iPad-Konkurrenten, iPad-Alternativen
Apple hat es geschafft, mit dem iPad viel Staub aufzuwirbeln. Der Staub verschleiert die Sicht, denn nicht nur der Mac-Hersteller ist in dem Markt präsent. Auch andere Väter haben hübsche Söhne, sagt man, also schaut man sich die mal an.
Betriebssysteme am Markt
Inzwischen kämpfen (mindestens) fünf Betriebssysteme um den Markt der Tablet-Computer mit Multitouch: Apples iOS, RIM, Googles Android, Microsofts Windows 7 und Nokias Meego. Letzteres findet man auf dem WeTab, das als einziger Tablet-Konkurrent eine rein deutsche Entwicklung ist und mittlerweile nicht mehr verkauft wird. Das Marketing war nicht von schlechten Eltern, viel Aufsehen erregte die Ankündigung, noch vor dem iPad zur Verfügung zu stehen. Danach folgte eine Serie von Pech, Pleiten und Pannen. Seit kurzer Zeit ist das Gerät auf dem Markt und bietet einige Vorteile gegenüber dem iPad.
Echter Konkurrent? WeTab im Einsatz
Der Bildschirm ist größer (11,6 Zoll statt 9,7 Zoll), das Gerät ist relativ frei, unterstützt Flash, und etwas günstiger ist der Einstiegspreis auch, wenn nur um 50 Euro. Die Teufel stecken woanders. Das Betriebssystem ist unfertig, Multitouch funktioniert noch nicht, ein Lüfter säuselt bis röhrt vor sich hin, die Akkulaufzeit ist halb so groß und das Gerät wiegt mit 1,3 Kilogramm fast das doppelte vom iPad. Bei der Verarbeitung setzt es auf Plastik.
Der Apple-Rivale: Samsung Galaxy Tab
Als „bester“ Konkurrent gilt unter Insidern derzeit das Samsung Galaxy Tab, das Googles Betriebssystem Android nutzt. Mit 7 Zoll ist der Bildschirm vergleichsweise klein, aber Handtaschen-Kompatibel und wiegt auch nur knapp die Hälfte vom iPad. Eine Kamera jeweils vorne und hinten, Flash, WLAN und Funkverbindung über HSDPA sind mit an Bord, SD-Karten lassen sich einstecken – beim iPad braucht es dazu einen Adapter. Also alles wunderbar? Fast. Mit einem Preis von fast 800 Euro muss der Anwender tief in den Geldbeutel greifen.
Windows ohne Chance
Windows 7-Geräte spielen derzeit keine Rolle – HP hat einen „Slate“ vorgestellt, der allerdings wenig begeistern konnte. Witzig ist die neue Druckergeneration, die eine Art „Pad“ im HP-Drucker andockt – zum Herausnehmen. Mit einem „echten“ Tablet kann diese Lösung allerdings nicht mithalten. HP hat allerdings PALM und das viel gelobte Betriebssystem WebOS erworben, ein entsprechendes Tablet-Produkt lässt aber noch auf sich warten.
RIM: Blackberry-Handy
Viel Aufsehen hat die Vorstellung von RIM erregt – das Tablet mit 7 Zoll benötigt allerdings die Verbindung (über Bluetooth) mit einem Blackberry-Handy, um zum Beispiel Mails abzurufen. Nächstes Jahr soll es dann auf den Markt kommen – bis dahin sollte auch die zweite Generation des iPads erhältlich sein.
Fazit: Abwarten
Wer warten kann und beim iPad nicht bereits jetzt schwach wird, sollte also warten. Das Samsung Galaxy ist derzeit der interessanteste Mitbewerber, der Preis ist allerdings weniger verlockend und wird sicherlich fallen. Auch weitere Hersteller werden versuchen, in dem Markt Fuß zu fassen. Sie haben aber alle ein Problem: Apple ist – wie beim iPhone – den Mitbewerbern einen Schritt voraus. Diese mögen bei der Hardware den einen oder anderen Pluspunkt verzeichnen, das Gesamtpaket aus App-Store, Apps wie iWork, funktionierendem (!) Multitouch und Design bietet derzeit noch kein Konkurrent. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft.
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verfasst am 19.12.2010

























