Auto
Artikel vom 17.02.2017

6 Vorteile, die selbstfahrende Autos zu bieten haben

Autofahren ist schon bald nicht mehr das, was es einmal war. Selbstfahrende Autos werden das Fahrerlebnis grundlegend verändern. Grund genug, sich schon einmal mit den Vorteilen vertraut zu machen. Wie das Miteinander von Auto und Fahrer in Zukunft aussehen kann, zeigte etwa Bosch mit einem Erprobungsfahrzeug für automatisiertes Fahren.

Ein silbernes Auto, auf dem "Bosch" unt "automated driving" steht, parkt vor einem Bosch Gebäude.
Beim vollautomatisierten Fahren wird sich auch der Stellenwert des Autos verändern - vom Gebrauchsgegenstand zum persönlichen Begleiter. Foto: djd/Robert Bosch
Man sitzt in einem Auto und fährt auf der Autobahn ohne es zu fahren.
Selbstfahrende Autos können auf Autobahnen schon in wenigen Jahren den Fahrer entlasten. Foto: djd/Robert Bosch

1. Persönlicher Begleiter für den Fahrer

"Automatisiert fahrende Autos sind nicht länger nur ein Gebrauchsgegenstand, sie werden zu einem persönlichen Begleiter", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. So braucht man sich etwa mit Spiegel-, Sitz- und Infotainment-Einstellungen nicht mehr herumzuärgern. Das Fahrzeug erkennt seinen Fahrer über eine neuartige Innenraumkamera. Umgehend wird das Nutzerprofil geladen mit allen bevorzugten Fahrzeugkonfigurationen sowie den häufigsten Reisezielen. Der Fahrer muss nur noch seinen Zielort auswählen.

2. Auf Knopfdruck Fahrer oder Passagier

Während den Autobahnfahrten wird das selbstfahrende Auto zum Chauffeur und der Fahrer zum Passagier. Und so funktioniert es im Erprobungsfahrzeug: Das HMI (Human Machine Interface) meldet dem Fahrer, wenn automatisiertes Fahren möglich ist. Zur Übergabe ans Auto muss der Fahrer dann gleichzeitig für mehrere Sekunden zwei Knöpfe am Lenkrad drücken. Rechtzeitig vor Ende der automatisierten Fahrt fordert das Auto den Fahrer auf, das Steuer wieder zu übernehmen. Reagiert der Fahrer nicht, erfolgen akustische und optische Warnungen. Durch erneutes Drücken der Lenkradknöpfe geht die Fahraufgabe wieder auf den Fahrer über.

3. Zeit für Entspannung

Während das selbstfahrende Auto die Fahraufgabe übernimmt, hat - unter Beachtung der Systembeschreibung - der Fahrer Zeit, sich anderen Dingen zu widmen. Er kann sich ausruhen und entspannen. Damit er jederzeit wieder das Steuer übernehmen kann, achtet die Innenraumkamera darauf, dass der Fahrer nicht einschläft. Bei lange geschlossenen Augen erfolgt eine Warnung.

4. Sichere Fahrt ohne Ablenkung

Ablenkung des Autofahrers ist in Deutschland Auslöser für jeden zehnten Verkehrsunfall. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom telefonieren 42 Prozent der Befragten beim Fahren mit dem Mobiltelefon, 44 Prozent lesen, 23 Prozent schreiben Kurznachrichten und 25 Prozent checken E-Mails. Dabei steigt allein durchs Telefonieren am Steuer das Unfallrisiko um das bis zu Fünffache. Ein selbstfahrendes Auto lässt sich nicht ablenken. Es behält das Verkehrsgeschehen mit seinen Sensoren pausenlos im Blick und ist damit sicherer unterwegs.

5. Unterwegs vieles erledigen

Während der automatisierten Fahrt stehen dem Fahrer über das zentrale Display zahlreiche Funktionalitäten zur Verfügung. Dank Internetverbindung kann man zum Beispiel Termine checken oder Einkäufe planen. Die SmartHome-App von Bosch ermöglicht sogar, einen Blick in den Kühlschrank daheim zu werfen. Reichen Getränke und Vorräte für den geplanten Grillabend oder muss noch ein Zwischenstopp eingelegt werden?

6. Mehr Sicherheit auch beim manuellen Fahren

Auch im manuellen Fahrmodus sorgt das selbstfahrende Auto für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Alle Sensoren und Verkehrsinformationssysteme bleiben aktiv. Dank Vehicle-to-Vehicle-Communication bleibt man zudem über andere Verkehrsteilnehmer informiert, lange bevor sie in Sicht kommen - beispielsweise bei einem Stauende in der Kurve oder bei einem Motorrad im toten Winkel. Das senkt das Risiko einer Kollision und ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die neue Technik Unfälle verhindern hilft.

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