Der Reiz der Kontraste
Alltagsgegenstände aus Beton setzen besondere Akzente in der Inneneinrichtung
(djd). Nichts ist so langlebig wie ein gut gepflegtes Vorurteil. Dies trifft nicht zuletzt auf den Werkstoff Beton zu: Als grau und kalt - kurzum langweilig - wird dieses Material oft abgetan. Dabei verwendeten schon die alten Römer den Baustoff für höchst kreative Bauwerke. Zahlreiche Designer sind mittlerweile angetreten, um mit allen Vorurteilen aufzuräumen. Sie nutzen die enorme Vielfalt des Materials für Skulpturen, Designobjekte, Einrichtungsgegenstände und sogar Möbel.
Vielseitig und leicht formbar
Beton ist nicht nur der Stoff, aus dem Hochhäuser und Brücken entstehen, sondern ein vielfältig einsetzbares, formbares und zugleich stabiles Material. Die britische Stararchitektin Zaha Hadid beschreibt Beton als "samtig" und "irgendwie sexy". Ihr japanischer Kollege Tadao Ando geht sogar noch weiter und erklärt den Baustoff zum "Marmor des 21. Jahrhunderts". Verbraucher lassen sich zunehmend von diesem Designtrend inspirieren und setzen mit Accessoires und einzelnen Objekten aus Beton besondere Akzente in ihrer Wohnung. "Seinen Reiz gewinnt der Werkstoff im Mix mit anderen Materialien wie Holz, Glas, Naturstein oder Metall", erläutert Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer des InformationsZentrums Beton (http://www.beton.org). Dank moderner Verarbeitungsmethoden wie Schleifen, Polieren, Imprägnieren und Wachsen sind die Objekte nicht nur angenehm, sondern auch alltagstauglich.
Angenehme Haptik
Die "sehr angenehme Haptik" hat auch Produktdesigner Jochen Korn überzeugt: Seit mehreren Jahren setzt er sich intensiv mit dem Material auseinander und hat die Bearbeitung immer weiter verfeinert. Neben zahlreichen Unikaten ist so eine vollständige Kollektion an Alltagsgegenständen entstanden - von Vasen und Schalen über Buchstützen bis hin zu Kerzenleuchtern. Besonders stark gefragt ist eine Hausnummer aus Beton, die Korn europaweit vertreibt (http://www.korn-produkte.de). "Ich spüre eine steigende Akzeptanz und Begeisterung für dieses Material. Die Kunden schätzen gerade dessen Klarheit und Ehrlichkeit", betont Jochen Korn.
Weitere Informationen: www.beton.org
Fakten in Kürze
Ein variabler WerkstoffDer Zement, der für Objekte und Wohnaccessoires aus Beton benötigt wird, besteht aus Kalkstein und Ton, dazu kommen Sand, Kies und Wasser. Entscheidend für die Ergebnisse ist die Mischung der Zutaten - und ihre Verarbeitung. Objekte aus Beton erhalten durch Schleif- und Poliervorgänge eine glatte und angenehme Oberfläche. Außerdem ist es möglich, das Material nach Belieben einzufärben und somit den Objekten einen ganz eigenen Charakter zu geben. Damit ist Beton zum Trendwerkstoff geworden, mit dem Designer, aber auch Architekten und bildende Künstler gerne arbeiten.






























