Abschied auf die andere Art
Umfrage: Trauerkultur erlebt in Deutschland einen tief greifenden Wandel
(djd). Die Trauerkultur befindet sich sich in einem tief greifenden Wandel. Der Anteil der klassischen Erdbestattungen beträgt dem Statistikportal "Statista" zufolge nur noch 58 Prozent, Feuerbestattungen machen dagegen bereits rund 40 Prozent aus - Tendenz zunehmend. Und auch die Vorstellungen darüber, wie der letzte Weg würdig gestaltet werden soll, haben sich verändert. Einen traditionellen Trauergottesdienst wünscht sich nur jeder dritte Bundesbürger (32 Prozent), 37 Prozent bevorzugen stattdessen ein "zwangloses Zusammentreffen von Familie und Freunden". Das ergab eine TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. 16 Prozent der Befragten möchten gar keine Trauerfeier, zehn Prozent wünschen sich einen fröhlichen Abschied.
Über eigene Vorstellungen sprechen
"Menschen sind in ihrer Trauer so einzigartig und individuell wie sonst in ihrem Leben auch", kommentiert Andrea Maria Haller, Theologin und Geschäftsführerin eines Bestattungsunternehmens, die Umfrageergebnisse. Sie rät dazu, aus dem Tod kein Tabu zu machen, sondern beizeiten mit der Familie über eigene Vorstellungen zu sprechen. "Wichtig ist aber, daran zu denken, dass die Angehörigen mit den eigenen Entscheidungen und Vorgaben leben müssen." Bestattungsunternehmen übernehmen nicht nur die Formalien, sondern unterstützen dabei, der Trauerfeier einen persönlichen Bezug zu geben, etwa mit der Lieblingsmusik des Verstorbenen.
Rechtzeitig Vorsorge treffen
Die Beerdigungskosten betragen in Deutschland im Schnitt etwa 5.000 Euro. Vielen Menschen ist es wichtig, mit ihrem Tod die Familie nicht noch zusätzlich finanziell zu belasten. Hier lässt sich mit einer Sterbegeldversicherung vorsorgen. "Wir bieten Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen an. Je nach Tarif wird bereits nach nur einem Jahr Aufbauzeit die volle Versicherungssumme im Todesfall ausgezahlt", erklärt Andrea König-Uber, Versicherungsexpertin bei Ergo Direkt. "Bei einem Unfalltod besteht voller Versicherungsschutz sogar sofort." Mit einem Sparplan könne man über eine vergleichbare Summe erst deutlich später verfügen.
Weitere Informationen: www.ergodirekt.de
Fakten in Kürze
Testament beugt Streitigkeiten vorTrotz aller Trauer - wenn es um eine Erbschaft geht, ist es mit dem Mitgefühl oft schnell vorbei und es kommt zu Familienzwistigkeiten. Mit einem Testament lässt sich vorsorgen, am besten unterstützt durch einen Notar. Der Weg zum Fachmann bietet mehrere Vorteile, so der Münchener Notar Jens Kirchner: "Die Wünsche werden klar und rechtsgültig formuliert. Der Notar gibt auch von sich aus Gestaltungsempfehlungen." Zwingend notwendig sei ein Testament, wenn man in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft lebt und der Partner später erben soll, so Kirchner.
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