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Raus aus dem Hamsterrad

Hilfe bei Burnout im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet
Die Cafeteria "Palmenbistro" lädt zum gemütlichen Verweilen und Vergessen der früheren Anspannung ein. Foto: djd/Parksanatorium Bad Bocklet

Die Cafeteria "Palmenbistro" lädt zum gemütlichen Verweilen und Vergessen der früheren Anspannung ein. Foto: djd/Parksanatorium Bad Bocklet

(djd). Die Arbeit fällt immer schwerer, der Druck scheint ständig zu wachsen, das Privatleben leidet und man kann nicht mehr richtig schlafen. Immer mehr Menschen kennen das, was der Volksmund als Burnout bezeichnet. Doch hinter diesem vermeintlichen Modebegriff steckt oft mehr als ein immer stärkeres Gefühl der Überforderung. Häufig sind das Symptome einer echten Depression. Mit einem Urlaub oder indem man einfach mal etwas kürzer tritt, ist dann meist nicht viel geholfen - die Ursachen liegen tiefer.

Jeder Patient wird individuell behandelt

"Der Begriff Burnout ist keine klinische Diagnose", sagt Manfred Best, Chefarzt der Psychosomatik im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet. "Vielmehr sehen wir meist eine Anpassungsstörung, also das Unvermögen, mit einer bestimmten Situation auf gesunde Weise umzugehen. Auch depressive Erkrankungen sind möglich." Die Rehaklinik in dem unterfränkischen Kurort (www.rehazentrum-bb.de) etwa bietet hierfür ein wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept an. Neben Einzel- und Gruppensitzungen zählen Kreativ-, Ergo-, Sport- und Physiotherapie, Entspannungstechniken, Achtsamkeits- und Zenmeditation zum Programm. "Ein Burnout läuft im Kopf ab", erläutert Manfred Best. "Es geht darum, die speziellen, aktuellen Auslöser und die Reaktion des Betroffenen aufgrund seiner biografischen Hintergründe herauszufinden und ein anderes Umgangsmuster für stresserzeugende Ereignisse zu erarbeiten."

Nicht nur Rehabilitation, sondern auch Prävention

Doch nicht nur bereits vom Burnout Betroffene können sich in Bad Bocklet behandeln lassen. Gerade für Menschen in angespannten Lebenslagen oder mit starkem beruflichen Druck bietet das Zentrum auch Burnout-Prävention an: Während einer, zwei oder drei Wochen können erschöpfte Menschen mit therapeutischen Gesprächen, Entspannungsübungen und Meditation wieder zu sich selbst finden, neue Kraft schöpfen und Bewältigungstechniken für den Alltag einüben. Vielfältige Therapien, die Nutzung der Wellnessoasen und der vielfältigen Angebote des Bayr. Staatsbades und seiner Umgebung helfen dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Weitere Informationen: www.rehazentrum-bb.de

Fakten in Kürze

"Psychosomatische Therapie ist immer maßgeschneidert"

Dies sagt Manfred Best, Chefarzt der Psychosomatik des Rehabilitations- und Präventionszentrums Bad Bocklet. Bei der Behandlung psychischer Erkrankungen gibt es für ihn kein Standardkonzept. "Die Forschung zeigt, dass sich eine Kombination von Gruppen- und Einzeltherapie als am geeignetsten für eine psychosomatische Reha herausgestellt hat. Dadurch sind wir auch in der Lage, individuell auf jeden Patienten einzugehen", so Best. Ziel sei es, dem Patienten handhabbares "Werkzeug" für die Bewältigung seiner Situation mitzugeben.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Gesundheit
  • Kuren
  • Rehabilitation
  • Stress
  • Therapie
verfasst am 10.01.2012