Salzverzehr: Nicht zu viel und nicht zu wenig
Der Körper reguliert über ein fein gesteuertes Netzwerk seinen Salzbedarf
(djd). Vor allem im Herbst ist eine gesunde Ernährung wichtig. Denn die Erkältungszeit ist im Anmarsch und das Immunsystem kann jede Unterstützung brauchen. Doch deftige Eintöpfe und heiße Suppen mit viel Gemüse, Kohl oder Hülsenfrüchten sind meist gut gewürzt und gesalzen. Das ist lecker und gesund, doch fürchten viele Menschen, dabei zu viel Salz zu konsumieren.
Der amerikanische Wissenschaftler Professor Dr. David McCarron von der Universität von Kalifornien kann Skeptiker beruhigen. Er geht davon aus, dass der Körper bedarfsgerecht steuert, welche Salzmenge ein Mensch konsumiert. Es gibt, so der Wissenschaftler, ein fein gesteuertes Netzwerk an Nervenzellen, das den Salzbedarf des Körpers misst. Die Information wird ans Gehirn weitergeleitet, das dann den "Salzappetit" reguliert.
Salzappetit hat sich im Laufe der Evolution entwickelt
Nach Ansicht von Professor McCarron ist es weder wissenschaftlich begründet noch vernünftig, durch die pauschale Reglementierung des Salzgehalts in Nahrungsmitteln den Salzverzehr drosseln zu wollen. Denn der Mineralstoff Salz ist für den Flüssigkeitshaushalt von grundlegender Bedeutung. Deshalb wird der Salzhaushalt nach McCarrons Darstellung in engen Grenzen kontrolliert.
Dabei kann der Körper beispielsweise mit einem gesteigerten Salzappetit auf einen vermehrten Salzverlust infolge von Durchfällen oder starkem Schwitzen reagieren. Ebenso kann er im Gegenzug eine zu hohe Salzaufnahme durch eine vermehrte Salzausscheidung kompensieren. Dieser Mechanismus hat sich offenbar im Verlauf der Evolution entwickelt. "Er stellt sicher, dass der Organismus immer über genügend Salz verfügt, um die Körperfunktionen aufrechtzuerhalten", erläutert Professor McCarron.
Informationen zum Thema Salz
Auf www.vks-kalisalz.de gibt es vielfältige Informationen zum Thema Salz. Dort steht auch die Broschüre "Salz als Lebensmittel - unverzichtbar und wertvoll" zum kostenlosen Download bereit. Sie kann auch, ebenfalls kostenfrei, beim Verband der Kali- und Salzindustrie e.V. (Reinhardtstraße 18A, 10117 Berlin, Telefon: 030-8471069-0, Fax: 030-8471069-21, E-Mail: info.berlin@vks-kalisalz.de) angefordert werden.
Weitere Informationen: www.vks-kalisalz.de
Fakten in Kürze
Die Deutschen und das SalzDie immer wieder ausgesprochene Empfehlung für die Allgemeinbevölkerung, den Salzverzehr auf sechs Gramm pro Tag zu beschränken, ist wissenschaftlich umstritten. Der durchschnittliche Salzkonsum liegt in Deutschland
tatsächlich unter acht Gramm pro Tag und entspricht damit den Werten anderer Industrieländer wie Großbritannien oder Frankreich. Hingegen ist der Salzkonsum zum Beispiel in Italien und Polen deutlich höher.
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