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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Weniger Verbrauch bei voller Leistung

Das Auto der Zukunft: Benzindirekteinspritzung und Downsizing senken die Kosten
Neue Anforderungen an die Motorentechnik: Hubräume werden künftig kleiner, die Leistung aber bleibt unverändert. Foto: djd/Bosch, Gasoline Systems

Neue Anforderungen an die Motorentechnik: Hubräume werden künftig kleiner, die Leistung aber bleibt unverändert. Foto: djd/Bosch, Gasoline Systems

(djd). Wer sich heute für ein neues Auto interessiert, beschäftigt sich nicht nur mit dem Design, der Sicherheitsausstattung und den Extras. Ein entscheidendes Kriterium sind angesichts stetig steigender Kraftstoffpreise der Verbrauch und damit die laufenden Kosten geworden. Der Gesetzgeber hat dem liebsten Kind der Deutschen eine Diät verordnet, die bis 2025 zu einer Halbierung der heutigen Verbrauchswerte für ein durchschnittliches Auto führen soll. Der Weg dorthin ist bereits erkennbar: Mit kleineren Motoren bei unveränderter Leistung bleibt der Benzin-Motor auch künftig attraktiv.

Motoren werden kleiner

"Downsizing" lautet ein Zauberwort der Autoingenieure: Dahinter verbergen sich Motoren mit weniger Zylindern und einem kleineren Hubraum, die jedoch nichts an Leistung gegenüber heutigen Antrieben einbüßen. "Die Grenzen des Downsizing sind nicht fixiert. Es geht darum, den Wirkungsgrad zu verbessern und dabei Verbrauchseinsparung, Kosten und Komfort miteinander in Einklang zu bringen", sagt der Bosch-Experte Dr. Rolf Leonhard. Zugleich werde die Benzindirekteinspritzung, die schon heute in vielen Fahrzeugen zum Einsatz kommt, weiter an Bedeutung gewinnen: "Das Ergebnis sind beeindruckend hohe Drehmomentwerte bereits bei niedrigen Drehzahlen und eine deutliche Ersparnis beim Verbrauch", so Dr. Leonhard. Der Autofahrer profitiert von der Benzindirekteinspritzung gleich mehrfach: CO2-Emissionen und Verbrauchskosten sinken und auch bei der Kfz-Steuer ergibt sich zumeist eine Ersparnis gegenüber dem heutigen Fahrzeug.

Vergleichen lohnt sich

"Vergleicht man die heutigen Verbrauchswerte mit einem Auto des Jahrgangs 2020, so kann der Autofahrer über drei Jahre zwischen 1.000 und 1.500 Euro Kraftstoffkosten sparen, auf Basis durchschnittlicher Jahresfahrleistungen und heutiger Kraftstoffpreise", betont Dr. Rolf Leonhard. Der Experte ist sich sicher, dass die künftigen CO2-Ziele der EU für Benzin-Fahrzeuge erreichbar sind. Viele Neuwagen unterschreiten schon heute die ab 2015 gültigen Grenzwerte - ein genauer Vergleich beim Autokauf zahlt sich aus.

Weitere Informationen: www.bosch.com

Fakten in Kürze

Umweltanforderungen von morgen

In Europa wies noch 2009 ein durchschnittlicher Personenwagen einen Ausstoß von 146 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer auf. Die EU-Kommission hat das Ziel gesteckt, bis 2015 die Emissionen um elf Prozent auf 130 Gramm zu senken. Bis 2020 soll ein Wert von 95 Gramm CO2 erreicht werden, bis 2025 soll er weiter auf 70 Gramm CO2 pro Kilometer sinken. Dies ist vergleichbar mit einem Durchschnittsverbrauch von rund drei Litern Benzin oder 2,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer, gut 50 Prozent weniger als der heutige Durchschnitt.

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verfasst am 28.06.2011