Bitteren Nachgeschmack vermeiden
Lebertran kann auch ganz leicht verdaulich groß und stark machen
(djd). Kindheitserinnerungen können übel aufstoßen: Millionen von Erwachsenen verbinden ihre ersten Erfahrungen mit gesundem Lebensstil mit einem unangenehmen Geschmack auf der Zunge. Die bitterste Medizin war meistens der tägliche Löffel Lebertran, der groß und stark machen sollte.
In der Gegenwart bleibt vielen Kindern diese Erfahrung erspart. Doch vor allem die im Lebertran enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind lebenswichtig. Der Körper muss diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren über die Nahrung aufnehmen, weil er sie nicht selbst herstellen kann. Omega-3-Fettsäuren schützen jedoch vor Arterienverkalkung, halten den Blutfluss in Gang und senken den Blutdruck. Eingelegter Fisch wie Sardinen, Lachs, Hering oder Makrelen versorgt Genussmenschen auf dem einfachsten Weg mit diesen essenziellen Fettsäuren.
Wer keinen Fisch isst, kann die Omega-3-Fettsäuren zum Beispiel durch Walnüsse oder Leinsamen und deren Öle zu sich nehmen. Fehlen all diese Zutaten auf dem täglichen Speiseplan, ist Lebertran immer noch die beste Medizin. Im Gegensatz zu früher gibt es statt übelschmeckendem Saft heutzutage auch Lebertrankapseln, beispielsweise von GeloVital aus der Apotheke.
Mangelerscheinungen können sich nachteilig auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) ist vielen Eltern aus ihrem familiären Alltag ein Begriff. Die Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist nach Meinung von Experten eine der Ursachen von Hyperaktivität bei Heranwachsenden. Die in Fachkreisen vielbeachtete "Oxford-Durham-Studie" untermauert, dass hyperaktive Kinder eine besonders niedrige Konzentration von mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Blut haben. Nach der Analyse erhielten 117 der untersuchten Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren ein Kombinationspräparat aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren oder ein Placebo. Nach drei Behandlungsmonaten mit dem Kombinationspräparat wurden nur noch 23 Prozent der zuvor mit ADHS diagnostizierten Kinder klinisch auffällig.
Selbst Allergien lassen sich laut wissenschaftlichen Untersuchungen mit ausreichender Omega-3-Versorgung frühzeitig vermeiden. In einer schwedischen Studie der Linköping Universität wurden 145 schwangere Frauen aus Familien mit einem erhöhten Risiko für Allergien und Asthma untersucht. Ab der 25. Schwangerschaftswoche bis zum dritten Stillmonat hatten die Schwangeren täglich neun Fischölkapseln eingenommen. Die eine Hälfte der Gruppe erhielt Fischöl mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die andere bekam ein Placebo in Form von Sojaöl. Die bereits im Mutterbauch mit Fischöl versorgten Kinder zeigten ein Jahr später weniger als halb so oft allergische Reaktionen wie jene Säuglinge, deren Mütter dieses Präparat nicht zu sich nahmen.
Inzwischen empfiehlt sogar die EU-Kommission Schwangeren die Nahrungsaufnahme von Omega-3-Fettsäuren, weil die Babys dann mit einem höheren Gewicht zur Welt kommen und das Risiko von Frühgeburten abnimmt. Lebertran enthält zudem viel Vitamin D, das unter anderem für den Einbau von Calcium in die Knochen erforderlich ist und damit auch vor Osteoporose schützt.
Weitere Informationen: www.pohl-boskamp.de
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