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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Schonung für die Haushaltskasse

Autofahren mit Erdgas spart Geld und reduziert den CO2-Ausstoß
Sparen an der Zapfsäule: Das Autofahren mit Erdgas reduziert nicht nur die CO2-Emissionen erheblich, sondern schont auch die Haushaltskasse. Foto: djd/Robert Bosch

Sparen an der Zapfsäule: Das Autofahren mit Erdgas reduziert nicht nur die CO2-Emissionen erheblich, sondern schont auch die Haushaltskasse. Foto: djd/Robert Bosch

(djd). Das Auf und Ab der Preise für Diesel und Benzin an der Zapfsäule gehört mittlerweile zum Alltag der Autofahrer. Der Verbrauch wird somit auch beim Autokauf immer mehr zum entscheidenden Kriterium. Während sich Elektroantriebe indes noch in den Anfängen befinden, werden alternative Kraftstoffe wie beispielsweise Erdgas immer beliebter.

Gut für die Umwelt

Für CNG-Fahrzeuge (Compressed Natural Gas) sprechen sowohl Kosten- als auch Umweltvorteile. Im Vergleich zu Benzin entsteht bei der Verbrennung von Erdgas rund ein Viertel weniger Kohlendioxid (CO2). Dank der geringen Emissionen haben Erdgasautos auch in allen Umweltzonen freie Fahrt. Beim Kostenvergleich schneidet der alternative Kraftstoff im Vergleich zu Benzin sogar rund 50 Prozent günstiger ab - aufgrund der reduzierten Mineralölsteuer ist dies bis mindestens 2018 gewährleistet. "Bei einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern spart ein Autofahrer mit einem Erdgasfahrzeug der Mittelklasse rund 1.000 Euro im Jahr", rechnet Heiko Kaiser, Experte für Erdgasantriebe bei Bosch, vor. Damit rentieren sich die Mehrkosten, die für ein Erdgas-Neufahrzeug bei 1.500 bis 3.000 Euro liegen, in wenigen Jahren, für Vielfahrer sogar noch schneller. Automobilhersteller bieten heute CNG-Modelle in verschiedenen Fahrzeugklassen an. "Ich würde stets zu einem bivalenten Modell raten, das sowohl über einen Gas- als auch einen Benzintank verfügt", so Kaiser weiter.

Tankstellennetz wird dichter

Der Vorteil bivalenter Modelle liegt auf der Hand: Wenn einmal keine Erdgas-Tankstation in der Nähe sein sollte, bleibt der Autofahrer mit dem Benzinantrieb mobil. Ein früherer Nachteil - das anfangs zu dünne Netz an Erdgas-Tankstellen - hat inzwischen aber generell an Bedeutung verloren. An rund 900 Stationen können CNG-Fahrzeuge heute in Deutschland betankt werden. In den kommenden Jahren sind 300 weitere Tankstellen geplant, davon allein die Hälfte an Autobahnen.

Weitere Informationen: www.bosch.com

Fakten in Kürze

Zuschuss zum Autokauf

Wer sich für ein CNG-Fahrzeug entscheidet, kann oft attraktive Zuschüsse in Anspruch nehmen. Zahlreiche Energieversorger unterstützen die Anschaffung eines neuen Erdgasautos in Form von Tankgutscheinen oder finanziellen Zuwendungen. Daher lohnt es sich, vor dem Kauf beim lokalen Energieunternehmen nachzufragen. Viele Versicherungsunternehmen bieten zudem spezielle Tarife an. Auch steuerlich lohnt sich die Entscheidung: Halter von Erdgasautos profitieren vom günstigen Kfz-Steuersatz für Ottomotoren.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Auto
  • Technik
  • Umwelt
  • Umweltschutz
verfasst am 09.03.2011