Berge und Landschaft
Artikel vom 01.07.2016

Wandertouren: Die perfekte Verbindung aus Bewegung und frischer Luft.

Frau wandert einen Weg im Grünen entlang
Zecken werden bei der Bewegung in der freien Natur abgestreift und suchen sich dann ihren Weg zu einer geeigneten Einstichstelle. Um den Stich oder eine Infektion mit FSME beim Stechen zu vermeiden, sollten Wanderer wissen, wie sie Zecken entfernen können. Foto: djd/www.zecken.de

Etwa jeder zweite Deutsche schnürt zumindest gelegentlich die Wanderschuhe. Körper und Geist können bei Wandertouren Pause vom Alltag machen. Wandern ist auch der ganz persönliche Kick für Sabine Wächter: "Seit ich denken kann, bin ich draußen unterwegs. Das Wandern wurde mir quasi in die Wiege gelegt." Heute sind solche Unternehmungen Teil ihrer Natur: "Ich brauche das, damit es mir gut geht. Wenn ich länger nicht draußen war, werde ich unruhig und bin schlecht gelaunt", erzählt die 52-jährige Wahl-Schwäbin.

Als Pressesprecherin des Schwäbischen Albvereins kann sie ihr Hobby in Einklang mit ihrem Beruf bringen. Zweimal wöchentlich wandert sie Touren von acht bis zehn Kilometern im Wald, einmal im Monat unternimmt sie eine noch größere Wandertour, meist in einer Gruppe. "Ich schätze auch die soziale Komponente des Wanderns. Es ist schön, unvergleichliche Momente in der Natur zu teilen", schwärmt Wächter. Wenn sie in der Natur unterwegs ist, kommt sie physisch in Bewegung und innerlich zur Ruhe. Unter www.leidenschaftnatur.de kann man der begeisterten Wanderin bei ihrem Hobby folgen.

Natürliche Landschaft - natürliche Bewohner

Frau hält gelben Impfpass ins Bild
Zecken können mit ihrem Stich das FSME-Virus übertragen, das zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen kann. Sabine Wächter hat sich deshalb gegen FSME impfen lassen. Foto: djd/www.zecken.de

Wer gern draußen unterwegs ist, weiß auch, dass in der Natur Gefahren lauern können. Eine davon ist die unscheinbare, nur Millimeter große Zecke. Mit ihrem Stich kann die Zecke das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis) Virus übertragen, das zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen kann. Weite Teile Bayerns und Baden-Württembergs gelten als FSME-Risikogebiete, ebenso Regionen in Mittel- und Südhessen, im südöstlichen Thüringen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Mit einigen Vorsorgemaßnahmen können Wanderfreunde ihr Zeckenstichrisiko verringern: Lange Kleidung erschwert den Blutsaugern die Suche nach einer freien Hautstelle, das Einsprühen mit Repellents hilft gegen Zecken- und Mückenstiche. Und nach Wandertouren sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden.

Zusätzlich kann eine Impfung dazu beitragen, das Risiko einer FSME-Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu reduzieren. Sabine Wächter ist schon mehrfach von Zecken gestochen worden und musste sogar schon eine Lumbalpunktion zur Abklärung machen lassen. "Ich war immer gegen FSME geimpft. Das ist für mich selbstverständlich", betont sie.

Wandern ist gut für die Seele

Frau wandert durch eine grüne Wise
Zecken können mit ihrem Stich das FSME-Virus übertragen, das zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen kann. Sabine Wächter hat sich deshalb gegen FSME impfen lassen. Foto: djd/www.zecken.de

Wandern kann eigentlich jeder. Es ist gut für die Seele, entspannt und entschleunigt. Aber: "Jeder muss seine Grenzen kennen. Wandern ist eben auch eine körperliche Leistung", erklärt Sabine Wächter. In Deutschland ist das Wandern ein sehr sicheres Hobby, es gibt viele sehr gut erschlossene Wanderrouten, viele Vereine bieten auch geführte Touren an. Wandereinsteigern empfiehlt Wächter, mit kürzeren Strecken den Kreislauf zu stärken, um dann die Distanzen langsam zu steigern. Und das Schöne daran: Wandern geht fast überall - im Gebirge, in hügeligen Landschaften, im Wald, an der Küste.

Checkliste: Das gehört zu einer soliden Wanderausrüstung

  • Ausreichend Proviant und Wasser, gute Wanderschuhe, Stöcke, Sonnenschutz, Regenkleidung, ein zusätzliches Kleidungsstück, das die Auskühlung während der Rast verhindert, ein Pflasterset
  • Ein rückenschonender Rucksack
  • Wanderkarte
  • Handy als Ergänzung zur Wanderkarte und für den Notruf
  • Repellents zur Abwehr von Zecken- und Mückenstichen
  • Impfschutz gegen FSME und andere von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfungen.

Nach jeder Tour: Gründliches Absuchen nach Zecken ist ein Muss.

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