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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Jobben, wo der Bär steppt

Für junge Menschen: "Work & Travel" mit Arbeitsplatzgarantie
1.000 Polarbären streunen vor Wintereinbruch durch Churchills Tundra und warten darauf, dass die Hudson Bay zufriert. Dann geht's raus aufs Eis zur Robbenjagd. Foto: djd/www.stepin.de

1.000 Polarbären streunen vor Wintereinbruch durch Churchills Tundra und warten darauf, dass die Hudson Bay zufriert. Dann geht's raus aufs Eis zur Robbenjagd. Foto: djd/www.stepin.de

(djd). Wo Linda Gläß derzeit ihr Zuhause hat, steppt der Bär nachts so durch die Straßen, dass eine spezielle Polizeieinheit die allzu aufdringlichen Raubtiere bändigen muss. Die 18-Jährige aus der Nähe von Leipzig hat es zu einem Außenposten Kanadas am Rande der Arktis auf dem 58. Breitengrad verschlagen. Dort liegt Churchill, die "Welthauptstadt der Eisbären". Und dort ziehen jedes Jahr, wenn es kalt wird, 1.000 Eisbären aus der Tundra an die Hudson Bay, um hinaus aufs Eis zur Robbenjagd zu gehen. Im sogenannten Far North Kanadas arbeitet Linda für ein Jahr als Zimmermädchen im "Seaport Hotel". Bei der Vorbereitung und Verwirklichung des Traums vom Leben in Kanada hat ihr die Jugendaustauschorganisation Stepin mit Rat und Tat geholfen - und steht ihr noch immer stets zur Seite.

Fester Vertrag vor Reiseantritt

Hotelarbeit ist eine interessante Möglichkeit für junge Leute, die für einige Monate in der Ferne arbeiten und reisen wollen. Im Gegensatz zu den üblichen "Work & Travel"-Angeboten ist bereits vor der Ausreise ein Job sicher, der auch noch vergleichsweise gut bezahlt wird. Verena Hanneken von Stepin: "Es gibt einen ganz normalen Arbeitsvertrag, in Kanada zum Beispiel mit festgelegter 35-Stunden-Woche und 1.000 kanadischen Dollar Lohn pro Monat." Nur für Kost und Logis werden ein paar Dollar abgezogen. Die jungen Leute arbeiten als Zimmermädchen, Kellner, Küchenhilfe, Barkeeper oder in der Gästebetreuung, an der Rezeption und im Verkauf.

Ohne Schulabschluss geht nichts

Natürlich müssen die Anwärter einige Voraussetzungen mitbringen. "Ohne Schulabschluss geht nichts", betont Verena Hanneken. "Gute Englischkenntnisse werden erwartet. Die lassen sich aber auch in einem vorgeschalteten Sprachkurs auffrischen. Gerne gesehen sind Erfahrungen in der Gastro- oder Hotelbranche." Die Jobs gehen über vier bis zwölf Monate, die Kosten liegen zwischen 1.190 und 2.680 Euro zuzüglich Flug. Linda Gläß: "Ich kann jedem nur empfehlen, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn er zum ersten Mal ins Ausland will und sich unsicher fühlt." Auf www.stepin.de gibt es dazu mehr Informationen.

Weitere Informationen: www.stepin.de

Fakten in Kürze

Wertvolle Tipps für den Auslandsaufenthalt

Joberfahrungen im Ausland sammeln und dabei Spaß haben. Sprachen lernen und dabei Geld verdienen. Sinnvolles für den Lebenslauf tun und dabei die schönste Zeit des Lebens verbringen. Wer an einem solchen Auslandsaufenthalt interessiert ist, sollte sich vorher gut informieren. Mehrmals im Monat führt beispielsweise die Jugendaustauschorganisation Stepin deshalb bundesweit in größeren Städten Infoveranstaltungen zu den verschiedenen Programmen wie "Work & Travel", Au-pair und Sprachreisen durch. Auf http://www.stepin.de/service-center/veranstaltungen gibt es die aktuellen Termine.

Stichworte zu diesem Beitrag:

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verfasst am 08.02.2011