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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Services für Silver Ager

Der demographische Wandel birgt ganz neue Chancen für die Selbstständigkeit
Apollo-Optik gehört mit 670 Betrieben zu den Top Ten der deutschen Franchisewirtschaft. Optiker sind das beste Beispiel dafür, wie eine Branche vom demographischen Wandel profitieren kann. Foto: djd/Deutscher Franchise-Verband e.V.

Apollo-Optik gehört mit 670 Betrieben zu den Top Ten der deutschen Franchisewirtschaft. Optiker sind das beste Beispiel dafür, wie eine Branche vom demographischen Wandel profitieren kann. Foto: djd/Deutscher Franchise-Verband e.V.

(djd). Das Marketing nennt sie "Best Ager", "Silver Ager" oder "Golden Ager": Gemeint sind die Konsumenten mit einem Lebensalter ab 50 Jahren. Schon heute gehören über 40 Prozent der Bundesbürger zu dieser Gruppe, Tendenz steigend. Die Mehrheit dieser Menschen wird künftig allein und in Städten leben. Daraus ergibt sich ein steigender Bedarf an speziellen Dienstleistungen, von dem auch diejenigen profitieren können, die den Mut zur Selbstständigkeit haben. Wer das Rad dabei nicht unbedingt neu erfinden will, kann aufs Franchising zurückgreifen.

Altersgerechte Angebote

Die rund 60.000 Franchisenehmer, die es mittlerweile in Deutschland gibt, sind schon heute ungefähr zur Hälfte im Dienstleistungssektor angesiedelt. Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV): "Auf lange Sicht dürften sich Services und Angebote speziell für die Silver Ager gut entwickeln. Wir werden immer mehr ältere Menschen haben, die Unterstützung, aber auch altersgerechte Angebote brauchen." Für Brodersen sind etwa Reiseveranstalter oder Händler denkbar, die auf diesem Feld ihren Service bedarfsgerecht ausbauen. Auch der Bereich Gesundheit, Pflege und Betreuung wird nach Meinung Brodersens weiter stark an Bedeutung gewinnen.

Vorab gut informieren

Diese Wachstumsbereiche Gesundheit und Pflege sind vor allem für weibliche Existenzgründerinnen interessant. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder, die der DFV vorlegt: Demnach sind bereits ein Drittel aller Franchisepartner weiblich. Torben L. Brodersen empfiehlt allerdings allen potenziellen Unternehmensgründerinnen, sich im Vorfeld gut über das jeweilige Franchisesystem und das Geschäftsmodell zu informieren. "Transparenz sollte dabei an erster Stelle stehen: Steht der Franchisegeber mit Rat und Tat zur Seite? Unterstützt er die schlüsselfertige Übergabe durch eine komplette Betriebsvorbereitung? Passen die Idee, das Produkt, die Dienstleistung und der Franchisegeber wirklich zu mir?"

Unter www.franchiseverband.com gibt es viele Informationen und Ideen für potenzielle Gründerinnen und Gründer.

Weitere Informationen: www.franchiseverband.com

Fakten in Kürze

"Franchise-TÜV" als Gütesiegel

Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes, warnt Franchisenehmer trotz der Unterstützung durch den Franchisegeber vor zu viel Blauäugigkeit: "Kein Mensch kann sich darauf verlassen, dass er eine Selbstständigkeit ohne Risiko bekommt." Der DFV selbst hilft potenziellen Franchisenehmern mit einer Positivliste, die Spreu vom Weizen zu trennen. Torben L. Brodersen: "Bei unserem Gütesiegel wird alle drei Jahre die Qualität des Franchisegebers unter die Lupe genommen. Geprüft werden Systemkonzept, Produkte, Ausrichtung und Management."

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  • Beratung
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verfasst am 28.05.2010