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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Mit den Pfunden wächst das Risiko

Bei Übergewicht sollten Frauen Hormone niedrig dosieren
Bei Frauen mit Übergewicht sind in den Wechseljahren Estrogene über die Haut sinnvoll, weil sie im Unterschied zu Tabletten das Thromboserisiko nachweislich nicht erhöhen. Foto: djd/Gynokadin

Bei Frauen mit Übergewicht sind in den Wechseljahren Estrogene über die Haut sinnvoll, weil sie im Unterschied zu Tabletten das Thromboserisiko nachweislich nicht erhöhen. Foto: djd/Gynokadin

(djd). Übergewicht macht vielen Frauen nach den Wechseljahren zu schaffen. Oft gehört eine Gewichtszunahme zu den Begleiterscheinungen, die die natürliche hormonelle Umstellung nach sich zieht. Zunächst sind es jedoch die klassischen Wechseljahressymptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, unter denen die betroffenen Frauen besonders leiden. Das bestätigt eine aktuelle Online-Umfrage des Gesundheitsportals Lifeline (http://www.hormontherapie-wechseljahre.de). Nervosität, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen wurden außerdem als häufig auftretende Beschwerden genannt. Lediglich zwei Prozent der 1.400 Umfrageteilnehmerinnen gaben an, keine Beschwerden zu haben.

Übergewichtige neigen zu Hitzewellen

Übermäßige Pfunde und plötzliche Schweißattacken stehen dabei allerdings in einem Zusammenhang. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse der Europäischen Menopause Gesellschaft zeigen, dass Frauen, die schon zu Beginn der Wechseljahre übergewichtig sind, besonders zu Hitzewallungen neigen. Diese Beschwerden sind bei ihnen schwieriger zu behandeln als bei leichtgewichtigen Frauen, denn eine Hormontherapie sollte die zusätzlichen Risiken berücksichtigen. Nicht selten gehen Übergewicht oder Adipositas nämlich mit weiteren Erkrankungen wie Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten oder Diabetes einher. Alle vier Krankheiten ergeben gemeinsam als metabolisches Syndrom einen riskanten Mix, der Arteriosklerose, Thrombosen und Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigen kann.

Hormontherapie sorgfältig planen

Herkömmliche Hormontherapien mit synthetischen Wirkstoffen in Tablettenform können diese Gefahren erhöhen. Daher sollte bei übergewichtigen Frauen eine Hormontherapie sorgfältig abgewogen werden. Experten empfehlen immer häufiger die Anwendung von niedrig dosierten, naturidentischen Estrogenen in transdermaler Form, beispielsweise als Gel über die Haut wie Gynokadin Dosiergel. Auch die Auswertung der französischen E3N-Studie ergab, dass bei der Estrogenanwendung über die Haut die Thrombosegefahr auch bei Risikopatientinnen nicht ansteigt.

Weitere Informationen: www.hormontherapie-wechseljahre.de

Fakten in Kürze

Hitzewallungen sind besonders unangenehm

Wechseljahresbeschwerden treten bei der überwiegenden Mehrzahl aller Frauen auf. Bei manchen sind sie so gravierend, dass sie mit einer Hormontherapie behandelt werden müssen. Allerdings sollten die Hormone dabei so niedrig wie möglich dosiert sein. Dies gibt die neue S3-Leitlinie zur Hormontherapie klimakterischer Beschwerden vor. Ganz individuell lassen sich Hormone transdermal verabreichen. Wie eine Online-Umfrage des Gesundheitsportals Lifeline ergab, würde jede Frau bei heftigen Beschwerden eine Hormontherapie in Betracht ziehen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Frauen
  • Frauen (Zielgruppe)
  • Gesundheit
  • Therapie
verfasst am 09.02.2010