Frühjahrskur fürs heimische Grün
Rasen richtig pflegen
(djd). Weich, saftig und dicht, so soll der heimische Rasen sein. Die Realität sieht nach dem Winter oft ganz anders aus: Eine unschöne Grünfläche mit schadhaften Stellen, dominiert von Moos, das auch bei kalten Temperaturen weitergewachsen ist. Mit der richtigen Pflege wird der Rasen wieder zum Vorzeigeobjekt.
Moos ist der größte Feind von Gartenfreunden. Wer richtig und maßvoll düngt sowie den Rasen nicht zu tief schneidet (ideal sind vier bis sechs Zentimeter), hat in der Regel keine Probleme mit Moos- und Unkrautwachstum. Ist das Moos erst einmal im Garten, breitet es sich vor allem in schattigen Bereichen aus. Hier hilft das Säen einer Schattenrasenmischung. "Besonders wirkungsvoll ist es, den Rasen zunächst zu vertikutieren. Anschließend wird der Rasen am besten mit einem Anti-Moosmittel oder Kalk gepflegt", rät Jutta Hüll, Konzerneinkaufsleiterin für den Bereich Garten bei Hornbach.
Gelbliche Flecken statt sattgrüner Almwiese
Vergilbter Rasen ist entweder zu tief geschnitten (unter vier Zentimeter) oder das Ergebnis von Nährstoffmangel. Abhilfe schafft der Einsatz eines Rasendüngers mit hohem Stickstoffgehalt - einer der wichtigsten Nährstoffe für den Rasen.
Ist der Rasen nur an kleinen Stellen schadhaft, reicht es, diese auszustechen, das entstandene Loch mit frischer Rasenerde zu füllen und Rasensamen einzusäen. Abschließend fest andrücken und bis zum ersten Schnitt konsequent feucht halten. Bester Zeitpunkt für diese Maßnahme ist das Frühjahr oder der Herbst.
Wer es mit alten, unkrautverwachsenen und fast kahlen Flächen zu tun hat, sollte den alten Rasen so tief wie möglich mähen, gründlich vertikutieren und düngen sowie Rasensaatgut ausbringen. Anschließend wird eine dünne Torfschicht von maximal fünf Millimetern Dicke darauf verteilt und kontinuierlich gewässert, so dass die Rasenfläche in den ersten drei bis vier Wochen nicht austrocknet. Auch hier ist das Frühjahr oder der Herbst die optimale Jahreszeit.
Weitere Informationen: www.hornbach.de
Fakten in Kürze
NährstoffversorgungEin gepflegter Rasen benötigt hin und wieder eine Düngerkur. Hintergrund: Der Rasen entzieht dem Boden Nährstoffe und laugt ihn zunehmend aus - der Rasen verkümmert. Es entstehen kahle Stellen, Moos und Unkraut breiten sich aus. Kontinuierlich wächst der Rasen nur, wenn er regelmäßig mit Nährstoffen versorgt wird. Am besten geht das mit organisch-mineralischen Düngern, die dem Rasen zwei- bis dreimal pro Vegetationsperiode zugeführt werden. Die besten Düngezeiten sind das zeitige Frühjahr, der Frühsommer und der Zeitraum von Spätsommer bis Anfang Winter.




























