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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Je geringer die Zufuhr - desto höher das Risiko

Professor Jürgen Vormann: Magnesiummangel begünstigt Typ-2-Diabetes
Auf zu viele Süßigkeiten und Snacks zwischendurch sollte man besser verzichten. Foto: djd/panthermedia.net

Auf zu viele Süßigkeiten und Snacks zwischendurch sollte man besser verzichten. Foto: djd/panthermedia.net

(rgz). Überernährung und Bewegungsmangel lassen die Zahl der Typ-2-Diabetiker stetig ansteigen. Da die Dunkelziffer hoch ist, gehen Experten von rund zehn Millionen Betroffenen aus. "Ein Großteil der Erkrankten wird zufällig beim allgemeinen Gesundheits-Check-up entdeckt", sagt Professor Dr. Jürgen Vormann. Um der Krankheit vorzubeugen, empfiehlt der Geschäftsführer des Instituts für Prävention und Ernährung neben einem moderaten Bewegungstraining den eingeschränkten Verzehr von schnell verfügbaren Kohlenhydraten, wie Brot, Nudeln, Zucker oder Kartoffeln. Vor allem auf Snacks zwischendurch solle verzichtet und stattdessen zwei bis dreimal am Tag vernünftig gegessen werden.

Magnesium verbessert Stoffwechsel

Eine besondere Bedeutung bei der Diabetesvorsorge misst Professor Vormann einer ausreichenden Versorgung mit Magnesium zu: "Je geringer die Magnesiumzufuhr, desto größer das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln." Der Mineralstoff werde für den allgemeinen Glucosestoffwechsel und vor allem die Funktion des Insulinrezeptors benötigt. Verschiedene Untersuchungen belegten, dass Magnesium die Stoffwechseltätigkeit bei Diabetes und beim metabolischen Syndrom erheblich steigern könne. Um ihren Magnesiumstatus bestimmen zu lassen, rät der Experte Diabetikern zweimal im Jahr zu einer Blutuntersuchung. Bei einem niedrigen Serumgehalt von weniger als 0,75 mmol/Liter sei eine Behandlung von Vorteil. Durch die Einnahme von Magnesium könne die Insulinsensitivität und damit die Stoffwechsellage verbessert werden.

Überdosierungen kaum möglich

Um eine rasche Wirkung zu gewährleisten, empfiehlt der Biochemiker, auf die Körperfreundlichkeit der Magnesiumverbindung zu achten. "Grundsätzlich ist zu Citrat aus der Apotheke zu raten, wie es etwa in Magnesium-Diasporal 300 enthalten ist", betont Professor Vormann. Nach Absprache mit dem behandelnden Arzt sollten davon 300 beziehungsweise 600 Milligramm täglich eingenommen werden. Unter www.diasporal.de gibt es Informationen. Überdosierungen seien kaum möglich, denn der Mineralstoff werde im Körper sehr gut reguliert und Überschüsse ausgeschieden.

Weitere Informationen: www.diasporal.de

Fakten in Kürze

Länger leben mit Magnesium

Eine aktuelle Studie aus Deutschland (Reffelmann et al. 2011) zeigt, dass das Sterberisiko bei geringer Serum-Magnesium-Konzentration generell deutlich erhöht ist. Als Calcium-Gegenspieler hat sich Magnesium zudem als Antistressmineral bewährt. Es kann die Herzarbeit effizienter machen und Herzrhythmusstörungen - dem häufigsten Symptom eines Magnesiummangels - entgegenwirken. Eine neue Studie aus Boston (Chiuve et al. 2011) belegt, dass mit steigender Serum-Magnesium-Konzentration das Risiko für einen plötzlichen Herztod um bis zu 60 Prozent sinkt.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Diabetes
  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Mineralstoffe
  • Vorsorge
verfasst am 08.08.2011