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Sturm ohne Vorwarnung

Warum Lebererkrankungen so heimtückisch sind
Eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweise auf eine Lebererkrankung liefern. Foto: djd/Deutsche Leberstiftung

Eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweise auf eine Lebererkrankung liefern. Foto: djd/Deutsche Leberstiftung

(djd). Schmerzen in der Brust können Vorboten eines Herzinfarkts sein. Eine Erkrankung des Magens macht sich durch die sprichwörtlichen Magenschmerzen bemerkbar. Doch es gibt ein lebenswichtiges Organ im menschlichen Körper, das eher still und oft unbemerkt vor sich hin leidet - die Leber. Wann sollte man misstrauisch werden? "Am häufigsten beklagen die Patienten uncharakteristische Beschwerden wie Müdigkeit, Oberbauchdruck und Konzentrationsstörungen", erklärt Professor Dr. Claus Niederau, Vorstand der Deutschen Leberhilfe e.V. und Mitglied im Vorstand der Deutschen Leberstiftung.

Tatsächlich gehören erhöhte Leberwerte zum Alltag der hausärztlichen Praxis und sind mitnichten ein Kavaliersdelikt. Stolze zehn bis 15 Prozent der Patienten in Allgemeinpraxen haben einen erhöhten Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT)-Wert. Nicht nur Alkohol, sondern auch eine Fettleber durch Übergewicht, eine Hepatitis-Virusinfektion oder Nebenwirkungen durch Medikamente können die Leber belasten und in einigen Fällen sogar ernsthaft bedrohen.

Patienten sollten daher mindestens beim jährlichen Check-up durch den Hausarzt oder den Internisten darauf bestehen, dass routinemäßig auch die Lebergesundheit überprüft wird. Dies kann einerseits durch eine Ultraschall-Untersuchung geschehen, die Hinweise auf eine Fettleber liefert, sowie durch eine Blutuntersuchung, zu der Leberwerte wie der GPT gehören sollten.

Weitere Informationen: www.lebertag.org

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Gesundheit
  • Körper
  • Vorsorge
verfasst am 19.05.2010