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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Natürliche Feinde

Dank einer Raubmilbe können andalusische Gemüsebauern auf Pestizide verzichten
Dank einer Raubmilbe kommen diese andalusischen Gemüsebauern ohne Pestizide aus. Foto: djd/Hortyfruta

Dank einer Raubmilbe kommen diese andalusischen Gemüsebauern ohne Pestizide aus. Foto: djd/Hortyfruta

(djd). Frisch soll es sein, gesund und unbelastet: Wenn es um das Gemüse auf deutschen Tellern geht, stellen Verbraucher hohe Anforderungen. Das ist auch gut so, schließlich ist der Mensch, was er isst. Hortyfruta, der Dachverband der andalusischen Obst- und Gemüseerzeuger, hat beispielsweise diese Herausforderung erkannt. Er setzt auf strenge Qualitätskontrollen und Nachhaltigkeit in der Produktion. Die Anbaubetriebe müssen vor Ort durch die nationale Institution Aenor, die mit dem deutschen DIN-Institut zu vergleichen ist, zertifiziert worden sein.

Die Ansprüche, die die Produzenten erfüllen müssen, sind vielseitig. Dazu zählt, dass die Schädlingsbekämpfung ohne Pestizide auf natürlichem Wege betrieben wird. Das gilt auch für die Weiße Fliege, die Gemüsepflanzen stark schädigen kann. Bis 2005 musste man die Weiße Fliege noch mit Pestiziden bekämpfen, weil sie keine natürlichen Feinde hatte, die sie im Klima des Mittelmeerraums unter Kontrolle bringen konnten. Erst mit der Entdeckung der Raubmilbenart Amblyseius swirskii konnte ein natürlicher Feind des Schädlings Einzug halten, der ihn nachhaltig aus den Gewächshäusern vertreibt. Inzwischen wird dieses natürliche Verfahren auf weit mehr als 20.000 Hektar angewendet. Bis 2013 soll die gesamte Anbaufläche von 30.000 Hektar ohne Pestizide auskommen. Unter www.obst-gemuese-andalusien.de gibt es mehr Informationen.

Weitere Informationen: www.michaelroos.com

Stichworte zu diesem Beitrag:

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  • Lebensmittel
verfasst am 25.02.2011