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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Wildwechsel und Bauernglatteis

"Risiko raus": Sicher unterwegs auch auf herbstlichen Straßen
Rutschiges Laub, wechselhaftes Wetter und vermehrter Wildwechsel: Der Herbst birgt viele Risiken für Verkehrsteilnehmer. Foto: djd/DGUV/Stefan Körber-Fotolia.com

Rutschiges Laub, wechselhaftes Wetter und vermehrter Wildwechsel: Der Herbst birgt viele Risiken für Verkehrsteilnehmer. Foto: djd/DGUV/Stefan Körber-Fotolia.com

(djd). Rutschiges Laub, wechselhaftes Wetter, sperrige Erntefahrzeuge und vermehrter Wildwechsel können zu gefährlichen Situationen führen. Das oberste Gebot im Straßenverkehr - eine defensive Fahrweise - gilt mit Einsetzen der dunklen Jahreszeit deshalb noch dringlicher als sonst. Im Rahmen der Kampagne "Risiko raus!" gibt die gesetzliche Unfallversicherung wertvolle Tipps für ein sicheres Fahren im herbstlichen Straßenverkehr.

Was im Sommer Seltenheitswert hat, ist im Herbst an der Tagesordnung: eine ungewollte "Schlitterpartie". Der Grund: Feuchtes Laub auf der Straße wirkt wie Glatteis. Um nicht ins Rutschen zu geraten, hilft nur langsames Fahren und sanftes Abbremsen - besonders in Kurven. Bei eingeschränkter Sicht durch Regen oder Nebel gilt abermals: Fuß vom Gas, Sicherheitsabstand erhöhen und Abblendlicht einschalten - das Tagfahrlicht ist hier nicht mehr ausreichend. Sinkt die Sichtweite bei Nebel unter 50 Meter, ist das Einschalten der Nebelschlussleuchte angezeigt.

Herbstrisiken vorbereitet begegnen

Wer in den frühen Morgenstunden unterwegs ist, sollte insbesondere in Senken, Waldschneisen und auf Brücken mit Raureif rechnen. An diesen Stellen kommt es durch überfrierende Nässe schnell zu Glätte. Weniger bekannt, aber nicht minder gefährlich ist das sogenannte Bauernglatteis. Es entsteht, wenn landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nach der Ernte die Straße verschmutzen. In Verbindung mit Feuchtigkeit werden Lehm- und Erdklumpen leicht zu einem rutschigen Schmierfilm. Auch verlorenes Erntegut führt immer wieder zu Unfällen. Ebenso kann das Überholen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen eine Gefahr auch für andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Ausweich- oder Überholmanöver sollten nur bei guter Sicht unternommen werden.

Verstärkter Wildwechsel

In waldreichen Regionen sollten Autofahrer vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung besonders achtgeben. Dies sind - insbesondere im Herbst - die Zeiten verstärkten Wildwechsels. Wenn plötzlich Wild auftaucht, heißt es auch für Tierfreunde: Besser einen kontrollierten Aufprall hinnehmen als unkontrolliert ausweichen. Riskante Ausweichversuche gefährden den Gegenverkehr und enden schnell in einem Unfall. Im Ernstfall gilt: Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und dabei bremsen.

"Risiko raus!" gilt insbesondere im Herbst natürlich auch für Zweiradfahrer - ob motorisiert oder nicht. Erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht sind die sichersten Garanten für ein unbeschadetes Ankommen am Ziel.

Weitere Informationen gibt es unter www.risiko-raus.de

Weitere Informationen: www.risiko-raus.de

Fakten in Kürze

Sicher durch den Herbst

Rutschiges Laub, wechselhaftes Wetter und vermehrter Wildwechsel: Der Herbst birgt viele Risiken für Verkehrsteilnehmer. Die Kampagne "Risiko raus!" gibt Tipps für ein sicheres Fahren:

- "Schlitterpartien" vermeiden: Feuchtes Laub wirkt wie Glatteis. Langsames Fahren und sanftes Abbremsen sind unabdingbar - besonders in Kurven.
- Bei eingeschränkter Sicht durch Regen oder Nebel: Fuß vom Gas, Sicherheitsabstand erhöhen, Abblendlicht einschalten.
- Bei Wildwechsel: Ein kontrollierter Aufprall ist besser als unkontrolliertes Ausweichen.

Infos: http://www.risiko-raus.de

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Auto
  • Herbst
  • Verkehrssicherheit
  • Versicherungen
verfasst am 18.07.2011