Schonung ist der falsche Weg
Arthrose - aktiv bleiben für mehr Beweglichkeit
(djd). Was könnte schöner sein, als bei sommerlichen Temperaturen zu joggen oder eine Runde Golf zu spielen? Wenn die Sonne scheint, zieht es alle Menschen hinaus. Fast - denn Patienten, die unter Arthrose leiden, ist häufig nicht nach Bewegung zumute. Vor allem die unangenehmen Anlaufbeschwerden morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen sorgen dafür, dass Betroffene körperliche Aktivität oft vermeiden. Doch Schonung ist keine Lösung. Bewegung wird empfohlen, um der Krankheit keinen Vorschub zu leisten und möglichst lange die Beweglichkeit zu erhalten.
Keine abrupten Stopps
Die Wahl sollte auf eine moderate Sportart fallen, die die Gelenke schonend unterstützt, mobilisiert und die Muskeln kräftigt. Gemeinsam mit dem Arzt sollten Betroffene nach einer individuell passenden Bewegungsform suchen. Als besonders schonend gelten Schwimmen, gezielte Gymnastikübungen oder Aquajogging. Bewegungsübungen wie Tai-Chi oder Yoga haben sich ebenfalls bewährt. Zur Bewegung in der Natur sind vor allem Radfahren und Nordic Walking geeignet. Unter www.stark-gegen-schmerz.de gibt es weitere Informationen und Tipps zur richtigen Bewegung, im Alltag wie beim Sport. Von Sportarten wie Tennis oder Squash, bei denen Stopps aus voller Bewegung nötig sind, wird ebenso abgeraten wie von Joggen auf hartem Untergrund.
Geringeres Risiko für Magenprobleme
Ohne Schmerzmittel ist jedoch selbst ein moderates Bewegungstraining oft nicht möglich. "Gegen Gelenkschmerzen, die häufig durch Entzündungen hervorgerufen werden, wirken am besten Schmerzmittel, die gleichzeitig auch die Entzündung bekämpfen", erklärt Professor Dr. Bernd Simon und verweist neben den klassischen Wirkstoffen zum Beispiel auch auf vergleichbare Medikamente aus der neueren Wirkstoffgeneration der COX-2-Hemmer. Diese wirken nach den Ausführungen des ehemaligen ärztlichen Direktors am Kreiskrankenhaus Schwetzingen meist schnell und verursachen in der Regel weniger Magenprobleme. Die Medikamente sollten eingenommen werden, solange die Schmerzen andauern. Bei nachlassenden Beschwerden kann die Dosis reduziert werden.
Weitere Informationen: www.stark-gegen-schmerz.de
Fakten in Kürze
Keine AlterserscheinungArthrose zählt zu den degenerativen Gelenkerkrankungen. Hierbei handelt es sich um eine Schädigung des Gelenkknorpels und der angrenzenden Knochen, die Schmerzen, Gelenkversteifungen und Funktionsverlust nach sich ziehen kann. Allerdings ist die Krankheit keine reine Alterserscheinung, die nur auf Verschleiß beruht. Vermutlich sind auch mikroskopische Veränderungen in der Struktur des Knorpels, andere Krankheiten oder außergewöhnliche Belastungen für die Erkrankung verantwortlich, die vor allem Knie- und Hüftgelenke oder die Wirbelsäule betrifft.
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