Bei Klamotten wird geknausert
Umfrage: Die meisten Deutschen sind grundsätzlich zum Sparen bereit
(djd). Viele Bundesbürger müssen jeden Euro zweimal umdrehen: Die grundsätzliche Bereitschaft zum Sparen und zum Konsum preiswerter Alternativprodukte ist in der Bevölkerung mit konstanten 87 Prozent tatsächlich recht hoch. Die höchste Sparbereitschaft zeigen die Deutschen im Bereich Kleidung, es folgen die Bereiche Lebensmittel, Möbel, Autos und Elektrogeräte. Diese Zahlen ergab die aktuelle Ipsos-Marktforschungsstudie zum Thema "Täglicher Umgang mit Geld". Im Auftrag der CreditPlus-Bank (http://www.creditplus.de) wurden 500 Deutsche ab 14 Jahren befragt.
In der Gruppe der über 55-Jährigen ist die Bereitschaft, auf preiswertere Produkte umzusteigen, im Übrigen geringer als in den jüngeren Altersgruppen. Besonders auffällig ist dies bei der Kleidung. In der Gruppe der 14- bis 34-Jährigen sind 70,1 Prozent bereit, hier zu sparen. Bei den 35- bis 54-Jährigen sind es sogar 71,7 Prozent. Von den 55-Jährigen oder Älteren hingegen wollen nur 44,1 Prozent bei den Ausgaben für Textilien Abstriche machen.
Energiepreise ziehen wieder an
Ein Grund dafür, dass bei vielen Deutschen das verfügbare Budget geschrumpft ist, sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten, nicht zuletzt die Energiepreise haben wieder angezogen. Das macht sich im Geldbeutel unangenehm bemerkbar. "Die Sparbereitschaft spiegelt die geringen finanziellen Möglichkeiten wider", kommentiert Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank AG. "Vor allem die jüngeren Verbraucher sparen und wählen statt bekannter Markenartikel kostengünstigere Produkte."
Viele kennen die eigenen finanziellen Möglichkeiten nicht
19 Prozent der Teilnehmer konnten im Rahmen der Umfrage übrigens keine Angaben zu ihrem verfügbaren Wochenbudget machen. Damit ist dieser Anteil im Vergleich zu den vorherigen Befragungen - da waren es 24 beziehungsweise 25 Prozent - zwar leicht gesunken. Dennoch lässt der recht hohe Prozentsatz auf einen hohen Grad an Unkenntnis über die eigenen finanziellen Möglichkeiten schließen und unterstreicht die Notwendigkeit, über das Thema Geld intensiv aufzuklären.
Weitere Informationen: www.creditplus.de
Fakten in Kürze
Siegeszug der Kreditkarte gestoppt?In wirtschaftlich unsicheren Zeiten scheint Bargeld ein Gefühl von Sicherheit zu geben: Die Ipsos-Studie im Auftrag der CreditPlus-Bank ergab zumindest, dass die Deutschen im Durchschnitt mehr Geld bei sich tragen als bei der letzten, ein halbes Jahr zurückliegenden Untersuchung. Konkret waren es 67 Euro gegenüber 61 Euro. Je älter der Besitzer, umso praller ist im Übrigen die Geldbörse: Bei den bis 34-Jährigen sind 40 Euro, im Alter zwischen 35 und 54 Jahren dann schon 72 Euro drin. Und ab 55 Jahren füllen im Schnitt knapp 80 Euro das Portemonnaie.
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