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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Balsam für Körper und Seele

Bad Orb und Bad Soden-Salmünster: Sole-Heilbäder im Spessart
Die fast vollständig aus Salz erbaute "Totes-Meer-Salzgrotte" fasziniert mit Farbenspielen, sanfter Musik und einem aus ionisierter Luft gebildeten Mikroklima. Foto: djd/Kur und Freizeit GmbH Bad Soden-Salmünster

Die fast vollständig aus Salz erbaute "Totes-Meer-Salzgrotte" fasziniert mit Farbenspielen, sanfter Musik und einem aus ionisierter Luft gebildeten Mikroklima. Foto: djd/Kur und Freizeit GmbH Bad Soden-Salmünster

(djd). Mit dem Spessart verbindet man ein dicht bewaldetes Mittelgebirge, die Spessarträuber und Schneewittchen, das sich dort verlaufen haben soll. Weniger bekannt ist, dass im malerischen Kinzigtal, inmitten von grünen Wäldern, auch zwei der bemerkenswertesten Kurorte Hessens liegen: Bad Orb und Bad Soden-Salmünster. Seit dem 19. Jahrhundert zieht die Heilkraft natürlicher Solequellen Gesundheits- und Erholungsuchende in den Spessart. Inzwischen stehen in den traditionellen Kurbädern moderne Kur-, Heil- und Wellnessanwendungen auf dem Programm - das liebenswerte Flair und die altehrwürdige Bausubstanz sind dennoch erhalten geblieben.

Salzluft und Badevergnügen in Bad Orb

Seit über 100 Jahren ist Bad Orb ein staatlich anerkanntes Heilbad. Prachtvolle Platanen beschatten den weitläufigen Kurpark mit seinen liebevoll angelegten Blumenbeeten, den gepflegten Rasenflächen und den beschaulichen Spazierwegen, die sich um den sogenannten Gradierbau gruppieren. Hier finden vor allem Allergiker Entlastung, da die feinen Salzkristalle in der Luft Staub und Pollen binden, die Atemwege befreien und die Schleimhäute abschwellen lassen.

Das natürliche Solewasser wird in Bad Orb allerdings nicht nur zum Einatmen genutzt. Gesundheit und Spaß gibt es auch im Naturerlebnis- und Freizeitbad mit Bio- und Funbecken. Im Frühjahr 2010 wurde zudem die neue Toskana Therme eröffnet. Das einzigartige Konzept von "Liquid Sound" - Baden in Musik und Licht - verspricht ein besonderes Erlebnis für alle Sinne. Dazu kommt der längste Barfußpfad Deutschlands: Auf 4,5 Kilometern warten 30 Fühl- und Balancierstationen.

Sprudeln und Saunen in Bad Soden-Salmünster

Prickelnd geht es in der Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster zu. In zwei Sprudel-Wellnessbecken kann man sich dem Gefühl eines Champagnerbads hingeben oder den Strömungskanal genießen, ein Wellenbad bietet Spaß für alle Generationen, und im liebevoll "Rheumatempel" genannten Sole-Intensivbecken verschwinden Verspannungen fast von allein. Die sechs verschiedenen Saunen der Therme lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Einen besonderen Höhepunkt bietet der exotische Teil der Spessart Therme: Im "Cleopatra-Bad" wird man sanft in eine andere Welt entführt. Last, but not least sollte man sich die fast vollständig aus Salz erbaute "Totes-Meer-Salzgrotte" mit ihrem aus Farbenspielen, sanfter Musik und ionisierter Luft gebildeten einzigartigen Mikroklima nicht entgehen lassen.

Alle Informationen, auch zu speziellen Wellness-Packages, gibt es bei der Touristinformation Spessart-Mainland in Aschaffenburg, Telefon 06021-394271, und unter www.spessart-mainland.de im Internet.

Separate Informationen zu Bad Orb und Bad Soden-Salmünster erteilen die jeweiligen Touristinformationen:

Tourist-Information Bad Soden-Salmünster, Telefon 06056-744144, www.badsoden-salmuenster.de

Tourist-Information Bad Orb, Telefon 06052-83-0, www.bad-orb.info

Weitere Informationen: www.spessart-mainland.de

Fakten in Kürze

Seeluft im Binnenland

Ursprünglich dienten Gradierwerke der Salzgewinnung. Dabei wird der Salzgehalt natürlicher Solequellen konzentriert, indem man die Sole über mit Reisigbüscheln verfüllte Holzgerüste rieseln lässt. Das Wasser verdunstet bei diesem Vorgang großteils. Heute nutzt man die dabei entstehende feuchte, kühle und salzhaltige Luft für Kurzwecke. Besonders für Pollenallergiker und Asthmatiker ist sie eine Wohltat, zu vergleichen mit der Seeluft an Nord- und Ostsee. Der Gradierbau in Bad Orb ist 155 Meter lang und verfügt beidseitig über bequeme Plankenwege.

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verfasst am 04.10.2010