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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Sparen in der Krise - welche Geldanlage lohnt sich?

Anleger sollten ihr Risiko streuen und auf Aktien nicht verzichten
Ein Investment in Aktien erfordert zwar Ausdauer, zahlt sich aber längerfristig aus. Foto: djd/Union Investment

Ein Investment in Aktien erfordert zwar Ausdauer, zahlt sich aber längerfristig aus. Foto: djd/Union Investment

(djd). Die Finanzkrise und die anhaltende Diskussion um die Stabilität des Euro hat viele Sparer verunsichert: Wo kann ich mein Geld sicher und sinnvoll anlegen? Klassische Anlageformen wie Lebensversicherungen, Tages- und Festgeldkonten oder Bundesanleihen bringen aktuell nur niedrige Zinsen und sind für Anleger wenig attraktiv. Zieht man dann noch die Inflationsrate ab, bleibt nicht mehr viel übrig. Höhere Renditen, wie man sie mit Aktien erzielen kann, sind mit höheren Risiken verbunden. Trotzdem: "Auch inklusive der Krisen sind Aktien langfristig anderen Anlageformen überlegen. Sparer sollten bei der Altersvorsorge nicht auf Aktien verzichten", erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment. Doch in Deutschland hat sich die Zahl der privaten Aktieninvestoren zwischen 2000 und 2009 halbiert.

Das Risiko streuen

Dabei geht es gar nicht darum, alles auf eine Karte zu setzen - wichtig ist es, Geld auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen. Nur so wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag erreicht. "Neben Aktien gehören auch Anleihen und Sachwerte wie Immobilien in ein gut gemischtes Depot", sagt Erling. Die Investition in Aktien erfordert zwar Ausdauer, zahlt sich aber längerfristig aus. Mit einem internationalen Fonds hätten Anleger in den letzten 35 Jahren circa sechs Prozent, mit deutschen Fonds sogar sieben Prozent Rendite erzielt. "Auch wenn die Kurse einmal im Keller sind, bergauf geht es immer wieder", so Erling.

Internationale Standardwerte wählen

Falsch wäre es daher, Kapital bei einem Kursabfall sofort abzuziehen. Wer langfristig in Aktien investiert, sollte international tätige Unternehmen, sogenannte Standardwerte, wählen. Vor allem global ausgerichtete Aktienfonds sind eine gute Geldanlage für das Alter. Das Kapital wird in verschiedenen Märkten angelegt, das Risiko minimiert. Diese Anlagestrategie verfolgt auch der Siegerfonds bei Finanztest (Heft 04/2010), der UniGlobal von Union Investment, welcher weltweit in eine Vielzahl ausgewählter Aktien investiert. Der Fonds ist auch Grundlage des meistverkauften Riester-Produktes in Deutschland, der UniProfi Rente.

Weitere Informationen: www.union-investment.de

Fakten in Kürze

Wer bestimmt die Zinsen?

Die Europäische Zentralbank (EZB) bestimmt den Leitzins und legt damit fest, zu welchen Konditionen sich die Kreditinstitute bei der EZB und der Bundesbank Geld leihen können. Um der weltweiten Finanzkrise zu begegnen, wurde der Leitzins auf das Rekordtief von 1,00 Prozent gesenkt und verharrt dort seit Mai 2009. Banken wiederum geben die Zinsen an den Kunden weiter. Das schlägt sich auch auf die klassischen Anlageformen nieder - die Rendite von Tages- und Festgeldkonten, Sparbüchern oder Bundeswertpapieren liegt zurzeit kaum höher als der europäische Leitzins.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Altersvorsorge
  • Geld
  • Geldanlage
  • Vermögen
verfasst am 19.05.2010