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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Leberkrebs - die schleichende Gefahr

"Wissenswerte Leberwerte" ist das Motto des Deutschen Lebertages am 20. November
Übergewicht und die damit oft verbundene Fettleber gilt heute als eine der Hauptursachen für eine Leberentzündung. Foto: djd/Deutsche Leberhilfe e.V.

Übergewicht und die damit oft verbundene Fettleber gilt heute als eine der Hauptursachen für eine Leberentzündung. Foto: djd/Deutsche Leberhilfe e.V.

(djd). Eine Krebserkrankung ist für jeden Betroffenen eine furchtbare Sache. Und dennoch gibt es bei den verschiedenen Krebsarten sehr große Unterschiede, was die Aussichten auf Heilung anbelangt. Eine besonders gefährliche Variante ist beispielsweise der primäre Leberkrebs (HCC), was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache erschreckend ist, dass diese Form des Krebses zunehmend häufiger vorkommt. So haben sich die Todesfälle aufgrund von Leberkrebs seit den 70er Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt. Der Leberkrebs gehört weltweit zu den fünf häufigsten Karzinomen des Mannes. Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 5000 Menschen neu an diesem Tumor. In Europa ist ein dramatischer Anstieg von Leberkrebs zu beobachten. "Deshalb ist es so wichtig, Lebererkrankungen in einem frühzeitigen Stadium zu diagnostizieren", bestätigt auch Professor Dr. Peter Galle, Mitglied des Vorstands der Gastro-Liga e.V.

Früherkennung spielt eine zentrale Rolle

Die vernarbte - zirrhotische - Leber kann häufig der Ausgangspunkt für die Entstehung von Tumoren in der Leber sein. Doch wie entsteht eine Zirrhose? Falsche Ernährung, Übergewicht und die damit oft verbundene Fettleber gelten heute als eine der Hauptursachen für eine Leberentzündung. Aber auch Alkoholmissbrauch und eine Infektion mit Hepatitis-Viren sind für einen großen Teil der Erkrankungen verantwortlich. Gefährlich ist, dass aus einer akuten Entzündung der Leber schleichend und unbemerkt eine chronische Entzündung werden kann - das Organ vernarbt dann. Damit ist der Boden für eine mögliche Krebserkrankung bereitet. Umso wichtiger ist es für jeden Einzelnen, beim Gang zum Hausarzt wenigstens einmal im Jahr darauf zu achten, dass dieser Blut abnimmt und die Leberwerte (vor allem den GPT-Wert) überprüft. Darauf will auch der Deutsche Lebertag aufmerksam machen, der auch in diesem Jahr am 20. November stattfindet und den dessen Ausrichter, die Deutsche Leberhilfe e.V., die Deutsche Leberstiftung und die Gastro-Liga e.V., aus gutem Grund unter das Motto "Wissenswerte Leberwerte" gestellt haben.

Weitere Informationen: www.lebertag.org

Fakten in Kürze

Diagnosemöglichkeiten

Um die Ursachen, die zu einer Leberzirrhose führen können, frühzeitig zu identifizieren und damit rechtzeitig zu behandeln, sind relativ zeit- und kostengünstige, aber sehr effektive diagnostische Methoden etabliert. Hierbei stellen die Bestimmung der Leberwerte und die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung der Leber wesentliche Bestandteile der Diagnostik dar. Zusätzlich können neuere Verfahren der Fibrosemessung mittels Ultraschall (transiente Elastographie) eingesetzt werden, um einen bindegewebigen Umbau der Leber frühzeitig und nicht-invasiv zu bestimmen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

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verfasst am 15.09.2010