Bewegung ist Trumpf
Der djd-Thementipp zu "Rückenschmerzen"
(djd). Sobald ein gewisses Alter erreicht ist, hat in der heutigen Gesellschaft nahezu jeder "Rücken". Diese Erkenntnis gibt der Blick in den eigenen Bekanntenkreis ebenso her wie die Erhebungen der Krankenkassen. So ist laut Deutschlands größter Krankenkasse nahezu jede vierte Krankmeldung durch Rückenschmerzen und Rückenerkrankungen bedingt und auch die durch solche Beschwerden bedingten Ausfallzeiten steigen weiter. Interessanterweise ist es für die Häufigkeit von Rückenproblemen nicht entscheidend, ob man körperlicher Arbeit oder einem Bürojob nachgeht. Hintergrund scheint unter anderem der zu sein, dass psychischer Stress in Rückenschmerzen beziehungsweise Verspannungen seinen Ausdruck findet. Immerhin bei der Hälfte aller durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten Krankschreibungen finden die untersuchenden Mediziner keine direkte organische Ursache.
Rückenbeschwerden können Zeichen einer langjährigen Übersäuerung sein
"Dabei sind Rückenschmerzen eigentlich keine eigene Krankheit, sondern ein erstes Warnsignal, dass das komplizierte Zusammenspiel von Wirbeln, Bändern und Bandscheiben gestört ist", erklärt auch der aus dem Fernsehen bekannte Experte Dr. Klaus Tiedemann. "Statt uns immer wieder in eine neue Position zu begeben, sitzen oder stehen wir minuten- oder stundenlang absolut still", beklagt der Sportmediziner aus Moosburg. Ist eine gewisse Beschwerdefreiheit erreicht, ist eine sanfte, ganzheitliche Kombitherapie vielversprechend. "Anhaltende Rückenbeschwerden können nämlich Zeichen einer langjährigen Übersäuerung sein", weiß Dr. Tiedemann. Eine fleischlastige Ernährung und zu wenig Bewegung begünstigen den Übersäuerungsprozess. Um die Säureeinlagerungen im Gewebe auszugleichen, setzt der Arzt in der Praxis auf eine Ernährungsumstellung, Bewegung und Entsäuerung, beispielsweise die Einnahme des Basengranulats Basica Vital aus der Apotheke.
Rückenschule zum Download
Menschen, die immer häufiger über Rückenprobleme klagen, tun gut daran, rechtzeitig aktiv zu werden. Bewegung ist das beste Mittel, um der Entstehung von Rückenschmerzen vorzubeugen. Zudem ist ein gezieltes Training häufig auch dann wirksam, wenn bereits Beschwerden vorliegen. Unter www.special-rueckenschmerz.de finden Interessierte umfangreiche Tipps, welche Übungen den Rücken stärken und stabilisieren, eine Gratisbroschüre zum Download und Videos, die den sofortigen Einstieg in eine aktive Rückenschule ermöglichen. Bei akuten Schmerzzuständen raten Ärzte, frühzeitig mit Schmerzmitteln zu behandeln, um Schmerzen zu lindern und Schonhaltungen zu vermeiden. Doch viele Schmerzmittel, darunter die klassischen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), können auf Dauer den Magen schädigen. Als besser verträglich haben sich muskelentspannende Präparate, sogenannte Kaliumkanalöffner, wie beispielsweise Flupirtin in Trancolong, erwiesen. Sie unterstützen die körpereigene Schmerzabwehr, indem sie dazu beitragen, den erhöhten Muskeltonus zu normalisieren und die Überempfindlichkeit der Nervenzellen zu dämpfen.
