Couch. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft Venen e. V. sind rund 20 Millionen Deutsche von Venenproblemen betroffen. Ein unbeweglicher Lebensstil gilt dafür als eine der maßgeblichen Ursachen.

Frauen ab dem Wechsel gefährdet

Des Weiteren tragen - neben Rauchen, welches die Gefäße verengt - auch Übergewicht sowie genetische und hormonelle Einflüsse zu Venenschwäche bei. Dies kann in der Folge zu Besenreisern, Ödemen und Krampfadern führen. Daraus ergibt sich nicht nur ein ästhetisches Problem, denn neben Schmerzen, Juckreiz und heißen Beinen müssen Betroffene - deutlich mehr Frauen als Männer - bei fortschreitender Erkrankung mit Thrombosen rechnen. Sollte sich ein Gerinnsel lösen, können lebensbedrohliche Akutsituationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolien entstehen. Vor allem Frauen ab den Wechseljahren sind gefährdet. Da körpereigene Estrogene die Gefäße in jüngeren Jahren schützen, steigt bei sinkenden Hormonspiegeln das Risiko für Gefäßveränderungen.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Nicht zuletzt deshalb sollten Frauen, die ihren Wechseljahresbeschwerden mit einer Hormontherapie begegnen möchten, auf Nummer sicher gehen. Bei der Behandlung sind die Dosierung und die Art der Estrogenzufuhr entscheidend. "Estrogene, die über die Haut angewendet werden, weisen deutliche Vorteile gegenüber Tabletten auf, da diese über Leber und Blutkreislauf die Gerinnungssysteme aktivieren", betont Professor Dr. Alfred Mueck aus Tübingen. Im Vergleich ist das Risiko für venöse Thromboembolien bei Tabletten um rund das Vierfache höher, wie die französische Fall-Kontroll-Studie ESTHER ausweist: Mit Gelformen wie beispielsweise Gynokadin Dosiergel lässt sich am einfachsten die niedrigste wirksame Dosis verabreichen, so dass sich das Gefäßrisiko nicht erhöht.

Fakten in Kürze

Das tut den Venen gut

- Bewegung wie Radfahren, Wandern, Schwimmen
- statt Stehen und Sitzen öfters umhergehen, Zehenstände machen
- unnötige Pfunde abspecken
- pro Tag zwei bis drei Liter trinken
- ballaststoffreich ernähren
- keine schweren Lasten tragen
- enge Kleidung vermeiden
- flache, bequeme Schuhe tragen
- beim Sitzen die Unterseite der Oberschenkel wenig belasten, Füße flach aufstellen
- kein Nikotin, Alkohol nur in Maßen
- Beine öfter kalt abduschen
- Beine auch tagsüber mal hochlegen
(Quelle: Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e. V.)

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Arzneimittel
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  • Therapie
verfasst am 29.10.2010