Berge und Landschaft
Artikel vom 11.02.2016

Ausflugsziele Taunus: 55 Kilometer Kurven und Kultur

Wer unberührte Natur sucht und sich zugleich für Kulturgeschichte begeistert, für den ist der Taunus ein lohnendes Ausflugsziel. Schon die Kelten wussten die Vorzüge dieser Region zu schätzen, aber auch die Römer hinterließen im überwiegend hessischen Rhein-Main-Gebiet ihre Spuren: So führte hier einst der 550 Kilometer lange Limes durch die Landschaft, der die Grenze des römischen Reiches zum freien Germanien markierte. Seine Überreste wurden 2005 von der Unesco zum Welterbe erklärt. Als Ausflugsziel im Taunus bietet sich dann vor allem das Teilgebiet Hochtaunus mit seiner 55 Kilometer langen, außergewöhnlich reizvollen Hochtaunusstraße an.

Burg mit Brücke zum Eingang
Die Saalburg ist ein auf dem Taunuskamm nordwestlich von Bad Homburg vor der Höhe gelegenes ehemaliges Kastell des römischen Limes. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.
Blick durch grüne Bäume auf eine idyllisch gelegene Ortschaft
An der Hochtaunusstraße liegt auch Neuweilnau mit seinem Schloss. Der Ort ist heute Teil der Gemeinde Weilrod. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.
Brücke aus Holz über einem Fluß zwischen Bäumen
Impressionen aus dem Weiltal: So idyllisch zeigt sich die Hochtaunusstraße. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.

Ausflugsziele Taunus: "Das schönste Mittelgebirge der Welt"

Für den Naturforscher Alexander von Humboldt war der Taunus das schönste Mittelgebirge der Welt. Bis heute hat die Region nichts von ihrer ursprünglichen Schönheit verloren. Hinzu kommen viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Natur und Erlebnis, Kunst und Kultur, Spiel und Sport, Gesundheit und Genuss. Die höchsten Erhebungen des Taunus sind der Große Feldberg mit 881 Metern, der Kleine Feldberg mit 825 Metern und der Altkönig mit 798 Metern. Im Norden wird der Taunus durch den Fluss Lahn von den benachbarten Naturräumen abgegrenzt, im Süden schließt er direkt an die Main-Metropole Frankfurt an, in seinem südlichsten Teil bildet der durch den Weinbau geprägte Rheingau eine natürliche Grenze. Wer wissen will, wie schön es im Taunus ist und welches Wetter dort gerade herrscht, kann einfach durch die Webcam blicken. Eine gute Übersichtskarte gibt es hier zur Ansicht.

Blick über sommerliche Felder auf den Feldberg im Taunus.
Blick von Eschbach auf den Großen Feldberg, die höchste Erhebung im Taunus. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.
Blick auf sommerliche Felder. Eine mit Bäumen umgebene Straße führt zu einer Kapelle
Hochtaunusstraße: Blick auf die Kreuzkapelle in Bad Camberg. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.

Hochtaunus: Naturlandschaft und Geschichte

Der Hochtaunus ist eine Region, wie es sie in Deutschland kaum ein zweites Mal geben dürfte. Denn nirgendwo sonst liegt eine prächtige Naturlandschaft wie diese mit dem Naturpark Taunus und dem Heilklima-Park Hochtaunus in unmittelbarer Nähe einer Großstadt und ist gleichzeitig so voller spannender Geschichte. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Hochtaunus von den Kelten bewohnt, wovon unter anderem die Ringwallanlagen auf dem Altkönig und auf der Gickelsburg herrühren. Vom 1. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. befand sich auf dem Taunuskamm der auch heute noch an einigen Stellen sichtbare Obergermanisch-Raetische Limes als äußerste Grenze des Römischen Reichs. Entlang des Limes standen viele Kastelle und Wachtürme. Überreste und Rekonstruktionen, insbesondere entlang des Limeserlebnispfades, erlauben einen spannenden Einblick in Kultur und Leben der Römer. Während des Mittelalters wurden viele Burgen im Hochtaunus errichtet. Als Ruinen ebenso wie in hervorragend erhaltenem und restauriertem Zustand prägen sie noch immer das Landschaftsbild der Gegend und legen Zeugnis ab von unterschiedlichsten Geschichten, die sich anlässlich ihrer Erbauung und danach abgespielt haben. Eine informative Broschüre mit allen wichtigen Informationen steht zum Download bereit.

Hochtaunusstraße: Eine der reizvollsten Ferienstraßen Deutschlands

Tiefe Wälder mit zahlreichen Naturdenkmälern. Geheimnisvolle Spuren vergangener Kulturen. Gipfel und weitläufige Täler. Das ist die eine Seite des Taunus, die man bei einer Fahrt auf der 55 Kilometer langen Hochtaunusstraße hautnah erleben kann, alle Informationen und viele Tipps hat diese Broschüre zum Download. Auf der anderen Seite führt eine der attraktivsten Ferienstraßen Deutschlands durch Städte und Gemeinden voller Leben und Kultur - von der Kreisstadt Bad Homburg vor der Höhe geht es über Oberursel, Schmitten und Weilrod nach Bad Camberg. Vorbei an der Hohemark und dem Großen Feldberg, durch idyllische kleine Orte im Hochtaunus und dem malerischen Weiltal. Unterwegs kann man in gemütlichen Landgasthäusern mit Gartenwirtschaften und Spezialitätenrestaurants einkehren.

Typisches Fachwerkhaus im Taunus mit rot-braunem Gebälk
Der historische Amthof in Bad Camberg. Hier finden im Sommer die bekannten Amthof-Festspiele statt. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.
Ein runder, weißer Turm auf einem Marktplatz, im Vordergrund ein Baum
Bad Homburg vor der Höhe: Schloss mit Weißem Turm. Foto: djd/Taunus Touristik Service e.V.

An den Park- und Rastplätzen gibt es übersichtliche Hinweistafeln, die über den jeweiligen Standort, den weiteren Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten direkt an der Strecke oder in der näheren Umgebung informieren. Es gibt vieles zu entdecken auf und an der Hochtaunusstraße. Nehmen Sie sich Zeit für 55 Kilometer Kurven und Kultur. Einatmen und genießen heißt es deshalb im Heilklima-Park Hochtaunus, der ein 20 Quadratkilometer großes Gebiet umfasst und dessen höchster Punkt natürlich der Große Feldberg ist. Schon im 19. Jahrhundert kamen die ersten Reisenden und Erholungsuchenden nach Schmitten. Wanderwege und Schutzhütten machten das Gebiet bekannt. Heute ist Schmitten ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug. Gut markierte Wege, atemberaubende Ausblicke auf die Taunuslandschaft und zahlreiche Freizeitangebote eröffnen viele Möglichkeiten.

Ausflugsziele Taunus: Das Taunus-Informationszentrum

Der erste "Höhepunkt" des Taunus befindet sich im Übrigen an seinem Fuß: das Taunus-Informationszentrum in Oberursel an der Hohemark, dem traditionellen Start- und Treffpunkt für Touren in diese reizvolle Gegend. Es wurde erbaut vom Zweckverband Naturpark Taunus und liegt fast schon mitten in der Natur, aber mit U-Bahn-Anschluss und Parkplätzen. Hier erfahren Gäste alles, was sie wissen müssen, um die schönsten Ecken des Taunus zu entdecken. Hier gibt es Sportmöglichkeiten, eine Erlebnis-Ausstellung und gutes Essen.