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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Gesund ernähren - länger leben

Tierische Fette erhöhen die Cholesterinwerte
Mediterrane Speisen mit viel Salat, Gemüse, Olivenöl und Fisch sind gut für das Herz. Foto: djd/MSD

Mediterrane Speisen mit viel Salat, Gemüse, Olivenöl und Fisch sind gut für das Herz. Foto: djd/MSD

(djd). Fett ist ein Geschmacksträger und viele Speisen schmecken langweilig, wenn ihr Fettanteil zu niedrig ist. Das beklagen viele Menschen, die aufgrund erhöhter Cholesterinwerte auf eine ausgewogene, fettarme Ernährung achten müssen. Dabei bedingt eine Senkung der Blutfettwerte keinen absoluten Fettverzicht: Der Fett-Anteil in der Ernährung sollte lediglich maßvoll gestaltet sein und maximal 30 Prozent der notwendigen Kalorienzufuhr betragen. Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte man gezielt auf die Art des Fettes achten.

Ungesättigte Fettsäuren bevorzugt

Tierisches Fett - mit Ausnahme von Fisch - enthält einen besonders hohen Anteil Cholesterin und gesättigte Fettsäuren, beides ist für den Blutfettspiegel ungünstig. Pflanzliche Fette - mit Ausnahme von Kokosfett und Palmöl - enthalten kein Cholesterin und nur sehr wenig Fett, aber einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, deren Aufnahme für den menschlichen Körper unverzichtbar ist. Sie dienen als Brennstoff und Energiespeicher, als Bausteine für die Zellmembran und als Transportmittel für fettlösliche Vitamine. Infos: www.cholesterin.msd.de

Wenn Lebensstil-Änderungen nicht reichen

Lassen sich die drei wesentlichen Blutfettwerte - LDL-, HDL-Cholesterin und Triglyzeride - dauerhaft nicht mit einem gesunden Lebensstil kontrollieren, kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein. "Die Statintherapie gilt als Goldstandard zur LDL-Senkung", erklärt Prof. Dr. Christian Schneider. Kann damit der gewünschte Zielwert nicht erreicht werden, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Soll nur das LDL-Cholesterin weiter gesenkt werden, da die Werte für HDL und Triglyzeride im Normalbereich liegen, empfiehlt der Kölner Facharzt die zusätzliche Behandlung mit einem Cholesterinaufnahmehemmer. "Besteht jedoch gleichzeitig eine Abnormalität bei den Triglyzeriden (Werte höher als 150 mg/dl) und/oder dem HDL-Cholesterin (Werte unter 45 mg/dl bei Frauen und unter 40 mg/dl bei Männern)", erklärt Prof. Schneider, "bietet sich eine lipidverändernde Kombinationstherapie mit Statin und einem Nicotinsäure-Präparat an."

Weitere Informationen: www.cholesterin.msd.de

Fakten in Kürze

Drei Werte, ein Risiko

Die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein komplexer Prozess. Zur Einschätzung des Gesundheitsrisikos ist daher unter anderem ein differenziertes Lipidprofil erforderlich. Zu den aussagekräftigen Werten gehören neben dem "schlechten" LDL-Cholesterin auch das "gute" HDL-Cholesterin und die Triglyzeride. Diese Werte sollten dabei nicht isoliert betrachtet, sondern mit anderen Risikofaktoren zur Gesamt-Risikoberechnung in einem so genannten Score zusammengefasst und interpretiert werden. Der Hausarzt kann etwa mit dem Procam-Score eine Einschätzung vornehmen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Körper
  • Lebensmittel
verfasst am 04.07.2011