Schritt für Schritt zur Erstkommunion
Etwas Kopfzerbrechen bereitet den Neun- und Zehnjährigen noch die Beichte
Von unserer dtd-Korrespondentin Beate Fuchs
(dtd). "Ich finde das Basteln am Schönsten“. Die neunjährige Katrin weiß genau, was ihr am Vorbereitungsunterricht für die Kommunion gefällt. Seit Wochen besucht sie gemeinsam mit den anderen Erstkommunionkindern einmal pro Woche den Unterricht. Die Mädchen und Jungen erfahren Geschichten aus dem Leben von Jesus. Wie er gelebt hat, was ihm wichtig war, wie und warum er gestorben ist. Sie lernen die Bibel kennen und sprechen über das letzte Abendmahl. Es wird gebetet und auch gebastelt. Jedes Kind hat einen Regenbogenfisch mit Glitzerschuppen gestaltet und den Fisch mit einem Foto von sich versehen. Der wurde dann in der Kirche aufgehängt, damit die Gemeinde auch ganz genau weiß, welche Kinder in diesem Jahr zur Erstkommunion gehen.
Beichte muss sein
Etwas Kopfzerbrechen bereitet den Neun- und Zehnjährigen noch die Beichte. "Ich weiß gar nicht genau, was ich da sagen soll“, meint etwa Luise. Doch Vorgespräche mit dem Pfarrer und den Katecheten nehmen ihnen die Angst vor dem "Sich-Aussprechen-mit-Gott“. Die Beichte ist die Voraussetzung dafür, dass sie am Weißen Sonntag feierlich in die Gemeinde aufgenommen werden und zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen dürfen. Das bedeutet nämlich das Wort Kommunion: In der Gemeinschaft der Gläubigen während einer Messe die Eucharistie zu feiern. "Ich finde es toll zur Kommunion zu gehen, weil ich dann endlich auch die Hostie bekomme“, erzählt Katrin.
Jedes Detail ist wichtig
Die Kinder sind aufgeregt und freuen sich auf den großen Tag. Alles wird ganz genau besprochen: "Nimmst du deine Taufkerze oder hast du extra eine Kommunionkerze?“ „Geht ihr essen oder feiert ihr zu Hause?“ "Was wünschst du dir zur Kommunion“? Jedes Detail ist wichtig. Die Größe und Gestaltung der Kerze, die Farbe der Einladungskarten und natürlich das passende Outfit für den Weißen Sonntag. Viele Gemeinden sind inzwischen dazu übergegangen, die Kinder mit einheitlichen "Kutten“ auszustatten, um zu verhindern, dass die Kleidung wichtiger wird als das Fest. Das schont den Geldbeutel der Eltern und bedeutet auch deutlich weniger Stress. Allerdings wünschen sich die meisten Kinder dennoch ein festliches Kleid, eine neue Hose mit schickem Hemd und neue Schuhe. Viele Mädchen tragen einen Haarschmuck. Das war früher ein selbst gemachter Kranz aus Blumen oder Schleierkraut. Heute kann man einen Haarkranz beim Floristen machen lassen oder man wählt einen aus Tüll und Perlen. Manche mögen es aber auch schlichter und entscheiden sich für Haarspangen mit kleinen weißen Blüten.
Katecheten bereiten vor
Einen großen Beitrag zum Gelingen des Tages tragen die Katecheten bei. Immer häufiger werden die Kinder nämlich von Müttern oder Vätern einiger Kommunionkinder unterrichtet. Die Glaubensweitergabe ist den Eltern ein Anliegen und den Pfarreien ist es wichtig, dass sich möglichst viele bei dieser Aufgabe einbringen. Die Neun- und Zehnjährigen werden von ihnen mit viel Engagement auf den großen Tag vorbereitet. Und wenn die Mädchen und Jungen den ersten großen Schritt in die Erwachsenengemeinde gehen, sind Kommunionkinder und Katecheten gleichermaßen stolz.
