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Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um einen Archivtext.

Kinder haben Vorfahrt

Tipps für einen rücksichtsvollen Umgang mit Neulingen im Straßenverkehr
Auch die Verkehrserziehung macht Kinder nicht automatisch zu besonnenen "kleinen Erwachsenen" im Straßenverkehr. Allerdings profitieren Kids in der Regel von Schulweg- oder Radfahrtrainings. Foto: djd/DGUV/Martin Moritz

Auch die Verkehrserziehung macht Kinder nicht automatisch zu besonnenen "kleinen Erwachsenen" im Straßenverkehr. Allerdings profitieren Kids in der Regel von Schulweg- oder Radfahrtrainings. Foto: djd/DGUV/Martin Moritz

(djd). Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder in den wohlverdienten Wochenendurlaub - auf Deutschlands Straßen will jeder schnell vorankommen. Doch gerade im Straßenverkehr gilt: Unverhofft kommt oft. Ein defensiver Fahrstil ist daher oberstes Gebot. Geraten Kinder ins Blickfeld, sollten motorisierte Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam sein. Denn bei Kindern sind viele Fähigkeiten, die für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr benötigt werden, noch nicht ausgeprägt. Im Rahmen der Kampagne "Risiko raus!" gibt die gesetzliche Unfallversicherung Tipps für rücksichtsvolles Fahren im Straßenverkehr.

Fuß vom Gas!

Erwachsene wissen, dass im Straßenverkehr ungeteilte Aufmerksamkeit gefragt ist. Kinder sind hingegen erst im Alter von etwa 14 Jahren in der Lage, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen. Die Neulinge im Straßenverkehr reagieren spontan, nehmen das Verkehrsgeschehen durch ihr begrenztes Sichtfeld nicht ausreichend wahr und können Geschwindigkeiten und Bremswege schlecht einschätzen - das gelingt bestenfalls Elf- bis Zwölfjährigen. Es ist Kindern zudem kaum möglich, sich in andere Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen und deren Verhalten vorauszusehen.

Motorisierte Verkehrsteilnehmer sollten sich daher auf das oft unberechenbare Verhalten von Kindern im Straßenverkehr einstellen und entsprechend vorausschauend fahren, um eine Gefährdung der "schwächeren" Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Das heißt: Fuß vom Gas und bremsbereit sein, wenn ein Kind in der Nähe läuft oder radelt. Besondere Vorsicht ist an Schulen und Kindergärten geboten - auf dem Nachhauseweg kennen Kinder buchstäblich kein Halten. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, sich an die ausgewiesenen Geschwindigkeitsbegrenzungen in Anliegerstraßen zu Schulen und Kindergärten sowie in Wohngebieten zu halten.

Training für "rollikids"

Auch die Verkehrserziehung macht Kinder nicht zu besonnenen "kleinen Erwachsenen" im Straßenverkehr, doch profitieren sie in der Regel von Schulweg- oder Radfahrtrainings. Diese werden nun erstmals auch für Kinder angeboten, die mit dem Handbike unterwegs sind, einer Kombination aus Rollstuhl und Fahrrad. Bislang hatten Handbiker kaum Möglichkeiten, ihre Teilnahme am Straßenverkehr zu trainieren. Erstmals bieten die "rollikids" des Deutschen Rollstuhlsportverbands (DRS) ein Sicherheitstraining für Kinder und Jugendliche an, unterstützt von der Kampagne "Risiko raus!" und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Weitere Informationen unter www.risiko-raus.de

Weitere Informationen: www.risiko-raus.de

Fakten in Kürze

Vorsicht, Kinder! - Tipps der Kampagne "Risiko raus!"

- Kinder reagieren spontan, sind in ihrem Sichtfeld begrenzt und schlecht im Einschätzen von Geschwindigkeiten und Bremswegen.

- Kindern ist es kaum möglich, sich in andere Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen und vorauszusehen, wie diese sich verhalten werden.

- Autofahrer müssen sich bei Kindern auf unberechenbares Verhalten einstellen und besonders in der Nähe von Schulen oder Kindergärten sowie in Wohngebieten bremsbereit sein.

Mehr unter http://www.risiko-raus.de

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Kinder
  • Sicherheit
  • Verkehrssicherheit
verfasst am 12.07.2011