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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Winterruhe ohne Störungen

Kübelpflanzen richtig pflegen
Mediterrane Pflanzenschönheiten überstehen den Winter in lichttransparenten Freilandgehäusen geschützt und unbeschadet. Foto: djd/Engelbert Kötter

Mediterrane Pflanzenschönheiten überstehen den Winter in lichttransparenten Freilandgehäusen geschützt und unbeschadet. Foto: djd/Engelbert Kötter

(djd). Sie sorgen im Sommer für mediterranes Ambiente auf Balkon und Terrasse. Doch in der kalten Jahreszeit müssen Hobbygärtner Zitronenbaum, Oleander, Begonien, Fuchsien und Co. in ein geschütztes Winterquartier bringen, um sich im kommenden Jahr wieder an ihrer Blütenpracht erfreuen zu können. Damit die grünen Schönheiten vital durch die frostreichen Monate kommen und unversehrt aus ihrem Winterschlaf erwachen, müssen Gartenfreunde einige Regeln beachten.

Achtung Ungeziefer

Die letzte Düngung der Pflanzen kann bis in den September hinein erfolgen, damit die Triebe noch genügend Zeit zum Ausreifen haben und ihr Wachstum langsam zur Ruhe kommen kann. Die Gartenschätze aus den südlichen Gefilden sollten jedoch nicht zu früh hereingeholt werden, denn dies fördert den Ungezieferbefall. Je länger die Pflanze draußen steht, desto mehr härtet sie ab. So vertragen Schönmalve und Zitronenbaum Temperaturen um null Grad Celsius, während Engelstrompete und Enzianbäumchen schon vor dem Frost in ihren Unterschlupf müssen. Sogar Temperaturen bis minus fünf Grad Celsius können Lorbeer oder Italienischem Schneeball nichts anhaben.

Hell und kühl

Zu groß gewordene Kübelpflanzen können Hobbygärtner etwas zurückschneiden. Am Oleander sollten sie die Knospenstände belassen, immergrüne um rund ein Drittel sowie stark wachsende Pflanzen um etwa die Hälfte einkürzen. Eingetrocknete und abgefallene Blätter sind gründlich zu entfernen, denn das abgestorbene Blattwerk könnte bereits von Pilzkrankheiten befallen sein, die sich dann auf die ganze Pflanze ausbreiten. Auch auf Schädlinge sollten Gartenfreunde ihre Schätze regelmäßig kontrollieren. Ideal ist ein heller, vor Zugluft geschützter Standort mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius wie beispielsweise ein Kleingewächshaus oder eine lichttransparente Freiland-Überwinterungshilfe (mehr Informationen: www.florino-online.de). Fingerspitzengefühl ist beim Gießen gefragt, denn die Topfballen sollten zwar trocken gehalten werden, aber nicht vertrocknen. Daher genügt es, sie nur alle drei Wochen zu bewässern.

Weitere Informationen: www.florino-online.de

Fakten in Kürze

Das richtige Zusammenspiel

Laublose Pflanzen können auch in einem dunklen Keller überwintern, während grüne Licht brauchen. Je wärmer das Winterquartier ist, desto mehr Helligkeit benötigen die Kübelpflanzen, da in diesem Fall ihr Stoffwechsel nicht völlig zur Ruhe kommt. Das Zusammenspiel von falscher Raumtemperatur und Lichtmangel ist häufig schuld daran, dass die grünen Schönheiten in ihrem Winterschlaf absterben. Wenig falsch machen können Hobbygärtner mit Freiland-Überwinterungshilfen, die zudem den lästigen Abtransport in freigeräumte Winterquartiere ersparen.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Garten
  • Hobby
  • Pflanzen
  • Winter
verfasst am 05.08.2010