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Feier frühzeitig planen
Vom Menu bis zur Tischdekoration
(dtd). Die katholische Erstkommunion oder die evangelische Konfirmation sind für die Kinder und Jugendlichen etwas ganz Besonderes. Die Konfirmanden haben ein bis zwei Jahre Konfirmandenunterricht hinter sich, haben regelmäßig Gottesdienste besucht und selber welche gestaltet. Auch die Kommunionkinder haben sich monatelang auf den Tag vorbereitet. Damit das große Ereignis gelingt, muss viel organisiert werden. Lokale sollten früh gebucht werden, da der Andrang dort groß ist. Auch wer zu Hause feiert, muss sich rechtzeitig, um einen Catering-Service kümmern, der das Essen und eventuell Geschirr und Besteck liefert. Bei der Auswahl der Speisen sollten unbedingt die jungen Hauptpersonen mit eingezogen werden. Schließlich soll es ja nicht nur den Gästen schmecken
Schön ist es, wenn sich die ganze Familie rechtzeitig zusammensetzt und den Tag gemeinsam plant. Damit es keine Enttäuschung gibt, können Eltern mit ihrem Nachwuchs vorher absprechen, wie er sich den Tag vorstellt. Soll es eine eher klassische Feier geben? Oder will man noch eine Freizeitaktivität einbauen, die dem Kind oder Jugendlichen Spaß macht? Auch die Frage der Gästeliste will rechtzeitig geklärt sein. Vielleicht will die Hauptperson ja neben den Großeltern, Geschwistern und Paten auch ein oder zwei enge Freunde einladen?
Die Einladungskarten können die Kommunionkinder oder Konfirmanden selber gestalten. Wichtig ist, dass sie rechtzeitig verschickt werden, damit die Gäste den Termin miteinplanen können. Für die Gestaltung der Tischdekoration gibt es viele Möglichkeiten. Im Buchhandel finden sich zahlreiche Bücher mit Tipps dazu. Schön ist, wenn man sich ein bestimmtes Thema aussucht und dazu passend Tischkarten, Menukarten und Tischdeko gestaltet. Beliebt sind Frühlingsfarben wie Lindgrün, Mimosengelb oder Apricot. Typische Motive sind christliche Symbole wie der Fisch, das Kreuz, ein Kelch oder eine Taube. Abgerundet wird die Tischdekoration durch passende Accessoires, wie zum Beispiel Tischbänder, kleine Streuartikel, künstliche Buchsbaum- und Blütenranken oder anderer Blumenschmuck.
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Das passende Geschenk
Absprache mit Kindern und Jugendlichen schützt vor Enttäuschungen
(dtd). Nach der kirchlichen Zeremonie, wenn die Aufregung etwas nachgelassen hat, freuen sich die Kinder und Jugendlichen besonders auf das Auspacken der Geschenke. Die einzelnen Geschenke sind meist sehr unterschiedlich und nicht immer ist es für Paten und Verwandte leicht, das Passende zu finden. Am besten hält man im Vorfeld Rücksprache mit Eltern und Kindern. Denn viele nutzen die Kommunion oder Konfirmation als Gelegenheit, um für Anschaffungen wie ein Fahrrad, eine Kamera, einen PC oder eine Spielekonsole Geld zu sammeln. Auf diese Wünsche sollten die Gäste eingehen. Wer will, kann noch ein Buch oder ein Erinnerungsalbum aussuchen, so dass das Geschenk etwas persönlicher wird.
Damit das Materielle nicht so sehr im Vordergrund steht, könnte auch eine gemeinsame Aktivität geplant werden. Die Pate lädt beispielsweise sein Konfirmationskind zu einem Ausflug oder einem Konzert der Lieblingsband ein. Die Großeltern überreichen einen Gutschein für eine gemeinsame Städtetour. Über das eine oder andere religiöse Geschenk wie eine Bibel, einen Rosenkranz oder ein Gesangsbuch freuen sich die Kinder und Jugendlichen bestimmt. Allerdings empfiehlt es sich auch hier, im Vorfeld abzuklären, wer was schenkt. Bekommen die Kinder nämlich fast ausschließlich religiöse Geschenke, macht sich schnell Enttäuschung breit.
Viele Eltern, Paten oder auch Großeltern entscheiden sich für ein Geschenk in Form eines christlichen Schmuckstücks. Beliebt sind vor allem silberne oder goldene Kreuzketten. Als moderne Alternative werden auch gerne Bettelarmbänder verschenkt. Diese enthalten kleine christliche Bilder, verschiedenartige Kreuze sowie Perlen. Aber auch andere Schmuckstücke oder Armbanduhren sind willkommene Geschenke.
Nachbarn und Freunde der Familie schenken meist einen kleineren Geldbetrag zusammen mit einer Kommunion- oder Konfirmationskarte. Als Alternative zu einem Geldgeschenk kann man auch einen Gutschein von einem Buchladen oder einem Bekleidungsgeschäft wählen.
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Konfirmation gestern und heute
Der Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben
(dtd). Seit fast 500 Jahren gibt es die Tradition der Konfirmation. Bereits nach sechs Schuljahren endete früher die Schulpflicht und die Schüler gingen in die Lehre. Damit war ihre Kindheit vorüber. 1539 begleitete die evangelische Kirche diesen Übergang vom Kind zum Erwachsenen erstmals mit der Konfirmation. Die Jugendlichen bestätigen dabei ihre Taufe, besiegeln dies mit einem ausgesuchten Konfirmationsspruch und werden in die christliche Gemeinde aufgenommen.
