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Zoom auf das Ziel

Moderne Hörgeräte bewältigen auch schwierige Hörsituationen
Weniger Störgeräusche von hinten und von den Seiten verbessern die Sprachverständlichkeit. Das kommt dem Nutzer vor allem in Situationen wie etwa einem Essen mit der Familie zugute. Foto: djd/Phonak

Weniger Störgeräusche von hinten und von den Seiten verbessern die Sprachverständlichkeit. Das kommt dem Nutzer vor allem in Situationen wie etwa einem Essen mit der Familie zugute. Foto: djd/Phonak

(djd). Ein Restaurantbesuch, ein Essen mit der Familie oder eine Besprechung mit Kollegen gelten für Träger von Hörgeräten als besonders schwierige Hörsituationen, denn durch die Umgebungsgeräusche ist das Verstehen der Gegenüber gar nicht so leicht. Oft fällt trotz Hörgerät das Zuhören und Teilnehmen schwer. Für diese anspruchsvollen Hörsituationen eröffnet die drahtlose Technologie jetzt völlig neue Möglichkeiten. Der Hersteller Phonak nutzt diese in seiner neuen Hörgeräte-Serie M H2O. Das Audiosignal wird dabei in voller Bandbreite und in Echtzeit zwischen den Hörsystemen übertragen.

Besser hören dank mehrerer Mikrofone

Neue Zoomfunktionen sorgen bei diesen Geräten dafür, dass sich die kleinen technischen Helfer voll auf die Quelle eines Geräusches fokussieren. Störgeräusche werden so unterdrückt und das Klangergebnis wesentlich verbessert. Insgesamt vier Mikrofone bilden bei dem neuen System ein Netzwerk. Das Ganze arbeitet wie eine Art Richtmikrofon, das sich auf eine einzelne Quelle in einer Menge konzentriert. Die Hörsignale von beiden Hörgeräten werden analysiert und in Echtzeit verarbeitet. Bei Bedarf wird eine einzelne Stimme so quasi herangezoomt. Durch die Verwendung mehrerer Mikrofone können Hörgeräte zwischen "gewollten" und "ungewollten" Hörsignalen unterscheiden. Eins-zu-Eins-Gespräche können nun vom Hörgeräteträger trotz starker Hintergrundgeräusche mühelos verstanden werden.

System lässt sich individuell steuern

Dieses System steht als manuelles Programm zur Verfügung: Es kann vom Anwender über einen Knopf am Hörgerät oder per Fernsteuerung selbst aktiviert werden. Der Nutzer kann zudem in Situationen, in denen er den Sprecher nicht direkt ansehen kann, ein Programm über den Knopf am Hörsystem oder über die Fernsteuerung einschalten. Dieses Programm erkennt dann die Richtung, aus der die lauteste Stimme kommt, und richtet den Fokus automatisch auf diese aus. Somit kann ein Sprecher immer klar gehört werden - egal aus welcher Richtung er spricht. Das ist besonders dann von großem Vorteil, wenn man zum Beispiel als Fahrer oder Beifahrer in einem Auto sitzt oder in einer Besprechung Kollegen zuhören möchte, die neben oder hinter einem sitzen.

Zusätzlicher Clou: Die neuen Hörgeräte sind wasser- und schmutzresistent, so dass gutes Hören in jeder Umgebung funktioniert.

Unter www.phonak.de gibt es alle Informationen.

Weitere Informationen: www.phonak.de

Fakten in Kürze

Richtungshören wird einfacher

Mit der neuen "StereoZoom"-Technik können sich Hörgeräteträger jetzt stärker auf einen einzelnen Sprecher konzentrieren, während störende Geräusche unterdrückt werden. Das bietet völlig neue Möglichkeiten beim Verstehen in geräuschvollen Umgebungen. Erstmals ist jetzt eine automatische Sprachverfolgung und -fokussierung möglich, ohne dass der Sprecher angesehen werden muss. Bei aktiviertem "auto ZoomControl" erkennt das Hörsystem das jeweils dominante Sprachsignal und fokussiert in die Richtung, aus der es kommt.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Handicap
  • Hören
  • Hörprobleme
  • Innovation
  • Lebensqualität
verfasst am 08.11.2011