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Neue Behandlungschancen bei Diabetes

Experteninterview: Magnesium steigert die Insulin-Sensitivität
Professor Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung (IPEV) erklärt den Zusammenhang von Magnesiummangel und dem Risiko, an Diabetes zu erkranken. Foto: djd/IPEV

Professor Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung (IPEV) erklärt den Zusammenhang von Magnesiummangel und dem Risiko, an Diabetes zu erkranken. Foto: djd/IPEV

(rgz). Im Experteninterview erklärt Professor Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung (IPEV), welche Chancen Magnesium bei der Diabetesbehandlung eröffnet.

Spricht man von den Risiken, die zur Entstehung von Typ-2-Diabetes führen, ist immer häufiger auch von Magnesiummangel die Rede. Worin besteht der Zusammenhang?

Professor Vormann: Eine Meta-Analyse, in der Studien mit knapp 300.000 Teilnehmern zusammengefasst wurden, bewies, dass Magnesium in der Prävention ein große Rolle spielt. Je geringer die Magnesiumzufuhr, desto größer das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Der Mineralstoff wird für den allgemeinen Glucose-Stoffwechsel und vor allem die Funktion des Insulinrezeptors benötigt. Ein Mangel macht sich im gesamten Kohlenhydratstoffwechsel bemerkbar.

Inwiefern können typische Folgeerkrankungen von Diabetes mit Magnesium beeinflusst werden?

Professor Vormann: Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt, dass das Sterberisiko bei geringer Serum-Magnesium-Konzentration generell deutlich erhöht ist. Als Calcium-Gegenspieler hat sich Magnesium zudem als Antistressmineral bewährt - es kann die Herzarbeit effizienter machen und Herzrhythmusstörungen entgegen wirken, die die häufigsten Symptome eines Magnesiummangels sind. Eine neue Studie aus Boston ergab zudem, dass mit steigender Serum-Magnesium-Konzentration das Risiko für einen plötzlichen Herztod um bis zu 60 Prozent sinkt.

Worauf sollte beim Kauf von Magnesiumpräparaten geachtet werden? Welche Dosierung ist ratsam?

Professor Vormann: Es gibt unterschiedliche Verbindungen. Generell ist die Bioverfügbarkeit von Magnesiumcitrat deutlich besser als von Magnesiumoxid, das erst durch Magensäure freigesetzt werden muss. Das ist besonders für ältere Menschen entscheidend, die oft nicht mehr so viel Magensäure produzieren. Grundsätzlich ist zu Citrat aus der Apotheke zu raten, wie es beispielsweise in Magnesium-Diasporal 300 enthalten ist. Nach Absprache mit dem Arzt sollten davon 300 beziehungsweise 600 Milligramm täglich eingenommen werden. Unter www.diasporal.de gibt es dazu Informationen.

Weitere Informationen: www.diasporal.de

Fakten in Kürze

Bloß nicht snacken

Eine vernünftige Ernährung ist für Diabetiker besonders wichtig. Für Prof. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung bedeutet dies vor allem einen eingeschränkten Verzehr von schnell verfügbaren Kohlenhydraten wie Brot, Nudeln, Zucker oder Kartoffeln. Allerdings sollte auch auf versteckte Kohlenhydrate geachtet werden, die in vielen Lightprodukten zu finden sind. Wer sich gesundheitsbewusst ernähren möchte, sollte nach Auffassung des Experten vor allem auf das Snacken zwischendurch verzichten und stattdessen zwei bis dreimal am Tag "anständig" essen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Diabetes
  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Mineralstoffe
  • Therapie
verfasst am 24.08.2011

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