Rückenerkrankungen für jeden sechsten Fall von Berufsunfähigkeit verantwortlich
Verschiedene Rückenerkrankungen sind laut Deutscher Rentenversicherung Bund (DRV) für etwa jeden sechsten Fall von Berufsunfähigkeit verantwortlich. "Der Schutz vor Berufsunfähigkeit sollte auch aus diesem Grund absolute Pflicht sein", betont Dieter Sprott von den Ergo Direkt Versicherungen. Insbesondere ab dem Jahr 1961 Geborene haben keinen Anspruch mehr auf gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz. Falls sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können, müssen sie - unabhängig von Ausbildung und Erfahrung - jede andere Tätigkeit annehmen, bevor der Staat für sie sorgt. Dieter Sprott rät dazu, möglichst früh in die Berufsunfähigkeitsvorsorge einzusteigen: "Dann erhält man den Schutz günstiger und einfacher, weil junge Leute selten Zuschläge oder Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen befürchten müssen."
Sanfte Griffe an Muskeln und Nerven
Bei Rückenbeschwerden kann man selbst vorbeugen, indem man die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers stärkt. Eine effektive Methode dafür kann beispielsweise die original Bowen Technik, kurz Bowtech genannt, sein. Eine Anwendung dauert circa 30 bis 45 Minuten und besteht aus einer Reihe genau definierter, präziser Griffe an bestimmten Stellen des Körpers sowie aus darauf folgenden Regenerationspausen. Die sanften Griffe sprechen die Muskeln, Faszien und Nerven an. Sie wirken entspannend auf den Körper und können ihn wieder ins Gleichgewicht bringen. So kann der "innere Doktor" seine eigenen Kräfte aus sich selbst heraus aktivieren. Die Technik ist bei Menschen jeden Alters anwendbar, das Einsatzspektrum erstreckt sich auf den gesamten Bewegungsapparat, alle Organe und das Nervensystem. Unter www.bowtech.de finden Interessenten Informationen sowie Adressen der Anwender.
Vibrationsplattform lockert und kräftigt
Eine erfolgreiche und zeitsparende Trainingsmethode bei Rückenschmerzen empfiehlt der Physiotherapeut Volker Hermle aus Mühlacker: "Das seitenalternierende Galileo Training ist unglaublich effektiv zur nachhaltigen Behandlung von Rückenschmerzen. Durch die Vibrationen wird die verspannte Muskulatur gelockert und der Schmerz gemildert. Zudem lässt sich der Stützapparat Rücken schnell kräftigen, um zukünftigen Rückenproblemen vorzubeugen." Das Gerät simuliert den natürlichen Bewegungsablauf des Menschen beim Gehen, indem der Körper auf die Wippbewegungen der Trainingsplattform reflexartig mit Muskelkontraktionen reagiert. Unter www.galileo-training.com gibt es alle Informationen.
Was tun bei Osteoporose?
Bei Osteoporose wird Knochenmasse abgebaut, die Knochen werden porös und es kommt zu Brüchen. Die typischen Stellen sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Unterarm. Durch den Verlust der Knochensubstanz krümmt sich die Brustwirbelsäule nach hinten, die Lendenwirbelsäule nach vorne und es kann ein "Witwenbuckel" entstehen. Die Patienten haben starke Schmerzen. Weil sie sich weniger bewegen, nimmt auch die Muskelkraft ab. Das Sturzrisiko steigt wegen des nach vorne verlagerten Körperschwerpunkts ebenfalls an. Durch eine Kombination der Therapiebausteine Bewegung, Medikation und Hilfsmittel können Betroffene ihren Alltag wieder schmerzfreier gestalten. Im Bereich der Hilfsmittel hat sich die Therapie mit wirbelsäulenaufrichtenden Orthesen bewährt. "Spinomed" von medi beispielsweise wird als einzige Orthese in der Leitlinie des Dachverbands Osteologie (DVO) erwähnt. In diese Orthese sind zugelastische Materialien eingearbeitet. Sie üben gemeinsam mit einer der Wirbelsäule angepassten Aluminiumschiene Zugkräfte auf den Becken- und Schulterbereich aus. Die Rumpfmuskulatur spannt sich an, der Patient richtet den Oberkörper auf, ist schmerzfreier und kann besser durchatmen.
Fakten in Kürze
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