Der Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben zeigte sich auch in einer neuen Kleiderordnung: Die Jungen trugen zum ersten Mal lange Hosen, Hut und Uhr. Die Mädchen bekamen ein längeres, zumeist schwarzes Kleid sowie die ersten Schuhe mit höheren Absätzen. Eine Kette mit einer Brosche um den Hals und ein Samtband im Haar schmückten die jungen Damen.
Als Pflicht der Paten galt es, für die Bekleidung ihrer Patenkinder aufzukommen und die traditionellen Konfirmationsgeschenke zu überreichen. So wurden in vielen Gegenden reich mit Goldschnitt verzierte Bibeln, fein genähte Hemden und bestickte Taschentücher verschenkt. Nach dem Gottesdienst hatten die Neukonfirmierten, die fortan öffentlich mit "Sie" angesprochen werden mussten, ihre ersten Pflichten als "junge Erwachsene" wahrzunehmen: Sie mussten sich bei ihren Paten und bisherigen Lehrern bedanken.
Inzwischen sieht man es mit der Kleiderordnung nicht mehr allzu eng und auch die Vorstellungs- und Konfirmationsgottesdienste werden in zeitgemäßer Form abgehalten. Das ist wohl auch der Grund, warum sich so viele Jugendliche freiwillig entscheiden, den Konfirmandenunterricht zu besuchen. Dort wird ihnen christliches Grundwissen vermittelt und sie erhalten die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zum Thema Glauben zu diskutieren. Ziel soll sein, dass die Mädchen und Jungen in der Lage sind, selbst und gewissenhaft zu entscheiden, ob sie ihr Glaubensbekenntnis ablegen möchten. Und dazu entschließen sich die meisten der protestantischen Jugendlichen. In Deutschland sind es pro Jahr etwa 250 000 junge Menschen, die sich konfirmieren lassen. Einen festen Konfirmationstag gibt es in der evangelischen Kirche übrigens nicht. Allerdings liegt der Termin der Konfirmation meist rund um Ostern.
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Licht auf dem Lebensweg
Kerzen haben in der Kirche eine wichtige Symbolik
(dtd). Kerzen haben in der Kirche eine wichtige Symbolik. Die Osterkerze steht für die Gegenwart Jesu Christi und symbolisiert das Licht, das durch Jesus Christus in die Welt getragen wurde. Die Taufkerze wird während der kirchlichen Zeremonie an der Osterkerze entzündet, als Zeichen, dass Jesus Christus das Leben des Täuflings begleitet.
Zur Erneuerung ihres Taufversprechens bringen die Kommunionkinder eine Kerze mit in den Festgottesdienst und entzünden diese an der Osterkerze. Sie soll ihnen wie die Taufkerze ein Licht auf ihrem Lebensweg sein. Viele Kinder nehmen ihre Taufkerze auch zur Kommunion und ergänzen das Datum der Erstkommunion auf der Kerze. Manche entscheiden sich aber auch für eine neue Kommunionskerze, welche sie von den Eltern oder Paten geschenkt bekommen oder im Vorfeld der Kommunion selber gestalten.
Welche Größe, Breite oder Motivauswahl die Kerze hat, ist verschieden und bleibt eigentlich den Kommunionkindern und Eltern überlassen. In manchen Gemeinden werden die Kerzen einheitlich bestellt. Bei der Konfirmation gehört die Kerze nicht überall dazu. In einigen Pfarreien wird den Jugendlichen aber mit der Konfirmationsurkunde auch eine Konfirmationskerze überreicht.
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Fakten in Kürze
Informations- und Ratgeberseiten imInternet zu Kommunion und Konfirmation
http://www.katholische-kirche.de
http://www.erstkommunion.de
http://www.katholisch.de
http://www.kirchenschiff.de
http://www.ekd.de
http://www.kirche-entdecken.de
http://www.konfirmation-kommunion.de
http://www.konfiweb.de
Ratgeberbücher zur Gestaltung von
Kommunion und Konfirmation
Sigrid Heinzmann: Zur Kommunion und Konfirmation, Karten, Kerzen, Tischdeko, November 2009, Verlag: Christophorus, 7,50 Euro
Cornelia Mack, Ulrich Mack: Konfirmation feiern, Anregungen für einen besonderen Tag, März 2008, Verlag: Scm Hänssler, 4,95 Euro
Andrea Klink, Karoline Wascher: Festliche Ideen für Kommunion & Konfirmation, November 2008, Verlag: Oz Creativ, 7,50 Euro

































