Gefährlicher Schulweg
Kinder sollten in der dunklen Jahreszeit besonders achtsam sein
(djd). Die Zahl der meldepflichtigen Schulwegunfälle ist 2010 nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) um sieben Prozent auf 124.000 gestiegen. Die mit Abstand häufigsten Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-Unfallversicherung sind die Fahrradunfälle.
Fahrrad muss verkehrssicher sein
Die meisten Schulkinder verunglücken frühmorgens in den Monaten zwischen November bis Februar, wenn es auf dem Weg zur Schule noch dunkel ist. ABC-Schützen beispielsweise können Geschwindigkeit und Entfernung von Autos vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen noch nicht richtig einschätzen. Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) rät daher generell, in den Herbst- und Wintermonaten helle und reflektierende Kleidung zu tragen. Wie schlecht gerade Radfahrer bei Dunkelheit ohne Licht gesehen werden, unterschätzen viele von ihnen. "Darum gilt: Sehen und gesehen werden", betont Wilhelm Hörmann. Neben heller Kleidung mit Reflektionsstreifen tragen dazu vor allem eine funktionierende Lichtanlage und Reflektoren am Rad bei. Der vom Bundesverkehrsministerium geförderte Beleuchtungscheck auf www.adfc.de/beleuchtung liefert dazu alle Informationen.
Nur der direkte Schulweg ist versichert
Entsteht auf dem Schulweg ein Schaden, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Sie übernimmt die Kosten für die Behandlung durch den Arzt, die Rehabilitation oder zahlt eine monatliche Rente, falls eine dauerhafte Schädigung anhält. Die Höhe der Rente hängt vom Lebensalter und vom Grad der Invalidität ab. In der gesetzlichen Unfallversicherung sind alle Schüler eingeschlossen. Andreas Strobel von den Ergo Direkt Versicherungen weist darauf hin, dass die Schüler-Unfallversicherung nur einen Unfall auf dem direkten Weg zur Schule abdeckt: "Die Gerichte sind hier jedoch toleranter als bei Arbeitnehmern, was den Umweg angeht." Um auf Nummer sicher zu gehen und auch andere Unfälle abzusichern, bietet sich daher eine private Unfallversicherung für Kinder an. "Sie zahlt, wenn Kinder durch einen Unfall einen bleibenden Schaden erleiden", erläutert Strobel.
Weitere Informationen: www.ergodirekt.de
Fakten in Kürze
Gefährliches RadfahrenNicht die ABC-Schützen, sondern Mädchen und Jungen im Alter von elf bis zwölf Jahren sind auf dem Schulweg am meisten gefährdet. In dieser Altersgruppe verunglücken rund doppelt so viele junge Menschen wie im Durchschnitt aller Altersgruppen. "Viele Kinder wechseln in diesem Alter an weiterführende Schulen, was häufig zu längeren Schulwegen führt, die nun mit dem Fahrrad zurückgelegt werden", erklärt Andreas Strobel von den Ergo Direkt Versicherungen. "Und die Zahl der Kinder, die mit dem Fahrrad verunglücken, ist nun einmal deutlich höher als die der Fußgänger."
Stichworte zu diesem Beitrag:
- Fahrrad
- Familien (Zielgruppe)
- Kinder
- Schule
- Unfallprävention
- Verkehrssicherheit




























