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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Energiesparen fängt im Keller an

Zur Beheizung gehört immer auch die Dämmung
Der Keller als Raum für Hobby und Freizeit: Gut geheizt und professionell gedämmt, lässt es sich hier angenehm aushalten. Foto: djd/Vissmann

Der Keller als Raum für Hobby und Freizeit: Gut geheizt und professionell gedämmt, lässt es sich hier angenehm aushalten. Foto: djd/Vissmann

(djd). Kellerräume werden gern für Freizeitaktivitäten genutzt - als Hobbyraum oder für das private Fitnessprogramm. Doch wie sieht es mit der Heizung aus? Vielen Hausbesitzern ist nicht bekannt, dass im Falle einer Beheizung zugleich eine Wärmedämmung verpflichtend ist. So schreibt es die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Bei unbeheizten Kellern empfiehlt sich eine Mindestdämmung. Das Infozentrum Pro Keller e.V. hat dazu eine aktuelle Broschüre veröffentlicht, die kostenlos unter 0385-20794014 bestellt werden kann.

Schwitzwasser verhindern

Gerade im Keller leistet eine Dämmung wertvolle Dienste: Sie senkt die Heizkosten und verhindert Schwitzwasser, eine der Hauptursachen für Schimmel und Rost. Bei Lagerräumen verhindert eine Mindestdämmung, eventuell zusammen mit leichter Beheizung, dass sich Wasserdampf aus der Luft niederschlägt. Generell sind die Wärmeverluste eines Kellers relativ gering, da bereits das Erdreich wie eine natürliche Dämmung wirkt.

Moderne Energiestandards

Bei beheizbaren Kellern muss der Wärmeschutz im Keller in jedem Fall in das Energiekonzept des Hauses integriert werden. Die Planung sollte dabei stets durch den Fachmann erfolgen. Er kann den tatsächlichen Bedarf exakt berechnen. Als Berechnungsgröße gilt die Wärmedurchlässigkeit, früher als k-Wert geläufig und heute als U-Wert bekannt. Berechnet wird dabei die Wärmemenge, die durch ein Bauteil transportiert wird. Bei Kellerwänden sollte der Wert nicht über 0,35 liegen (Details unter www.prokeller.de). Mit Wärmedämmsteinen wie Wärmedämmziegeln oder Leichtbetonsteinen ist dies leicht einzuhalten. Bei Betonkellern oder Kellerwänden aus schweren Betonsteinen oder Ziegeln empfiehlt es sich, eine mindestens zwölf Zentimeter dicke Dämmung einzubauen.

Sind die Kellerwände von außen genügend gedämmt, ist eine zusätzliche Isolierung der Kellerdecke und offener Treppenhäuser meist unnötig. Zu jeder guten Planung gehören ebenso Kellerfenster mit Wärmeschutzverglasung sowie Kellerlichtschächte, die keine Wärmebrücken bilden.

Weitere Informationen: www.prokeller.de

Fakten in Kürze

Lüften schützt vor Schimmel und Rost

An eines denken viele Hausbesitzer nicht: Auch wärmegedämmte Keller müssen - wie jeder andere Wohnraum - regelmäßig belüftet werden. Steigt die relative Luftfeuchtigkeit häufig über längere Zeit über 60 Prozent, kann sich vor allem in unbeheizten Kellern Kondenswasser auf Bauteilen und Gegenständen niederschlagen. Schimmel und Rost sind die Folgen. Heizungsanlagen sollten sich immer im wärmegedämmten Kellerraum befinden. Nur so lassen sich ihre unvermeidlichen Wärmeverluste sinnvoll nutzen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Energieeinsparung
  • Haus
  • Renovierung
  • Wärmedämmung
verfasst am 05.05.2010